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Der harsch kritisierte Mesut Özil setzt zum Konter an: «Man versucht, mich zu zerstören»

Fast 420'000 Franken verdient er bei Arsenal – pro Woche! Doch Mesut Özil (31) gehört in London längst nicht mehr zu den Leistungsträgern. In der abgelaufenen Premier-League-Saison kommt der deutsche Weltmeister von 2014 nur in 18 von 38 Spielen zum Einsatz. Seit der Corona-Pause überhaupt nicht mehr. Für Trainer Mikel Arteta ist er kein Faktor mehr, Arsenal will Özil loswerden.

Dennoch beharrt der offensive Mittelfeldmann darauf, seinen Vertrag, der bis Sommer 2021 läuft, zu erfüllen. Wer will schon freiwillig auf dieses Gehalt verzichten? Özil: «Meine Position ist klar, ich bleibe hier bis zum letzten Tag unserer Vereinbarung», sagt er gegenüber dem Online-Magazin «The Athletic». «Wenn ein Verein will, dass ein Spieler geht und der Spieler das ablehnt, muss der Verein das akzeptieren. Ausser man findet zusammen eine Lösung. Ich will nicht gehen, damit hat sich das.»

Kein Einsatz seit der Corona-Pause

Seit der Corona-Paus ist Özil nicht mehr für Arsenal aufgelaufen. In England hat man deshalb darüber spekuliert, ob der 31-Jährige zu wenig fit ist. Doch der Spieler weist die Spekulationen zurück. «Ich war vor der Pause fit genug für jedes Spiel. Und abgesehen von einer kleinen Verletzung, war ich es auch danach», sagt Özil. Und er glaubt tatsächlich noch daran, bald wieder für die Gunners zu spielen. «An Situationen wie diesen werde ich niemals zerbrechen, die machen mich nur noch stärker. Ich habe früher gezeigt, dass ich in die Mannschaft zurückkommen kann, und ich werde es wieder zeigen.»

Zuletzt ist der Top-Verdiener stark in der Kritik gestanden, weil er während der Corona-Krise ein Gehaltsverzicht abgelehnt haben soll. «Wir hatten nicht genug Details, wir sollten einfach zustimmen», begründet er diesen Entscheid. «Ich war am Ende nicht der einzige Spieler, aber nur mein Name kam raus. Wer mich kennt, weiss genau, wie grosszügig ich bin.» Zudem kann er offenbar nicht einfach so auf Geld verzichten. «Ich habe ein Baby zu Hause, und ich habe Verpflichtungen gegenüber meiner Familie hier, in der Türkei und in Deutschland und für meine Charity-Projekte.»

Özil fühlt sich unfair behandelt. Es gebe Leute, die «seit zwei Jahren versuchen, mich zu zerstören, mich unglücklich zu machen, eine Agenda voranzutreiben, von der sie hoffen, dass sie die Fans gegen mich aufbringt und ein Bild zeichnet, das nicht wahr ist.»

Die Erdogan-Affäre

Seit 2013 kickt Özil nun bei Arsenal. Beliebt ist er längst nicht mehr so wie auch schon. Vor allem das Foto mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan hat 2018 europaweit für Schlagzeilen gesorgt. «Erdogan ist der derzeitige Präsident der Türkei, und ich würde dieser Person immer Respekt zollen, wer auch immer es ist», hat sich Özil daraufhin gerechtfertigt. Weil er aufgrund dieses Fotos rassistische Anfeindungen und viel Kritik geerntet und er sich vom deutschen Fussballbund mehr Rückendeckung erhofft hat, tritt Özil im Sommer 2018 aus der deutschen Nationalmannschaft zurück.

Bereut hat er es nie. Noch immer ist Özil ein Befürworter Erdogans. So ist der türkische Staatschef letztes Jahr auch der Trauzeuge von Özil an dessen Hochzeit mit Amine Gülse. Auch deswegen wird der Kicker immer wieder mit einem Transfer zu Basaksehir in Verbindung gebracht. Erdogan ist ein grosser Fans des amtierenden türkischen Meisters.

Aktuell kursieren Gerüchte, dass sich Özil mit Basaksehir-Trainer Okan Buruk getroffen haben soll. Ob der Arsenal-Profi doch in die Türkei wechselt? Nach Özils jüngsten Aussagen ist dies eher unwahrscheinlich. Auch wenn es in London sicherlich einige Leute geben wird, die dafür die Daumen drücken. (mam)

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