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Coronavirus in der Schweiz: BAG meldet 9386 Neuinfektionen, die Pandemie reisst ein Loch von 18 Milliarden Franken in die Bundeskasse

Die neusten Entwicklungen

Seit Beginn der Pandemie sind in der Schweiz und in Liechtenstein laut Angaben des Bundesamts für Gesundheit 135 658 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, 1954 Infizierte sind gestorben.

Ein neues BAG-Plakat mit der Verhaltensregel «Treffen Sie so wenige Menschen wie möglich» wird auf dem Bundesplatz befestigt.

Ein neues BAG-Plakat mit der Verhaltensregel «Treffen Sie so wenige Menschen wie möglich» wird auf dem Bundesplatz befestigt.

Peter Klaunzer / Keystone

Die neusten Entwicklungen

  • Die Schweiz und Liechtenstein verzeichnen 9386 Neuinfektionen. Dies geht aus den Zahlen des BAG vom Donnerstagmorgen (29. 10.) für die vergangenen 24 Stunden hervor. Es wurden 35 230 Tests ausgewertet. Zudem mussten 287 weitere Covid-19-Patienten ins Spital eingeliefert werden, 31 starben in Zusammenhang mit der Erkrankung. Die Positivitätsrate für die letzten 14 Tage liegt bei 22,7 Prozent.
  • Angesichts der ansteigenden Fallzahlen hat der Bundesrat neue Massnahmen beschlossen. Seit heute Donnerstag (29. 10.) gilt für Restaurants und Bars eine Sperrstunde ab 23 Uhr. Tanzlokale und Diskotheken müssen schliessen. Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen sind verboten. Die maximal erlaubte Anzahl Personen für Veranstaltungen im Familien- und Freundeskreis im privaten Raum wird auf 10 eingeschränkt.
  • Die Maskenpflicht wird auf die Aussenbereiche von Einrichtungen und Betrieben ausgedehnt. Neu gilt eine Maskenpflicht in Schulen ab der Sekundarstufe II und am Arbeitsplatz, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann. Arbeitgeber sollen soweit möglich Home-Office ermöglichen. Hochschulen müssen ab Montag (2. 11.) auf Fernunterricht umstellen. Präsenzunterricht bleibt in den obligatorischen Schulen sowie an den Gymnasien und Berufsfachschulen erlaubt. Alle weiteren Fragen und Antworten zu den neuen Massnahmen finden Sie hier.
  • Das Hotel Ascot in Zürich Enge fällt der Corona-Krise zum Opfer und muss schliessen. Die MMC Hotel AG als Pächterin und Christian Frei als Hoteldirektor teilten am Donnerstag (29. 10.) mit, dass sowohl der Hotelbetrieb als auch das Restaurant Ascot und die Turfbar per 30. Oktober schliessen werden. Laut Mitteilung hat sich der Geschäftsgang des Hauses seit Anfang 2020 stark verschlechtert. Die niedrige Auslastung im Hotelbereich und die fehlenden Umsätze im Restaurant Ascot sowie in der Turfbar würden nicht mehr ausreichen, die anfallenden Kosten zu decken, so Frei. Alle Mitarbeitenden verlieren ihre Stelle, was das Unternehmen ausserordentlich bedauert. Die Konkurseröffnung wird in den nächsten Tagen erwartet.
  • Diverse Veranstaltungen sind von den neuen Anti-Corona-Massnahmen betroffen, so etwa der Zürcher Silvesterlauf. Dieser wurde aufgrund des Coronavirus heuer zunächst in den Irchelpark verlegt. Nun wurde er abgesagt. Auch die Berufsmesse Zürich, die vom 17. bis 21. November stattgefunden hätte, findet nicht statt. Die Absage hinterlasse eine Lücke im Nachwuchsmarketing, heisst es in einer Mitteilung. Auch die Unplugged Show der Bieler Band Pegasus am 28. November im Zürcher Hallenstadion fällt den neusten behördlichen Auflagen zum Opfer.
  • Für das laufende Jahr rechnet der Bund mit einem Defizit von 20 Milliarden Franken. Davon sind 18,1 Milliarden auf die ausserordentlichen Ausgaben zur Abfederung der Corona-Pandemie zurückzuführen. Das zeigt die zweite Hochrechnung des Bundesrats. Budgetiert war ein Überschuss von 0,3 Milliarden Franken. Die Unsicherheit ist gemäss Mitteilung des Bundesrats vom Mittwoch (28. 10.) aber noch immer gross. Der Anstieg der Corona-Fallzahlen könne bis Ende Jahr noch grössere Auswirkungen auf den Bundeshaushalt haben.
  • In der Zentralschweiz sind am Mittwoch (28. 10.) 594 neue Corona-Fälle registriert worden, dies gegenüber 524 am Dienstag. Allein 301 positive Tests wurden aus dem Kanton Luzern gemeldet. Die Zahl der Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg dort damit auf 3965. In Schwyz erhöhte sich die Zahl der Corona-Fälle um 163 auf 2758. Die Zahl der Personen, die im Zusammenhang mit Corona starben, stieg um eine auf 46. In Zug erhöhte sich die Zahl der positiv getesteten Personen um 75 auf 1544, in Nidwalden um 12 auf 405 und in Obwalden um 6 auf 381. In Uri stieg die Zahl der Krankheitsfälle um 37 auf ebenfalls 381.
  • Zwei welsche Kantone rufen zur Bewältigung der Pandemie die Armee zu Hilfe. Freiburg habe beim Bund am Dienstag (27. 10.) für das kommende Wochenende um militärische Hilfskräfte für die Pflege von Patienten, für Transporte und sonstige Logistikleistungen ersucht, schreibt der «Tages-Anzeiger». Pro Schicht sollen rund dreissig Soldaten das Spitalpersonal unterstützen. Freiburg zählt zu den am stärksten betroffenen Kantonen. Der Bundesrat werde am Mittwoch über einen Armee-Einsatz entscheiden. Auch Genf habe beim Bund den Einsatz von Sanitätstruppen beantragt.
  • Wer gegen die Vorschriften zum Schutz vor dem Coronavirus verstösst, soll landesweit einheitlich bestraft werden. Dies forderte die Konferenz der Staatsanwälte am Mittwoch (28. 10.). Derzeit gebe es grosse kantonale Unterschiede. Gleichzeitig würden die Regeln immer öfter übertreten. Verstösse gegen die Maskentragpflicht könnten beispielsweise mit 250 Franken Busse geahndet werden. Unternehmen oder Veranstalter, die gegen die Vorschriften verstossen, sollen mit Geldstrafen von 2000 bis 2500 Franken rechnen müssen. In der ersten Covid-19-Welle im Frühling sah die Verordnung eine Busse von 100 Franken für Verstösse gegen die Abstandsregeln vor.
  • Die Armee setzt im Lichte der jetzigen Lage sämtliche Wiederholungskurse (WK) aus. Auch bereits laufende WK werden vorzeitig beendet. Ausgenommen sind WK zur möglichen Unterstützung ziviler Behörden bei einer Verschärfung der Pandemie und solche zur Sicherung der Basisleistungen, wie die Armee am Mittwoch (28. 10.) mitteilte.

