Switzerland

Der 7-Tage-Schnitt der Neuinfektionen zeigt klar nach oben – und alles Weitere zum Coronavirus in 27 Grafiken

Welches Land ist wie stark vom Virus betroffen? Was unternehmen Regierungen im Kampf gegen Sars-CoV-2? Die wichtigsten Daten und Fakten zum Coronavirus.

Die Zahl der bestätigten Infektionen in der Schweiz ist in den letzten Wochen wieder angestiegen. Am Mittwoch gab es gar einen neuen Höchstwert seit dem Ende des Lockdowns mit 274 Neuansteckungen.

Der Bundesrat hatte am 19. Juni die «ausserordentliche Lage» für beendet erklärt und zahlreiche einschränkende Massnahmen wieder aufgehoben. Zunächst hatte sich der 7-Tage-Durchschnitt bei rund 100 neuen bestätigten Fällen pro Tag stabilisiert. Einige Tage lang lag der 7-Tage-Durchschnittswert jedoch wieder bei über 150 Neuinfektionen, nun liegt er sogar bei über 170.

Zahl der Neuinfektionen in der Schweiz steigt an

Bestätigte neue Coronavirus-Fälle pro Tag in der Schweiz und Liechtenstein

Zahl der Neuinfektionen in der Schweiz steigt an - Bestätigte neue Coronavirus-Fälle pro Tag in der Schweiz und Liechtenstein

Dieser Anstieg ist im Vergleich zu den Zahlen von März und April aber noch immer tief, damals gab es über 1000 Neuinfektionen pro Tag.

Tägliche Neuinfektionen im Vergleich zu April auf tiefem Niveau

Täglich bestätigte Neuinfektionen in der Schweiz und Liechtenstein, 7-Tage-Schnitt bis vor 3 Tagen

März 2020Aug. 2020020040060080010001200

Laut den Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) gab es seit Ende Februar über 37 000 bestätigte Infektionen und über 1700 Todesfälle. Die meisten Patienten, die sich in der Schweiz mit dem Virus angesteckt haben, dürften bereits wieder genesen sein.

Über 37 000 Fälle in der Schweiz

Bestätigte Coronavirus-Fälle in der Schweiz und Liechtenstein (in Tausend)

Am stärksten von der Pandemie betroffen sind der Kanton Genf und das Tessin. Dort waren laut Zahlen der Kantone schon über 12oo beziehungsweise 980 Personen pro 100 000 Einwohner mit dem Virus infiziert.

Die lateinische Schweiz ist stärker betroffen als die Deutschschweiz

Anzahl der Coronavirus-Fälle pro 100 000 Einwohner, nach Kanton

Die lateinische Schweiz ist stärker betroffen als die Deutschschweiz - Anzahl der Coronavirus-Fälle pro 100 000 Einwohner, nach Kanton

In den vergangenen Wochen hat sich die Situation vor allem in den Kantonen Genf und Zürich verschärft: Anteilsmässig finden nun über 40 Prozent der Neuinfektionen in den Kantonen Genf und Zürich statt. Im Tessin und im Waadtland werden aktuell anteilsmässig weniger Fälle gemeldet als zu Beginn der Pandemie.

Anteilsmässig gibt es in Genf und Zürich nun mehr Fälle, im Tessin und im Waadtland weniger

Anteil der bestätigten Coronavirus-Infektionen, nach Kanton, in Prozent

ZHGEAGSGSOLUSHTGBEZGARGLURAIFLOWSZNWJUNEBSBLFRGRVSVDTI05101520

In letzter Zeit wurde auch wieder mehr getestet. Die Testfrequenz war teils höher als auf dem Höhepunkt des Ausbruchs in der Schweiz Ende März, nun ist sie wieder auf ein tieferes Niveau gesunken. Zur Zeit gibt es deutlich weniger positive Fälle als im Frühling.

