Switzerland

Die Millionen fürs Hallenbad sind bewilligt – und Schule erhält Fachstelle für Medien und Informatik

Üblicherweise geht es an den Uitiker Gemeindeversammlungen gesellig zu und her. Nicht so am Dienstag, als wegen des Coronavirus Abstand gewahrt wurde. Die Anwesenden mussten sich im Vorfeld anmelden und die Bestuhlung war nicht wie sonst in langen Tischreihen organisiert, sondern in Zweiergruppen mit zwei Meter Abstand.

So stimmte die Versammlung über die Rechnung der politischen Gemeinde ab, die wesentlich besser als budgetiert ausfiel und ein Plus von 4,1 Millionen Franken auswies. Den grössten Brocken der positiven Abweichung machten höhere Einnahmen bei den Steuern aus. Für den Finanzvorstand Markus Hoppler (CVP) war dies natürlich ein erfreuliches Ergebnis: «Besonders die Grundstück­gewinnsteuern fielen um 1,6 Millionen Franken höher aus als ­angenommen», erklärte er. ­Einstimmig sprachen sich die 82 Anwesenden für die ­Genehmigung der Jahres­rechnung aus.

Weiter wurde der Kredit über 3,5 Millionen Franken für die Sanierung des Hallenbades Allmend vorberaten. Eine Entscheidung fällen die Stimmberechtigten kommenden September an der Urne. Die Rechnungsprüfungskommission (RPK) fragte, in welcher Form das Bad in Zeiten von Social Distancing überhaupt genutzt werden könne. Der Präsident der RPK und Kantonsrat ­André Müller (FDP) monierte, dass das finanzielle Risiko, das die Gemeinde mit dem Bad eingehe, mit Corona grösser geworden sei. Aber was wären die Konsequenzen, wenn man auf die Sanierung verzichten würde? «Sieht man von den Arbeiten ab, müsste man das Bad in nicht allzu ferner Zukunft schliessen», sagte Müller. Dies wolle man nicht, weshalb sich die RPK für den Kredit aussprach. Dies sahen auch die ­Anwesenden an der Gemeinde­versammlung so: Sie empfehlen den Stimmberechtigten einstimmig, im September ein Ja in die Urne zu legen.

Auch bei der Rechnung der Schulgemeinde wurden die Erwartungen übertroffen. Insbesondere lag der Ertrag aus den Steuern um rund 2,2 Millionen Franken höher als budgetiert. Finanzvorsteher Arthur Blaser (FDP) erklärte dieses Ergebnis mit höheren Steuereinnahmen und mit geringeren Personalkosten, weil im vergangenen Jahr jüngere Lehrer angestellt wurden. Das Eigenkapital der Schule erhöht sich von 7,5 Millionen auf 10,5 Millionen Franken. «Es war ein gesundes Jahr», so Blaser.

Schule erhält Fachstelle für Medien und Informatik

Auch der Kredit von 135 000 Franken für die Fachstelle ­Medien und Informatik der Schule Uitikon wurde mit nur zwei Gegenstimmen genehmigt. «Der Einsatz von digitalen Medien muss einen Mehrwert haben», sagte Caroline Cada (Elternverein). Die Vizepräsidentin der Schulpflege und Verantwortliche für die Abteilung Schulentwicklung betonte die Wichtigkeit digitaler Fertigkeiten für die Zukunft der Kinder.

Ein Gegner des Kredits kritisierte aber, dass die Herausforderungen der Digitalisierung im Rahmen des bestehenden Schulapparates zu bewältigen seien. «Will man ein Glas Milch, kauft man sich schliesslich auch keine Kuh.» Daher lehne er diesen Antrag ab. In der bestehenden Organisation verfüge man über keine Lehrperson, die über das nötige Wissen verfüge, erklärte Cada. Bei der Abstimmung gaben ihr die anwesenden Stimmberechtigten recht.

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