Austria

Grippe: "Wir werden sehen, wie viele sich wirklich impfen lassen"

Die Grippeimpfung wird heuer in das Gratis-Kinderimpfprogramm aufgenommen. 350.000 Impfdosen stehen dafür zur Verfügung, sie werden der Bevölkerungsgröße entsprechend auf die Bundesländer aufgeteilt, kündigte Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) am Montag an. Insgesamt wurden 1,2 Millionen Impfdosen bestellt.

Auch für die rund 100.000 stationären Bewohner von Pflegeeinrichtungen wird es eine Gratis-Impfung geben. Diese ist für November geplant, der Impfstoff für die Kinder wird ab Mitte Oktober ausgeliefert. Es sei "nicht sinnvoll, aus Panik heraus" früher zu impfen, betonte Ursula Wiedermann-Schmidt, die Vorsitzende des Nationalen Impfgremiums. Die Wirkung hält sechs Monate an, die Grippewelle startet mit Dezember und erreicht ihren Höhepunkt meist im Februar.

Bis zu 1000 Todesfälle pro Saison

Kinder seien ein "Motor der Grippe-Epidemie", sie zu impfen, würde daher auch ältere Menschen schützen, rief Anschober dazu auf, die Gratis-Aktion zu nutzen. 450.000 bis 1,3 Millionen Österreicher aller Altersgruppen sind jährlich von Influenza betroffen, im Schnitt gebe es 1000 Todesfälle pro Saison, die in Verbindung mit der Grippe stehen, erklärte Wiedermann-Schmidt. In Oberösterreich sei man vorbereitet, die Impfstoffkontingente für die Risikogruppen seien sichergestellt, heißt es vonseiten des Landes.

Heuer herrsche ein Ausnahmezustand, was die Nachfrage nach Grippe-Impfstoffen betreffe, sagte Oberösterreichs Apothekerkammer-Präsident Thomas Veitschegger im OÖN-Gespräch: "Durch Covid hat das Thema Impfen an Relevanz gewonnen." In den vergangenen Jahren hätten sich im Bundesland rund 55.000 Menschen gegen Influenza impfen lassen. "Heuer wird es – zusätzlich zu den Kontingenten für Kinder – bestimmt über 100.000 Impfdosen für Oberösterreich geben", so Veitschegger. Noch nicht absehbar sei, ob man damit auch das Auslangen findet: "Wir werden sehen, wie viele sich wirklich impfen lassen."

Eine Umfrage im Frühjahr unter dem Eindruck der Corona-Pandemie habe ergeben, dass sich 30 Prozent gegen Grippe impfen lassen wollen. "Das würde sich mit den bestellten Impfdosen nicht ausgehen, aber ich bezweifle, dass so viele wirklich eine Impfung in Anspruch nehmen werden", sagt der Apothekerkammer-Präsident. Er erwartet ohnehin eine abgeschwächte Grippesaison, da die Corona-Verhaltensregeln auch auf die Übertragung der Influenza-Viren wirken: "Mit jedem Verzicht auf Händeschütteln und mit dem Abstandhalten reduziert man auch die Ansteckungsgefahr durch Grippe."

Wie berichtet, bietet Wien Gratis-Impfungen für alle Altersstufen an. Die Stadt Linz ist nachgezogen und macht ein Gratis-Impfprogramm für über 65-Jährige.

Football news:

Barcelona ist besorgt über die Form von Pjanic. Der Klub glaubt, dass er im Urlaub beim FC Barcelona nicht ausreichend gearbeitet habe, um die Fitness von Mittelfeldspieler Miralem Pjanic zu verbessern, teilte Diario Sport mit. Die Mannschaft glaubt, dass der Bosnier in einem schlechten Zustand ins Team gekommen ist, weshalb er jetzt hinter seinen Teamkollegen zurückbleibt und nicht die erforderliche Intensität zeigt
Laport unterstützte Van Dyck: es tut mir Leid, Bro. Keine Freude, obwohl wir Gegner sind
Lautaro Martinez: Messi ist der beste der Welt. Er ist den anderen immer einen Schritt Voraus: Inter-Stürmer Lautaro Martínez hat sich über Barcelonas Stürmer Lionel Messi sehr geäußert
Das Atlético-Stadion wurde im Rahmen der Aktion gegen Brustkrebs rosa gefärbt
Frank Lampard: in der Champions League ist nichts einfach so gegeben. Es ist eine großartige Plattform, um den neuen Chelsea-Trainer Frank Lampard vor dem anstehenden Champions-League-Spiel gegen den FC Sevilla zu lernen
Ronaldo kam nicht in die Bewerbung von Juve für das Spiel mit Dynamo Kiew
Brune über die Rolle des Kapitäns: nicht erwartet. Morgen geht es nicht um mich, sondern um die Mannschaft. Jeder sollte der Anführer sein