Austria
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Tipps für einen sicheren Schulweg: Das sollten Eltern beachten

Der Schulstart steht kurz bevor und viele Kinder bewältigen nach einer Übungsphase den Schulweg bereits allein. Alle Verkehrsteilnehmer sind deswegen gefordert, aufmerksam auf den Straßen unterwegs zu sein. Denn jedes Jahr geschehen laut Statistik Austria etwa 470 Unfälle mit Schulkindern am Schulweg. 

"Um Kindern mit guter Anleitung sicheres Verhalten zu zeigen und damit Selbstschutz zu geben, ist es nicht nur unerlässlich, den Schulweg vorab mehrmals zu üben, sondern auch Eventualitäten und nötige Verhaltenshinweise mit ihnen zu besprechen. So können Eltern ihre Kinder auf unvorhergesehene Situationen vorbereiten, um im Notfall dann Hilflosigkeit oder Hektik zu vermeiden und ihre Kompetenzen zu stärken", so Petra Riener, Leiterin Verkehrssicherheit beim ÖAMTC Oberösterreich. Auch am Urlaubsort kann das Verhalten eines Fußgängers im Straßenverkehr wiederholt und geübt werden. 

Konkrete Szenarien und Lösungsvorschläge besprechen

"Am besten übt man konkrete Szenarien, die am Schulweg passieren können: So versetzt man das Kind gedanklich in verschiedene, mögliche Situationen und kann Lösungsvorschläge unterbreiten bzw. Antworten korrigieren", sagt die ÖAMTC-Expertin. Trotzdem sollten nicht mehr als zwei unterschiedliche Szenarien pro Übungseinheit besprochen werden, um das Kind nicht zu überfordern. 

Das sind die Tipps der Expertin für einen sicheren Schulweg

  • Hektik bei Verspätung vermeiden: Knapp 44 Prozent der Schulwegunfälle fanden nämlich in der Früh zwischen 7 und 8 Uhr statt. "Besonders in der Früh ist es wichtig, nicht hektisch zu werden. Zeitgerechtes aufstehen, stressfreies Fertigmachen sowie aufmerksam und konzentriert sein beim Verlassen der Wohnung – all das trägt viel zur Unfallvermeidung am Schulweg bei. Sollte dennoch eine Verspätung eintreten, dann lieber konzentriert und ruhig bleiben und zwar einige Minuten später aber dafür sicher in der Schule ankommen", so Riener.
  • Weg-Alternativen bei Baustellen: Es ist die Aufgabe der Eltern sich regelmäßig zu erkundigen und sich, wenn nötig um eine alternative Strecke zu kümmern. Der neue Weg sollte ein paar Male mit dem Kind trainiert werden, zu bevorzugen sind Kreuzungen mit Ampel und Schutzweg. 
  • Lkw versperrt Sicht auf Kreuzungen: Wenn das Fahrzeug nicht wegfährt und die Sicht zum Queren versperrt ist, sucht man sich am besten eine andere Stelle zum sicheren Überqueren. Wichtig ist es niemals zwischen geparkten Autos hervorlaufen und plötzlich die Fahrbahn zu queren. 
  • Sichtbarkeit bei Schlechtwetter: "Wenn es regnet oder noch finster ist, sind Kinder mit heller Kleidung und reflektierenden Aufnähern an Jacke und Hose sowie auf der Schultasche deutlich besser sichtbar", sagt die ÖAMTC-Expertin. "Kinder sollten wissen, dass sie nicht automatisch von anderen Verkehrsteilnehmer gesehen werden. Sie sollten konzentriert sein und verstärkt Sicherheitsblicke nach beiden Seiten durchführen, um sichere Querungslücken zu finden."
  • Mitfahren bei Eltern von Freund/innen: Eltern sollten in diesem Fall klarstellen, welche Eltern ihr Kind mitnehmen dürfen. Ein passendes Rückhaltesystem im Auto ist verpflichtend, dieses sollte auch richtig verwendet werden. 

Die Expertin des Mobilitätclubs rät abschließend: "Verhaltensempfehlungen müssen oft wiederholt und besprochen werden, damit sie sich beim Kind einprägen. Das Gelernte sollte also immer wieder, in regelmäßigen Abständen, wiederholt werden."