Austria

Verrückter Winter als Gefahr für die Igel

„So ein verrückter Winter wirkt sich stark auf die Natur aus. Tierbabys werden geboren, obwohl es zumindest nachts noch viel zu kalt ist. Oder Tiere erwachen aus der Winterruhe, die normalerweise erst im Frühjahr endet“, warnt Johanna Stadler von der Pfotenhilfe Lochen. Derzeit werden dort schon drei kleine Igel aufgepäppelt.

Der letzte Igel, der bei der Pfotenhilfe abgegeben wurde, irrte in einem Garten in Mattighofen herum. „Er wiegt nur 300 Gramm und ist wohl wegen der Wärme und vor Hunger aufgewacht“, so Stadler. Beim derzeitigen frühlingshaften Wetter stellt man sich in Lochen, wo auch drei Feldhasenbabys mit der Flasche aufgezogen werden, auf weitere Neuzugänge ein. Die Findelkinder werden am Tierschutzhof aufgepäppelt und Mitte Mai ausgewildert.

Tierfamilien nicht grundlos trennen
„Wildtiere dürfen aber niemals grundlos aus der Natur genommen werden. Man muss sich gut auskennen, um zu wissen, ob ein Tier Hilfe braucht. Tierfamilien sollten nicht grundlos getrennt werden“, appelliert Stadler an Tierfreunde. Die Pfotenhilfe betreibt unter 0677/61425226 eine Wildtierhotline, die täglich von 9 bis 22 Uhr erreichbar ist.

 krone.at