Anfang Juli wurde am meisten getestet

Anzahl positive und negative Coronavirus-Tests in der Schweiz und Liechtenstein, Durchschnitt der letzten 7 Tage

In den vergangenen Wochen ist der Wert der positiven Tests jedoch im 7-Tage-Durchschnitt angestiegen. Er liegt derzeit bei etwa 4 Prozent, Ende Mai lag er bei 0,5 Prozent. Ende März war der Anteil der positiven Tests mit 20 Prozent weit höher.

Der Anteil der positiven Tests nimmt zu

Anteil der postitiv ausgefallenen Coronavirus-Tests (7-Tage-Schnitt) in der Schweiz und Liechtenstein, in Prozent

Die Zahlen des BAG zeigen zudem: Die in den letzten zwei Wochen bestätigten Coronavirus-Fälle betreffen vor allem jüngere Menschen. 30 Prozent der neuen Fälle wurde in der Altersgruppe von 20 bis 29 Jahren festgestellt, während über alle Fälle gesehen die 50- bis 59-Jährigen am stärksten betroffen sind.

Jetzt trifft das Coronavirus vor allem Personen in ihren Zwanzigern

Anteil der bestätigten Coronavirus-Infektionen, nach Altersgruppe, in Prozent

0 - 910 - 1920 - 2930 - 3940 - 4950 - 5960 - 6970 - 7980+0102030

Diese Entwicklung schlägt sich auch in den Hospitalisierungen und Todesfällen nieder - es werden weniger Patienten hospitalisiert und es gibt weniger Todesfälle. Relativ zur Anzahl neuer Fälle betrachtet, zeigt sich ein deutlicher Rückgang der Zahlen gegenüber der Hochphase der ersten Welle. Obwohl die Fallzahlen bereits seit einigen Wochen gestiegen sind, zeigt sich bei den Todesfällen kein Anstieg.

Hospitalisierungen und Todesfälle auf niedrigem Niveau

Hospitalisierungen im Verhältnis zur Anzahl neuer Fälle, in Prozent

Todesfälle im Verhältnis zur Anzahl neuer Fälle, in Prozent

1 Höhepunkt der ersten Welle: Durchschnittlich 1068 Fälle pro Tag

2 Entspannung der Lage: Durchschnittlich 14 Fälle pro Tag

3 Fallzahlen stiegen wieder deutlich: Durchschnittlich fast 100 pro Tag

Die Berechnungen des Forscherteams um Tanja Stadler an der ETH Zürich weisen ebenfalls darauf hin, dass der Lockdown gewirkt hat. Anhand der bestätigten Infektionen, der Zahl der Hospitalisierungen und der Todesfälle hat die Arbeitsgruppe rekonstruiert, wie sich die sogenannte Reproduktionszahl in der Schweiz seit Anfang März entwickelt hat. Diese Zahl muss unter 1 liegen, damit das exponentielle Wachstum gestoppt wird. Denn so steckt eine infizierte Person im Mittel weniger als eine weitere an.

Laut den Berechnungen lag die Reproduktionszahl kurz nach Beginn des Lockdowns bis Mitte Mai unter 1. Zurzeit liegt R ungefähr bei 1 (Schätzung reicht aktuell bis zum 3. August).

Reproduktionszahl in der Schweiz liegt ungefähr bei 1

Schätzung der Reproduktionszahl, basierend auf den bestätigten Fällen in der Schweiz

1 13.–16. März: Grossteil der Lockdown-Massnahmen treten in Kraft.

2 27. April: Erste Lockerungen treten in Kraft.

3 11. Mai: Geschäfte und Restaurants wieder geöffnet.

4 6. Juni: Veranstaltungen bis 300 Personen wieder erlaubt, Freizeitbetriebe öffnen.