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Die wichtigsten Antworten zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus finden Sie hier.

Der Bundesrat hat aufgrund der zweiten Ansteckungswelle die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus deutlich verschärft (29. 10.). Der vorgeschlagene Sicherheitsabstand beträgt 1 Meter 50. Zudem gilt:

Maskenpflicht

Die Maskenpflicht wird ausgedehnt. Sie gilt neu in folgenden Bereichen:

  • Öffentlicher Verkehr: In Zügen, Trams, Bussen, Bergbahnen, Seilbahnen und auf Schiffen, auf Perrons, an Bahnhöfen und an Flughäfen.
  • Öffentlich zugängliche Gebäude: In Geschäften, Einkaufszentren, Banken, Poststellen, Bibliotheken, Kinos, Theatern, Konzertlokalen, Hotels (mit Ausnahme von Gästezimmern), Restaurants, Bars, Arztpraxen, Spitälern, Innenräumen von Parlamenten (sofern für Besucher zugänglich), Kirchen und religiösen Einrichtungen. Auch das Personal – beispielsweise an einer Kasse – muss eine Maske tragen.
  • Urbane Zentren und Dorfkerne: Vor öffentlich zugänglichen Gebäuden, an Wochen- und Weihnachtsmärkten und überall dort, wo der erforderliche Abstand im öffentlichen Raum nicht eingehalten werden kann.
  • Arbeitsplatz: Überall dort, wo der Abstand zwischen den Arbeitsplätzen nicht eingehalten werden kann.
  • Schulen: Lehrpersonen und Schüler in Mittelschulen und an Berufsschulen (Sekundarstufe II) müssen eine Maske tragen – es sei denn, das Tragen einer Maske erschwert den Unterricht wesentlich. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind obligatorische Schulen. Vorlesungen und Seminare an Hochschulen dürfen nicht mehr vor Ort durchgeführt werden.
  • Ausnahmen: Kinder unter 12 Jahren und Personen, die medizinische Gründe geltend machen können, müssen keine Maske tragen. 

