Austria
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Volksschüler müssen lange auf Schulbus warten

Weniger als 500 Einwohner hat die Gemeinde Waldkirchen im Waldviertel. Dort in der Volksschule hat ein Teil der Kinder dreimal in der Woche um 11.45 Uhr aus – und muss bis 13.04 Uhr auf den Bus warten, der in die umliegenden Dörfer fährt. „Daher holen die Eltern die Kinder dreimal pro Woche selbst mit dem Auto ab. Schülerfreifahrt ist ein schönes Wort, bei uns nur nicht nach Unterrichtsende“, kritisiert eine betroffene Mutter.

Auch Verbindung in Schulstadt hapert
Eine andere Mutter beschwert sich über den Linienverkehr von den höheren Schulen der Bezirksstadt Waidhofen an der Thaya. Denn auch dort werde nicht auf den Stundenplan von Waldkirchens Schülern Rücksicht genommen. Das Problem ist nicht neu: Schon 2021 versuchte die Gemeinde, einen weiteren Schulbus zu bekommen.

„Schulbusse statt Geisterbusse!“
Der Verkehrsverbund Ostregion (VOR) reagierte mit einem Angebot: Mehr als 12.000 Euro müsse die Gemeinde für den Zusatzbus zahlen. „Mir kommen ständig leere Geisterbusse entgegen, aber kein Bus kann mein Volksschulkind nach Hause bringen“, entrüstet sich die Mama.

„Große Herausforderung“
„Wir müssen neben Bedarfsspitzen in der Früh den Grundbedarf abdecken“, entgegnet VOR-Sprecher Georg Huemer. Es sei wirtschaftlicher, die großen Busse, die in der Früh voll sind, weiterfahren zu lassen. „Gerade in bevölkerungsarmen Gebieten ist der öffentliche Verkehr eine große Herausforderung.“

Neue Modelle
„Dafür gibt es Initiativen, wie das smarte Anrufsammeltaxi, die in einigen Regionen ausgearbeitet werden“, so Huemer. Erst am Montag ist ein solches Projekt in Melk an den Start gegangen. Im Waldviertel dürfte das aber noch Jahre dauern.