5 20. Juni: Zahlreiche Lockerungen treten in Kraft

In der Statistik der wöchentlichen Todesfälle in der Schweiz sieht man zudem nun, wie schwerwiegend die erste Welle der Covid-19-Pandemie im Vergleich zu einer Grippewelle ist. In der Kalenderwoche 14 (endete am 5. 4.) wurden 411 Todesfälle bei Menschen über 65 Jahren mehr verzeichnet, als statistisch zu diesem Zeitpunkt zu erwarten wäre. In den Folgewochen ist die Zahl aber wieder zurückgegangen – durch den Lockdown dürfte eine weitaus grössere Übersterblichkeit verhindert worden sein. Seither bewegen sich die Todesfälle am unteren Rand der Bandbreite der statistischen Erwartung, teilweise ist es auch zu einer leichten Untersterblichkeit gekommen.

Leichte Untersterblichkeit in der Schweiz

Statistisch erwartbare und tatsächlich eingetroffene Todesfälle pro Woche bei Menschen über 65 Jahren in der Schweiz

Erwartete Todesfälle (Bandbreite)

Tatsächliche Todesfälle

1 Starke Grippewelle

2 Hitzewelle

3 Starke Grippewelle

4 Corona-Welle

Das Total der Übersterblichkeit während der ersten Corona-Welle beträgt 1054 Todesfälle – in der Grippesaison 2015 starben 1322 Menschen mehr als statistisch erwartet worden war. Sämtliche Fälle der jetzigen Übersterblichkeit Covid-19 anzurechnen, wäre falsch, denn die Lungenkrankheit ist selten die einzige Todesursache. Viele Patienten haben Vorerkrankungen. Bei Personen unter 65 Jahren gibt es laut den Zahlen des Bundesamtes für Statistik gegenwärtig keine Übersterblichkeit.

Die Ausbreitung in der Schweiz ist derzeit gebremst, ähnlich wie in anderen europäischen Staaten. Nachdem die Kurve über längere Zeit flacher als in anderen Ländern verlief, sind seit Juni viele einschränkenden Massnahmen aufgehoben. Dies zeigt sich auch im «Stringency Index» der Universität Oxford, der misst, wie stark die Einschränkungen sind, die die Regierungen verhängt haben. Im Vergleich zu manch anderen europäischen Ländern, hat die Schweiz seit Mitte Mai stärker gelockert.

Manche Länder lockern die Massnahmen vergleichsweise vorsichtig

Oxford Stringency Index, in Prozent

Manche Länder lockern die Massnahmen vergleichsweise vorsichtig - Oxford Stringency Index, in Prozent

Wie stark hängen die Lockerungen mit den wieder steigenden Fallzahlen zusammen? Eine Aussage des Epidemiologen Christian Althaus auf Twitter impliziert, dass sie direkt zusammenhängen. Tatsächlich verzeichnet Schweden mit vergleichsweise lockeren Massnahmen immer noch etwas mehr tägliche Neuinfektionen als die Schweiz. Allerdings gibt es auch Länder wie Spanien, die laut Stringency-Index einen hohen Wert aufweisen und dennoch mit weitaus höheren Infektionszahlen konfrontiert sind.

Die Schweiz liegt im europäischen Mittelfeld bei den Neuinfektionen

Tägliche Neuinfektionen mit Covid-19 pro 100 000 Einwohner (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), 15 europäische Länder

Die Schweiz liegt im europäischen Mittelfeld bei den Neuinfektionen - Tägliche Neuinfektionen mit Covid-19 pro 100 000 Einwohner (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), 15 europäische Länder

Weitet man die Betrachtung auf die ganze Welt aus, so zeigt sich, dass die grössten Infektionsherde derzeit in Lateinamerika sind. Nur wenige europäische Länder sind in der Liste der 20 Länder, die momentan die meisten Neuinfektionen pro Kopf verzeichnen, zu finden – die Schweiz ist nicht dabei.

Im weltweiten Vergleich verzeichnen lateinamerikanische Länder die meisten Neuinfektionen

Neuinfektionen mit Covid-19 pro 100 000 Einwohner, 20 Länder* mit den meisten Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner, gleitender 7-Tage-Durchschnitt

05101520KolumbienBrasilienPeruIsraelUSAArgentinienBolivienChileDom. RepublikIrakSüdafrikaSpanienEcuadorRumänienEl SalvadorKirgistanBelgienGuatemalaHondurasMexiko

Die folgende Grafik zeigt die 20 Länder mit den meisten Coronavirus-Fällen pro Kopf insgesamt. Auch hier kommen nur wenige europäische Länder vor. Chile ist derzeit mit deutlichem Abstand das am stärksten betroffene Land weltweit.

