Austria
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Staatsschutz prüft nach Unfall in OMV-Raffinerie

Rückblende: Im Juni wird die Hauptdestillationsanlage des heimischen Energieriesen vor den Toren Wiens bei finalen Überprüfungsarbeiten nach gesetzlich vorgeschriebenen Wartungen durch einen „mechanischen Zwischenfall“ schwerst beschädigt. Die Folgen sind enorm: An vielen Tankstellen im Land wird Diesel knapp, die Regierung muss zweifach Dutzende Tonnen Sprit von den strategischen Reserven der Republik freigeben.

Wiederinbetriebnahme der Raffinerie erst im Oktober
Erst im Oktober soll sich mit der Wiederinbetriebnahme der Raffinerie die Lage entspannen. Fakt ist jedenfalls: Während die OMV offiziell bis heute auf einem Unfall beharrt, untersucht aktuell der Staatsschutz bzw. heimische Sicherheitsbehörden im regen Austausch mit den europäischen Partnern hinter den Kulissen einen möglichen Sabotage-Akt.

Die Ölraffinerie der OMV in Schwechat (Bild: P. Huber)

Die Ölraffinerie der OMV in Schwechat

(Bild: P. Huber)

Offiziell heißt es aus dem Innenministerium auf Anfrage lediglich, dass das DSN zur kritischen Infrastruktur in Österreich „regelmäßig einen Bericht zur Gefährdungslage erstellt, der in die operative Polizeiarbeit einfließt“ ...

Nord-Stream-Pipelines: Wer steckt hinter Gaslecks?
Unterdessen versuchen die Behörden die vermutlich durch Tiefsee-Kampftaucher verübten Sabotageakte an den Ostsee-Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 zu klären. Doch wer steckt dahinter? Und welchen Vorteil hätte das von der EU und der NATO ins Spiel gebrachte Russland davon, seine eigenen Gasleitungen nach Westeuropazu sabotieren?

Wassili Astrow, leitender Wirtschaftswissenschafter am weltweit renommierten Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW), zur „Krone“: „Ich glaube tatsächlich nicht, dass es für Russland viel Sinn macht, die Nord-Stream-Leitungen zu sprengen.“ Denn Moskau würde sich dadurch die Chance nehmen, Gas an Europa zu liefern, falls die EU doch noch möglichem Druck in puncto Sanktionsstopp im Winter nachgeben sollte.