Gastronomie und Nachtleben

Private Veranstaltungen

Öffentliche Veranstaltungen

Freizeit

Auslandsreisen

Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen in der Schweiz und in Liechtenstein lag bis zum 29. Oktober bei 145 044 Fällen. Seit Beginn der Pandemie wurden 6700 Personen hospitalisiert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion beläuft sich auf 1985.

Dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) sind am Donnerstag (29. 10.) bei 35 230 Tests 9386 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das BAG 31 neue Todesfälle und 287 Spitaleinweisungen.

Die Positivitätsrate für die letzten vierzehn Tage liegt bei 22,7 Prozent.

Aufgrund der Kontaktrückverfolgung waren laut der Mitteilung vom Donnerstag (29. 10.) 31 334 Personen in Isolation, 24 948 Menschen standen unter Quarantäne. Zusätzlich sassen 13 594 Heimkehrerinnen und Heimkehrer aus Risikoländern in Quarantäne.

Der 7-Tage-Schnitt der Neuinfektionen steigt deutlich

Bestätigte neue Coronavirus-Fälle pro Tag in der Schweiz und in Liechtenstein, nach Testdatum

Der 7-Tage-Schnitt der Neuinfektionen steigt deutlich - Bestätigte neue Coronavirus-Fälle pro Tag in der Schweiz und in Liechtenstein, nach Testdatum

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen in der Schweiz steigt sprunghaft an

Täglich bestätigte Neuinfektionen in der Schweiz und in Liechtenstein, 7-Tage-Schnitt bis vor 3 Tagen

März 2020April 2020Mai 2020Juni 2020Juli 2020Aug. 2020Sept. 2020Okt. 20200200040006000800062646264123456

1 16. März: Bundesrat erklärt die «ausserordentliche Lage».

2 27. April: Erste Lockerungen treten in Kraft.

3 11. Mai: Geschäfte und Restaurants wieder geöffnet.

4 19. Juni: Bundesrat beendet die «ausserordentliche Lage».

5 6. Juli: Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr eingeführt.

6 1. Oktober: Grossveranstaltungen sind wieder erlaubt.

Wo sich die Infizierten angesteckt haben

Anzahl der zwischen dem 16. Juli und dem 1. August in der Schweiz gemeldeten Coronavirus-Fälle, nach Ansteckungsort

FamilienmitgliedArbeitPrivatfestAls med. und PflegepersonalSpontane AnsammlungDisco/KlubBar/RestaurantSchuleDemo/VeranstaltungAndereUnbekannt/keine Daten2166924171715132199320

Grundsätzlich gelten die Regeln des Bundes für alle Kantone. Diese sind für die Umsetzung und allfällige Verschärfungen der Massnahmen zuständig. Daher können in einzelnen Kantonen unterschiedliche Vorschriften gelten. Dies sind die Bestimmungen in den einzelnen Kantonen, die von denjenigen des Bundes abweichen oder darüber hinausgehen:

Aargau: Bei privaten Veranstaltungen müssen Kontaktdaten erhoben werden und diese auf Verlangen dem Contact-Tracing-Center des Kantons Aargau zur Verfügung gestellt werden.

Appenzell Ausserrhoden: Es gilt in obligatorischen Schulen ab Sekundarstufe I eine Maskenpflicht.

Basel-Stadt: Die Maskenpflicht an Schulen gilt auf für Volksschulen.

Bern: Kinos, Fitnesscenter und Museen müssen geschlossen bleiben.

Freiburg: Es gilt ein Versammlungsverbot für mehr als 10 Personen im öffentlichen Raum. Freizeiteinrichtungen wie zum Beispiel Bowling-Hallen sind geschlossen.

Genf: Für Versammlungen von mehr als 15 Personen ist eine Bewilligung notwendig, für die ein Schutzkonzept des Organisators Voraussetzung ist. Klubs und Discos bleiben bis zum 16. November geschlossen. Schul- und Studienreisen sind verboten.