Lateinamerikanische Länder und die USA sind auch pro Kopf stark betroffen

Alle bestätigten Coronavirus-Fälle auf 100 000 Einwohner, 20 Länder* mit den meisten Erkrankungen auf 100 000 Einwohner

0500100015002000ChileUSAPeruBrasilienIsraelSüdafrikaSingapurSaudiarabienKolumbienBolivienSchwedenDom. RepublikWeissrusslandSpanienBelgienVAEKirgistanRusslandArgentinienEcuadorKasachstan

Der Pro-Kopf-Vergleich der Infizierten ist mit Vorsicht zu geniessen. Erstens, weil in Ländern mit kleinerer Bevölkerung der Pro-Kopf-Anteil schneller ansteigt als in grösseren Ländern, und zweitens, weil viele Länder sehr unterschiedliche Testverfahren haben.

Die Schweiz fällt zurück beim Testing pro Kopf

Coronavirus-Testhäufigkeit in ausgewählten Ländern, kumulierte Tests

Land Stand
Luxemburg 19.07. 551
Bahrain 20.07. 427
Dänemark 19.07. 226
Island 19.07. 201
USA 19.07. 138
Australien 20.07. 136
Grossbritannien 20.07. 119
Italien 20.07. 104
Neuseeland 18.07. 92
Österreich 21.07. 89

Aussagekräftiger für einen Ländervergleich ist darum die Zahl der Verstorbenen. Hier kommt die Schweiz pro Einwohner im weltweiten Vergleich auf eine relativ hohe Zahl. Auf 100 000 Einwohner sind bisher in der Schweiz rund 23 Personen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Andere Länder sind jedoch noch stärker betroffen. Belgien, mit 11 Millionen Einwohnern ähnlich gross wie die Schweiz, verzeichnet mehr als dreimal so viele Tote pro Kopf. Belgien zählt allerdings auch die Todesfälle in Pflegeheimen, während andere Länder nur die Todesfälle in Spitälern berücksichtigen. Grossbritannien verzeichnet ebenfalls relativ viele Tote pro Kopf – noch vor Spanien und Italien.

Belgien und Grossbritannien haben am meisten Tote pro Kopf zu beklagen

Anzahl Corona-Tote pro 100 000 Einwohner, 20 Länder* mit den meisten Toten auf 100 000 Einwohner

BelgienGrossbritannienPeruSpanienItalienSchwedenChileUSABrasilienFrankreichMexikoNiederlandeEcuadorBolivienKolumbienKanadaKirgistanIranSchweizSüdafrika86,8170,3767,8861,2258,356,7254,9951,0850,3545,3743,8235,9135,1834,2128,4924,4623,5423,4323,3819,51

Die Todeszahlen sind jedoch mit einer Unsicherheit behaftet, denn in den meisten Ländern gehören zu dieser Statistik nicht nur jene Personen, die an Covid-19 gestorben sind, sondern auch jene, die im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben sind. Das sind also zum Beispiel Personen, die einen Herzinfarkt erleiden und sterben und die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, aber keinerlei Symptome gezeigt haben.

Die Vereinigten Staaten zählen derzeit mit mehr als 5,2 Millionen Infizierten absolut die meisten bestätigten Fälle der Welt (Stand 13. 8.).

In den USA überschreitet die Zahl der Infektionen fünf Millionen

Bestätigte Coronavirus-Fälle in den USA, nach Status der Patienten (in Millionen)

Innert 24 Stunden werden durchschnittlich mehr als 1000 Verstorbene gezählt. Die Gesamtzahl der registrierten Toten liegt bei über 167 000.

