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Tochter geschüttelt: U-Haft über Mutter verhängt

Einer vorläufigen Einschätzung eines Gerichtsmediziners zufolge - sein schriftliches Gutachten liegt noch nicht vor - soll die Frau dem Kleinkind am 29. Juli ein Schütteltrauma zugefügt haben. Die Anklagebehörde geht von bedingtem Tötungsvorsatz aus. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wird der Mutter vorgeworfen, es zumindest ernstlich für möglich gehalten und sich damit abgefunden zu haben, dass durch das Schütteln der Tod des Babys eintreten kann.

Entscheidung rechtswirksam
Wie das Wiener Landesgericht für Strafsachen am Freitag der APA mitteilte, wurde über die 28 Jahre alte Frau die U-Haft verhängt. Die Entscheidung ist rechtswirksam, die Mutter war damit einverstanden. Ihre Anwältin habe keine Rechtsmittel angemeldet, erklärte Gerichtssprecherin Christina Salzborn.

Mutter: „Aus Verzweiflung“ geschüttelt
Das Baby befand sich zuletzt nicht mehr in akuter Lebensgefahr. Die Mutter hatte nach ihrer Festnahme laut Polizei eingeräumt, das Kleinkind einmal „aus Verzweiflung“ geschüttelt zu haben, da es ununterbrochen geweint habe. Vor der Haft- und Rechtsschutzrichterin verwies sie auf ihre vor der Polizei getätigten Angaben.

Die Eltern hatten die Rettung alarmiert, im Krankenhaus stellten dann die Ärzte lebensbedrohliche innere Verletzungen fest und schalteten die Polizei ein. Das Landeskriminalamt Wien nahm daraufhin die Ermittlungen auf. Das Baby befindet sich derzeit auf einer Intensivstation.