Jura: Für Restaurants und Bars gilt eine Sperrstunde nach 22 Uhr. Fitnesszentren müssen geschlossen bleiben.

Luzern: Wer im Auto nicht allein ist, muss eine Maske tragen. In Spitälern und Altersheimen gilt ein Besuchsverbot. Bordelle bleiben zu. In der Stadt Luzern wird es 2021 kein Fasnachtstreiben geben.

Neuenburg: Versammlungen von mehr als 10 Personen im öffentlichen Raum sind verboten. Freizeiteinrichtungen wie Kasinos oder Spiel- und Billardsäle sind geschlossen.

In Schaffhausen müssen seit Dienstag (27. 10.) auch Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I eine Maske tragen. Für den Musik- und den Sportunterricht gibt es Einschränkungen. Auf Klassenlager soll möglichst verzichtet werden.

Schwyz: Seit Montag (26. 10.) sind private Veranstaltungen mit mehr als 10 Personen und öffentliche Veranstaltungen mit mehr als 30 Personen verboten. Auch an Sekundarschulen gilt seit dem 21. Oktober eine Maskenpflicht. Sie betrifft Lehrpersonen, Mitarbeitende, Schülerinnen und Schüler sowie allfällige Besucher. Im Kindergarten und in der Primarschule müssen Erwachsene eine Maske tragen, wenn die Abstände nicht eingehalten werden können.

Solothurn: Menschenansammlungen von mehr als fünf Personen im öffentlichen Raum sind verboten. Untersagt sind auch Veranstaltungen mit mehr als 30 Personen. Für Gemeindeversammlungen, für Sitzungen der kantonalen und kommunalen Parlamente sowie für politische und zivilgesellschaftliche und Unterschriftensammlungen gibt es Ausnahmen.

St. Gallen: Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen können ab Dienstag nur noch zwei Besucherinnen pro Tag empfangen. Mehr Externe werden nur in Ausnahmesituationen und nach vorheriger Absprache mit den Heimleitungen bewilligt.

Tessin: Am 19. Oktober mussten Erotikbetriebe schliessen.

Uri: In Schulhäusern der Volksschule gilt seit dem 20. Oktober eine Maskentragpflicht für Erwachsene. Wenn der Sicherheitsabstand von 1 Meter 50 eingehalten werden kann oder andere Schutzvorkehrungen wie Plexiglasscheiben vorhanden sind, dürfen Lehrpersonen die Maske abnehmen.

Waadt: Der Waadtländer Staatsrat hat entschieden, dass Gastrobetriebe die Kundendaten künftig digital festhalten müssen.

Wallis: Für Restaurants und Bars gilt eine Sperrstunde ab 22 Uhr.

Zug: In Bars sind im Innern nur noch 30 Gäste erlaubt.

Zürich: Ab Montag (2. 11.) müssen auf dem Areal der Volksschulen alle erwachsenen Personen eine Maske tragen. Neu gilt diese generelle Pflicht auch für Jugendliche in der Sekundarschule und der Sekundarstufe II – auch im Unterricht. Das hat die kantonale Bildungsdirektion am Mittwochabend (28. 10.) bekanntgegeben. Nach wie vor von der Regel ausgenommen sind Kinder im Kindergarten und in der Primarschule. Zudem gilt im Zürcher Kantonsrat eine Maskenpflicht für alle Ratsmitglieder, die nicht an ihrem Platz sitzen oder am Rednerpult stehen.

Und für Liechtenstein gilt: Restaurants und Bars sind seit Samstag (24. 10.) geschlossen. Ebenfalls ist die Konsumation an Veranstaltungen nicht mehr gestattet. Die Massnahmen sind auf drei Wochen befristet.

Seit dem 15. Juni sind die Grenzen für EU- und Efta-Staaten sowie das Vereinigte Königreich grundsätzlich wieder offen. Allerdings ist die Einreise aus der Schweiz nach Deutschland stark eingeschränkt. Die gesamte Schweiz gilt seit dem 22. Oktober als Risikogebiet in Deutschland. Wer aus der Schweiz einreisen will, muss einen negativen Corona-Test vorlegen oder 14 Tage in Quarantäne. Grenzgänger und Einkaufstouristen aus grenznahen Kantonen sind nicht betroffen.