Während die Zahl der täglichen bestätigten neuen Fälle in der EU lange Zeit konstant blieb, war sie in den USA stark angestiegen. Mittlerweile ist allerdings ein Rückgang zu verzeichnen - auf hohem Niveau.

Erneut leichter Anstieg in der EU

Tägliche Anzahl der neu bestätigten Coronavirus-Fälle, gleitender Durchschnitt über die jeweils letzten 7 Tage (in Tausend)

Das Coronavirus verbreitete sich zunächst vor allem im Staat New York und an der übrigen Ostküste. Im Moment scheint der Schwerpunkt der Verbreitung im Süden und im Westen zu liegen. Pro Kopf sind Louisiana und Arizona derzeit am stärksten betroffen.

Diese US-Gliedstaaten sind am stärksten betroffen

Bestätigte Coronavirus-Fälle auf 100 000 Einwohner, 15 Gliedstaaten mit den meisten Erkrankungen auf 100 000 Einwohner

0100020003000LouisianaArizonaFloridaMississippiNew YorkAlabamaNew JerseySouth CarolinaGeorgiaRhode IslandNevadaTexasWashington D.C.TennesseeMassachusetts

Ein Pro-Kopf-Vergleich der grössten US-Gliedstaaten zeigt, dass vielerorts offenbar erst in den letzten Wochen der Höhepunkt der ersten grossen Welle verzeichnet wurde. In Florida gab es teils mehr neue tägliche Fälle pro Kopf als am Höhepunkt der ersten Welle in New York.

Die Zahl der Neuinfektionen geht nun auch in Florida deutlich zurück

Tägliche Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den fünf grössten US-Gliedstaaten, gleitender 7-Tage-Durchschnitt

Laut Johns-Hopkins-Universität haben sich global über 20 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Es sind bereits 190 Länder von der Pandemie betroffen. Die Pandemie breitet sich nach wie vor rasant aus und die Zahl der täglichen Neuinfektionen steigt stetig (derzeit über 270 000 neue Fälle pro Tag).

Die weltweit bestätigten Infektionszahlen überschreiten 20 Millionen

Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle weltweit (in Millionen)

Die Anzahl bekannter Infizierter hinkt stets der Realität hinterher. Es ist davon auszugehen, dass die Zahl der effektiv mit dem Virus infizierten Personen überall höher liegt. Zum einen werden in vielen Ländern nur Risikopatienten und Patienten mit starken Symptomen getestet. Zum anderen verstreichen zwischen der Ansteckung und dem Auftreten erster Symptome etwa fünf Tage, und auch der Sars-CoV-2-Test und seine Auswertung brauchen Zeit.

Wenn es darum geht, das weltweite Fortschreiten der Epidemie zu zeigen, ist der einer der verlässlicheren Anhaltspunkte die Zahl der Toten. Denn im Gegensatz zu den bestätigten Infektionszahlen, wo es grosse Unsicherheiten wie unterschiedliche Zählweisen und hohe oder niedrige Testing-Intensitäten gibt, sind die Todeszahlen in der Regel verlässlich, auch wenn es hier Unterschiede in der Methode der Erfassung geben kann.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die tägliche Anzahl der Toten entwickelt. Während einige Länder die Zahlen senken konnten, steigen sie in anderen weiter an.

In welchen Ländern die Todesfallzahlen steigen, sinken oder stagnieren

Tägliche Anzahl der Coronavirus-Toten, gleitender Durchschnitt über die letzten 7 Tage

In vielen Schwellenländern sind die Fallzahlen stark angestiegen, Brasilien, Russland und Indien zählen nach den USA absolut am meisten Fälle. Warum die Fallzahlen dort zuerst langsamer gestiegen sind, nun aber stärker zunehmen, kann mehrere Gründe haben – etwa tiefere Testkapazitäten, aber auch lokale Besonderheiten.

