Switzerland

Die ZSC Lions lassen die Muskeln spielen: Der Nationalstürmer Sven Andrighetto unterschreibt für fünf Jahre

Mit Pius Suter und Tim Berni verliert der Ligaprimus ZSC zwei Premium-Spieler an die NHL. Doch das Management reagierte schnell – das Engagement von Sven Andrighetto stellt sicher, dass der Trainer Rikard Grönborg weiter mit einem Luxuskader arbeiten kann.

Bald im Hallenstadion und im Dress der ZSC Lions zu sehen: Sven Andrighetto.

Bald im Hallenstadion und im Dress der ZSC Lions zu sehen: Sven Andrighetto.

Melanie Duchene / Keystone

Es hatte etwas Rührendes, als Pius Suter bei seinem Abschied aus Zürich am Montag sagte, nun sei die Bühne frei für seinen Bruder. Kaj, 22, ist ein talentierter Center, der in den letzten zwei Jahren in der Swiss League fleissig Punkte gesammelt hat. Die Chancen stehen gut, dass aus ihm ein Stammspieler in der National League erwächst. Aber Suter für Suter, das wäre für die Saison 2020/21 ein unvorteilhafter Tausch gewesen. Zumal für den ZSC, diese stolze Premium-Organisation mit dem Selbstverständnis, der Krösus der Liga zu sein. Es ist darum nur logisch, dass die Zürcher zwei Tage nach dem Abgang des Topskorers Pius Suter einen Hochkaräter als Nachfolger verpflichteten. Sven Andrighetto kehrt nach zehn Jahren in der Fremde zu seinem Stammklub zurück. Der 27-Jährige unterschrieb bis 2025. Länger ist im ZSC niemand gebunden.

Mit dem Zuzug des Nationalstürmers lassen die Zürcher die Muskeln spielen; es ist ein weiterer dieser Prestigetransfers, für die der Klub ein Flair entwickelt hat. 2018 war es die Verpflichtung von Denis Hollenstein aus Kloten gewesen, 2019 das Engagement des Künstlers Garrett Roe aus Zug.

Im Play-off um Andrighetto setzte sich der ZSC vorab gegen den Emporkömmling aus Lausanne durch. Der Flügelstürmer stellt fraglos eine Bereicherung dar, er garantiert, dass der Trainer Rikard Grönborg auch weiterhin mit einem Luxuskader arbeiten kann. Mit seiner Tempofestigkeit wirkt Andrighetto wie geschaffen für die National League, er kann für Spektakel sorgen. Doch ein Selbstläufer wird die Rückkehr in die Heimat nicht. Gerade im ersten Vertragsjahr ist es zuletzt kaum einem Heimkehrer gelungen, die himmelhohen Erwartungen zu erfüllen. Unter anderem mussten das Damien Brunner in Lugano oder Raphael Diaz in Zug lernen.

Vielleicht hilft es, dass Andrighetto nicht aus Nordamerika in die Schweiz wechselt, sondern aus Russland. 2019/20 stürmte er für Awangard Omsk, das Team des ehemaligen ZSC-Meistertrainers Bob Hartley; in 62 Einsätzen produzierte er 29 Skorerpunkte. Weil das Management mit den Darbietungen Andrighettos nicht zufrieden war, wurde der üppig dotierte Vertrag ein Jahr vor dem Ablaufdatum aufgelöst. Zuvor hatte der selbstbewusste Angreifer acht Jahre lang in Nordamerika gespielt, in der NHL kam er für Montreal und Colorado auf 227 Einsätze. Sein vielleicht bestes Eishockey zeigte Andrighetto an der WM 2018 in Kopenhagen, er war einer der Köpfe jenes Teams, welches sich in Dänemark in einen Rausch spielte und WM-Silber holte.

Seinen letzten Titel errang Andrighetto 2010/11 als Leihgabe im EHC Visp in der damaligen Nationalliga B. Ein Jahrzehnt später soll im Frühjahr mit dem ZSC der nächste Streich folgen.

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