Austria
This article was added by the user . TheWorldNews is not responsible for the content of the platform.

Traismauer - 340 Menschen waren im Stollen

440_0008_8478290_hzg39trais_StollenbegehungTraism02

Das Interesse an den Mühlbachstollen-Begehungen samt Kraftwerksführung, organisiert von dem Verein „Traismauer erleben“, war enorm. Am Ende der Begehung wartete ein Imbiss mit zahlreichen Köstlichkeiten und frischem Sturm auf die Wanderer. Im Bild das „Buffet-Team“: Elisabeth Schiesser, Obmann Stadtrat Rudolf Hofmann, Harald Blamauer, Sascha Rier, Charlotte Baumgartner und Gotthard Klaus (von links).

Foto: Günther Schwab

An der Begehung des Tunnels zwischen Einöd und Oberndorf/Gebirge herrschte riesiges Interesse.

Der Verein „Traismauer erleben“ hatte eine Entdeckungsreise der besonderen Art organisiert: Die Mühlbachstollen-Begehung, unterstützt durch die Tourismusinformation und die EVN-Naturkraft, war eine gelungene Veranstaltung. Insgesamt rund 340 Erwachsene und Kinder, aufgeteilt auf zwei Gruppen, nahmen die Gelegenheit wahr, um während der Bachabkehr den Mühlbachstollen zwischen Einöd und Oberndorf/Gebirge zu erkunden und zu durchwandern.

Der Start für die abenteuerliche Expedition erfolgte bei der Wiese vor dem Tunneleingang, etwa eineinhalb Kilometer nach dem Ortsende von Oberndorf/Gebirge von Traismauer kommend in Richtung Einöd. Der Stollen wurde 1923 gegraben und ist für die damalige Zeit ein äußerst bemerkenswertes Bauwerk. Auch ein zweiter Stollen, jener durch den „Kogelberg“, wurde begangen. Nach seinem Austritt mündet der Bach in ein Wasserschloss, um danach mit seinem Lauf die Wasserturbine des Oberndorfer E-Werkes zu betreiben.

Sauberer Strom für über 1.650 Haushalte

Das Kleinwasserkraftwerk erzeugt rund eine Million Kilowattstunden Strom jährlich und versorgt auch heute noch über 1.650 Haushalte in der Region rund um die Uhr mit sauberem Strom. Die hohe Leistung des stärksten Kleinkraftwerks im unteren Traisental ist der überdurchschnittlichen Fallhöhe von 20 Metern geschuldet, die nur durch den Bau eines Stollens unter den Weinbergen von Einöd und Oberndorf möglich war. Christian Strohmayr und Martin Ringseis, beide Mitarbeiter der EVN, übernahmen die Führungen und standen mit technischen Details und Geschichten rund um das Kraftwerk zur Verfügung. Das Kraftwerk war auch die Endstation der Stollenbegehung, wo ein Imbiss wartete.

„Unser Dank für die tolle Unterstützung ergeht auch an die Freiwilligen Feuerwehren Oberndorf am Gebirge und Waldlesberg, die durch den Bau einer Behelfstreppe den drei Meter hohen Ausstieg erleichterten“, erklärt Rudolf Hofmann, Stadtrat und Obmann von „Traismauer erleben“.

Über den Werksbach führt eine Radroute

Er hat noch ein Tipp: „Wer Lust hat, die Strecke des unterirdischen Werkbachs über die Weinberge nach Einöd zurückzulegen, radelt auf der ,Venusbergtour‘ vom Schloss Traismauer weg nach Oberndorf zum Wasserschloss und anschließend in Richtung Einöder Kellergasse.“ Die neue Venusberg-Route führt weiters entlang des Werksbachs nach St. Andrä. Von dort verläuft die Strecke nach Hameten und Reidling zum Schlossteich. Über die Eichberger Kellergasse geht es wieder zurück zum Schloss nach Traismauer.

Keine Nachrichten aus Herzogenburg mehr verpassen?

Mit dem NÖN-Newsletter bleibt ihr immer auf dem Laufenden und bekommt alle zwei Wochen die Top-Storys direkt in euer Postfach!

Gratis anmelden

Aus dem Archiv

Weitere Inhalte werden geladen