Steigende Fallzahlen in vielen Schwellenländern

Bestätigte Coronavirus-Ansteckungen nach Land und Anzahl Tagen seit dem 100. Fall

Steigende Fallzahlen in vielen Schwellenländern - Bestätigte Coronavirus-Ansteckungen nach Land und Anzahl Tagen seit dem 100. Fall

In Lateinamerika steigen die Fallzahlen derzeit sehr stark an. Brasilien meldet weiterhin eine steigende Zahl der Neuinfektionen und auch in Kolumbien zeigt sich deutlich, dass die Kurve noch nicht abflacht.

In Brasilien steigen die Zahlen weiter an

Bestätigte Coronavirus-Ansteckungen nach Land und Anzahl Tagen seit dem 100. Fall

In Brasilien steigen die Zahlen weiter an - Bestätigte Coronavirus-Ansteckungen nach Land und Anzahl Tagen seit dem 100. Fall

Aktuell zählt jedoch Asien wieder am meisten neue Fälle. Gerade in Indien steigen die Fallzahlen stark.

Asien mit den meisten neuen Corona-Fällen

Tägliche Anzahl der neu bestätigten Coronavirus-Fälle, gleitender Durchschnitt über die letzten sieben Tage, nach Kontinent (in Tausend)

Die Entwicklung der Pandemie kann in verschiedene Phasen eingeteilt werden: Zunächst trat das Virus in der chinesischen Provinz Hubei auf, dann breitete es sich im ganzen Land und in anderen Ländern in der Region aus. Die Zahl der bestätigten Fälle in China hat sich bereits im März stabilisiert, und das Virus konnte dort unter Kontrolle gebracht werden.

Eine Analyse von Nikolai Thelitz, Alexandra Kohler, Barnaby Skinner, Jonas Oesch, Balz Rittmeyer, Joana Kelén, Anja Lemcke, Julia Monn, Christian Kleeb, Dominik Batz, Kaspar Manz und Florian Seliger.

Hinweis: Um sich über die Gefahren, die mit dem Coronavirus einhergehen, wie auch über aktuelle Massnahmen in der Schweiz zu informieren, besuchen Sie die Informationswebseite des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Weitere Informationen auf Englisch erhalten Sie auf der Website der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die NZZ hat alle Artikel zum Coronavirus hier zusammengestellt. Alles zu den Symptomen und Tipps für den Alltag finden Sie hier.

Methodikhinweis: Dieser Artikel wird jeweils Montag bis Freitag aktualisiert. Für die Schweiz nutzen wir die Zahlen der Kantone, die das Statistische Amt des Kantons Zürich auf Github zur Verfügung stellt. Da vor dem 23. März nicht alle Kantone Zahlen rapportierten, nutzen wir bis zum 23. März die Zahlen der Johns-Hopkins-Universität (JHU). Bei internationalen Vergleichen verwenden wir auch für die Schweiz Zahlen der JHU, um die Vergleichbarkeit zu optimieren. Die Forscher der JHU erheben die Infiziertenzahlen aus verschiedenen Quellen, darunter von den Gesundheitsministerien, aber auch mittels inoffizieller und schneller Quellen wie Online-Nachrichtendiensten und lassen sie jeweils von offiziellen Stellen bestätigen (im Detail hier erklärt). Die Zahlen der JHU sind oft höher als jene der Behörden der einzelnen Länder, zum Beispiel als die des Robert-Koch-Instituts in Deutschland.

Alle Zahlen, die wir zeigen, beziehen sich nur auf die bestätigten Coronavirus-Infektionen in den jeweiligen Ländern. Es ist davon auszugehen, dass die Zahl der effektiven Corona-Infizierten überall höher liegt. Die Wissenschafter sind darauf angewiesen, dass die Regierungsstellen korrekte Angaben machen, was nicht immer sichergestellt ist. Zudem können national oder regional unterschiedliche Vorgehensweisen und eine variierende Häufigkeit von Tests einen Einfluss auf die Vergleichbarkeit der Fallzahlen haben. Die Zahlen der JHU weisen zum Teil kleine Lücken und Korrekturen auf. Mehr dazu, wie die NZZ Daten zum Coronavirus verwendet, lesen Sie hier.


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