Die Schweiz hat ihre seit dem 2. Juli monatlich angepasste Liste der Risikogebiete am 28. Oktober drastisch gekürzt, weil die ausschlaggebende Zahl der täglichen Neuansteckungen pro 100 000 Personen in den letzten 14 Tagen in der Schweiz höher ist als in den meisten anderen Ländern. Derzeit gelten nur noch die Regionen Ile-de-France (inklusive Paris) und Hauts-de-France in Frankreich sowie Andorra, Armenien, Belgien und Tschechien als Risikogebiete. Einreisende aus diesen Gebieten müssen für 10 Tage in Quarantäne. Wer aus einem Risikoland einreist, muss sich innert zweier Tage bei den kantonalen Behörden melden. Unterlässt ein Reisender dies, muss er mit einer Busse rechnen.

Die wichtigsten Antworten zu Auslandreisen finden Sie hier.

Alle Kantone sollen die Übertragungsketten flächendeckend zurückverfolgen (Contact-Tracing). Alle Personen mit Symptomen sollen sich testen lassen können – der Bund übernimmt alle Kosten der Corona-Tests inklusive Selbstbehalten und Franchisen. Positiv getestete Personen werden isoliert und Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt.

Der Bevölkerung wird eine App zur Verfügung gestellt, die ihre Nutzer informiert, wenn sie zu lange in der Nähe von Infizierten waren: Die SwissCovid-App ist im Apple Store und im Google Play Store verfügbar.

Was Sie zur Tracing-App wissen müssen, finden Sie hier.

Der Wettlauf um die Entwicklung, Zulassung und Herstellung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus ist in vollem Gang. Russland hat bereits einen ersten Impfstoff zugelassen. Auch der Bund ist von sich aus aktiv geworden und hat mit der amerikanischen Firma Moderna Therapeutics einen Vertrag für 4,5 Millionen Impfdosen abgeschlossen. Es gehe darum, der Schweizer Bevölkerung einen schnellen Zugang zu einem sicheren und wirksamen Covid-19-Impfstoff zu gewährleisten. Moderna zählt gegenwärtig zu den führenden Kandidaten für Entwicklung und Herstellung eines Impfstoffs.

Zudem hat der Bund einen Reservierungsvertrag mit dem Schweizer Unternehmen Molecular Partners abgeschlossen. Damit hat er sich das Recht auf den Erwerb der ersten 200 000 Dosen des möglicherweise potenten neuen Medikaments gesichert – mit der Option, das Bestellvolumen um weitere drei Millionen Stück zu erhöhen. Anders als der Impfstoff der amerikanischen Firma Moderna Therapeutics befindet sich das Medikament von Molecular noch in einer frühen Phase der Erforschung. Seine Wirkung ist bis anhin erst bei Hamstern und in einzelnen Zellen untersucht worden, was der präklinischen Entwicklungsstufe entspricht.

Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus – hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten.

Am 6. Oktober wurde in der Schweiz erstmals ein Zulassungsgesuch für einen Impfstoff gegen Sars-CoV-2 eingereicht. Die Arzneimittelbehörde Swissmedic hat mit der wissenschaftlichen Begutachtung des «Covid-19 Vaccine AstraZeneca» begonnen. Die Begutachtung erfolgt in einem speziellen Verfahren, das es Pharmafirmen erlaubt, Gesuche für Covid-19-Arzneimittel einzureichen, noch bevor die Entwicklung abgeschlossen und die Gesuchsdokumentation vollständig ist. Ein Zulassungsentscheid kann erst gefällt werden, wenn alle notwendigen Daten zur Prüfung der Sicherheit, der Qualität und der Wirksamkeit eines Impfstoffs vorliegen.

Der Bund hat schon mehrere Millionen von möglichen Corona-Impfstoffen reservieren lassen: AstraZeneca-Labor in Sydney.

Der Bund hat schon mehrere Millionen von möglichen Corona-Impfstoffen reservieren lassen: AstraZeneca-Labor in Sydney.

Dan Himbrechts / Imago

Das Coronavirus hat in der Schweiz zu dem gravierendsten Einbruch der Wirtschaftstätigkeit seit über vier Jahrzehnten geführt. Der achtwöchige Lockdown lähmte teilweise ganze Wirtschaftszweige. Zudem wurde die Schweiz als kleine, offene Volkswirtschaft von der Schockstarre der Weltwirtschaft und dem damit verbundenen Ausfall der internationalen Nachfrage stark tangiert. Da sich die Zahl der Fälle ab Mai auf einem niedrigen Niveau stabilisierte, konnten die harten Massnahmen gelockert werden. Dies hat zu einer konjunkturellen Wiederbelebung geführt. Dennoch wird die Dynamik der Schweizer Wirtschaft stark vom Fortgang der Pandemie abhängig bleiben. Die Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) geht daher in ihrem Basisszenario davon aus, dass es bis ins Jahr 2022 dauern wird, bis das Wertschöpfungsniveau von vor der Krise wieder erreicht wird.

