Switzerland

Die älteste Schweizerin ist 112 Jahre alt geworden – nun ist sie gestorben

Alice Schaufelberger wurde vor dem Ersten Weltkrieg geboren. Kürzlich ist sie in einem Zürcher Altersheim für immer eingeschlafen.

Im Alterszentrum Grünhalde in Zürich Seebach ist Alice Schaufelberger vor einigen Tagen mit 112 Jahren und 295 Tagen gestorben. Wie der «Tages Anzeiger» berichtet, ist sie vor 20 Jahren hierher gezogen. Seit 2017 war Schaufelberger die älteste Schweizerin.

Sie habe die Bibel am Schluss mit der Lupe gelesen. Meistens sei sie in ihrem Lehnstuhl gesessen, ein kleines Tischchen vor sich mit einer Blume darauf, sagte Iris Ritte, die Leiterin des Stadtzürcher Alterszentrums, dem «Tages Anzeiger». Die hochbetagte Bewohnerin betrachtete gerne die grosse Tanne draussen. Bei Regen öffnete sie jeweils das Fenster, um den Duft der Nadeln zu riechen. Sie war offenbar eine zufriedene und warmherzige Person.

Mit der Postkutsche unterwegs

Aufgewachsen ist die im Jahr 1908 geborene Alice Schaufelberger im aargauischen Reitnau. Als ihr Vater starb, arbeitete die Mutter in einer Weberei und sorgte alleine für die drei Kinder. Ihr Bruder habe sie jeweils aus dem Bett genommen und angezogen. «Komm , du kleines Entli», habe er gesagt. Das schreibt die Autorin Mena Kost, die Alice Schaufelberger im Buch «Ausleben» porträtiert hat.

Nach Aarau fuhr damals noch eine Postkutsche. Das Wasser holte die Familie jeweils mit dem «Milchchessi» beim Brunnen der Nachbarn , weil die eigene Quelle versiegt war. Schokolade gab es nur an Weihnachten. «Das war wunderbar. Gleichzeitig machte es uns traurig, weil wir daran erinnert wurden, was wir alles nicht hatten», sagte Schaufelberger vor zwei Jahren der «Aargauer Zeitung».

Nach der Schule machte sie eine Lehre im Reformhaus Müller in Zürich und lernte ihren Mann Jakob kennen. Er war war Lagerist. Sie heirateten kurz vor dem Zweiten Weltkrieg. Kinder hatten sie keine. Nach 35 Jahren Ehe starb ihr Mann. Alice Schaufelberger blieb in der Wohnung, «weil es mir war, als sei er dort in meiner Nähe». Sie habe stets schauen müssen, wie sie durchkomme, und nicht wehleidig sein können. «Ein Jammeri war ich nie. Ich sage immer allen Danke», zitiert sie der «Tages Anzeiger».

Über den Tod nachgedacht

«Zum Glück kann ich noch immer aufstehen am Morgen», sagte Schaufelberger der «Schweizer Illustrierten» vor drei Jahren. Sie habe zwar manchmal ein kleines «Chrüsimüsi » im Kopf, und ihre Strümpfe könne sie nicht mehr alleine anziehen. «Wenn ich mich bücke, falle ich um. Ich habe irgendwie keinen Halt mehr.»

Über den Tod machte sie sich oft Gedanken. Eigentlich reiche es jetzt langsam, sagte sie. Sie habe keine Wünsche, Ängste und Träume mehr. Alles, was sie noch brauche, sei Geduld, bis das Leben irgendwann ausklinge.

Football news:

Die Wahl des Präsidenten Barcelona planen am 7. März
Alex Ferguson: zum Glück war ich im Ruhestand, als ich das Liverpool-Spiel in den letzten zwei Jahren gesehen habe
Nun, Wayne Rooney ist jetzt Trainer. Es ist toll, dass wir seine Karriere gesehen haben - und uns jetzt alle an die abschiedsgalerie vor dem Neuanfang erinnern können. Am Freitag hatte Derby County den 35-jährigen Wayne Rooney zum ständigen Trainer ernannt (seit Ende November war er Interimstrainer). Für den besten Torschützen in der Geschichte von Manchester United und der englischen Nationalmannschaft wurde die Spielerseite so geschlossen
Neymar: in den sozialen Netzwerken gibt es viel Neid und Hass. Der echte Neymar kennt Freunde, Familie und Kollegen
Neymar: Gott sei Dank für das Charisma. Ich habe die Gabe, mich von den anderen zu unterscheiden
Wayne Rooney: Es ist Zeit, die junge Generation zu führen. Ich hatte eine großartige Karriere
Lineker über Rooney: Einer unserer größten Spieler. England hätte die Euro 2004 gewonnen, wenn er sich nicht verletzt hätte