Dennoch hat trotz dem starken Einbruch in der Schweiz – anders als in den USA – noch keine grosse Entlassungswelle eingesetzt. Das Land steht dank seinen Absicherungsmechanismen wie der Kurzarbeit und Sofortkrediten gut da. Beim Seco sieht man noch keine Anzeichen für «Massenentlassungen auf breiter Front». Anders als während der Finanzkrise handle es sich bei solchen Meldungen noch um vereinzelte spektakuläre Ankündigungen und nicht um ein Massenphänomen.

Die Eidgenossenschaft hat für dieses Resultat tief in die Tasche gegriffen. Die ausserordentlichen Corona-Ausgaben des Bundes dürften sich 2020 auf 18 Milliarden Franken belaufen. Dies ist aber deutlich weniger als die im Frühjahr budgetierten 31 Milliarden Franken. Auf dem Höhepunkt der Krise war die Rede von deutlich grösseren Verlusten. Dies deutet darauf hin, dass das Defizit nicht grösser ausfallen wird, als es die Schuldenbremse zulässt. Für 2021 hat der Bundesrat ein Minus von 1,1 Milliarden Franken budgetiert.

In der Corona-Krise verändert sich die Wirtschaftslage fast im Wochenrhythmus. Wir zeigen mit neuartigen Daten den Verlauf der Krise.

Das BAG hat Hygieneempfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus herausgegeben und ergänzt diese laufend. Ende September startete das BAG eine Kampagne gegen den sogenannten «Fist Bump»: Die Begrüssung mit «Ghettofaust» sei aus hygienischer Sicht keine Alternative zum Händedruck. «Hand ist Hand», lautet der Slogan des BAG.

Weiterhin sollte man unter anderem regelmässig die Hände mit Wasser und Seife oder einer alkoholbasierten Lösung reinigen. Händeschütteln oder Begrüssungsküsschen sollen vermieden werden, weil sich ansteckende Tröpfchen aufgrund von Husten oder Niesen an den Händen befinden könnten.

Muss man husten oder niesen, sollte man Mund und Nase mit einem Taschentuch oder der Armbeuge bedecken, das Taschentuch hinterher in einem geschlossenen Behälter entsorgen und die Hände waschen. Zudem darf man nur nach telefonischer Anmeldung in einer Arztpraxis oder auf einer Notfallstation erscheinen.

Ausserdem rät das BAG, Abstand zu halten. Dies gilt zum Beispiel für das Anstehen in einer Schlange. Um die besonders gefährdeten älteren Menschen zu schützen, soll das Abstandhalten vor allem für sie und ihnen gegenüber gelten. Auch Teilnehmende von Sitzungen sollen körperlich auf Distanz gehen.

Während es anfangs lange seitens des BAG hiess, Masken böten keinen wirklichen Schutz vor Viren, ist die Maskentragepflicht seit Juli immer weiter ausgedehnt worden. Die aktuellen Regeln finden Sie hier.

Welche Maske ist die richtige?

Sehen Sie im Video, wie Sie sich und andere schützen können.

Coronavirus: Coronaviren sind eine Virusfamilie, zu der auch das derzeit weltweit grassierende Virus Sars-CoV-2 gehört. Da es anfangs keinen Namen trug, sprach man in den ersten Wochen vom «neuartigen Coronavirus».

Sars-CoV-2: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab dem neuartigen Coronavirus den Namen Sars-CoV-2 («Severe Acute Respiratory Syndrome»-Coronavirus 2). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss.

Covid-19: Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegserkrankung wurde Covid-19 (Coronavirus Disease 2019) genannt. Covid-19-Patienten sind dementsprechend Menschen, die das Virus Sars-CoV-2 in sich tragen und Symptome zeigen.

Ein ausführliches Glossar mit den 20 wichtigsten Begriffen im Zusammenhang mit der Pandemie finden Sie hier.

Mitarbeit: wej., len., gam., cts., cb., ase., alg., toc., eru., ran., med., nil., ni., amü., wde., bso. ela.; mit Agenturmaterial.

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