Switzerland

Hotel-Hopping in den Bergen: Über einem die Eigernordwand

Eine Wanderung auf dem Eiger-Trail garantiert Tuchfühlung mit dem berühmten Berg. Und am Abend wartet das aufgegebene Gepäck auf einen.

Spektakulär: Eigernordwand-Passage auf dem Eiger-Trail.

Spektakulär: Eigernordwand-Passage auf dem Eiger-Trail.

Foto: PD

Vom Hotelzimmer in Grindelwald aus wirkt die Eigernordwand so überwältigend, dass man den Blick kaum lösen kann. Bei voller Sonne scheint die Wand fast schwarz, beim Einnachten zeigt sie sich wie ein Kaleidoskop in allen Schattierungen und Farben. Nun stehen wir davor – oder vielmehr darunter – auf dem Eiger-Trail. Als Normalwanderer kommt man dem mächtigen, 3970 Meter hohen Eiger nirgends näher.

Eine gute Stunde zuvor sind wir von der Bahnstation Alpiglen den Zickzackweg über Alpweiden hinauf zum Sandbach gewandert. Die Sonne bringt uns ins Schwitzen; der stäubende Wasserfall liefert eine willkommene Gratisdusche. Zum Glück sind wir nicht mit grossem Rucksack unterwegs – dank dem Konzept «Wander-Hopping von Hotel zu Hotel». Der Verbund der Private Selection Hotels & Tours bietet den Service in diversen Schweizer Regionen an. Unsere Koffer werden direkt ins Hotel am Ziel transportiert. Wir wandern nur mit leichtem Gepäck und haben ein Lunchpaket dabei, das nun im Schatten der Wand ausgepackt wird.

Nach dem schweisstreibenden Aufstieg zum Sandbach ein Blick ins Tal – der stäubende Wasserfall sorgt für etwas Abkühlung.

Nach dem schweisstreibenden Aufstieg zum Sandbach ein Blick ins Tal – der stäubende Wasserfall sorgt für etwas Abkühlung.

Foto: PD

Die Wand wirkt wie ein Emmentaler Käse

Beinahe überirdisch wirkt die Nordwand, schroff und zerklüftet. Mit unzähligen Löchern im grauen Kalkstein, fast wie ein Emmentaler Käse. Alpendohlen umkreisen mühelos die Bergspitzen. So einfach wie die Vögel kommen die Alpinisten diese 1800 Meter hohe Wand nicht hinauf. Viele Stellen tragen spezielle Namen, die sogar Nichtalpinisten geläufig sind: Hinterstoiser-Quergang, Todesbiwak oder Spinne. Seitdem Anderl Heckmair 1938 die Eigernordwand mit einer deutsch-österreichischen Vierergruppe in vier Tagen erstmals durchstiegen hat, ist sie ein Mythos. Heute erklettern die Alpinisten die Wand freilich weit schneller. Den Rekord hält immer noch Ueli Steck mit 2 Stunden, 22 Minuten und 50 Sekunden.


«Heute ist keiner am Seil», sagt Hans Steffen, den wir auf dem Eiger-Trail antreffen. Der Mitarbeiter der Jungfraubahnen ist für den Unterhalt des alpinen Wanderweges verantwortlich. Er sehe die Alpinisten jeweils in den Biwaks, wenn sie nachts mit den Stirnleuchten herumnuschten, erzählt er lachend. Einmal in der Woche läuft Steffen den Trail ab. Er schaufelt Steine aus dem Weg, die Wildtiere (oder auch Bergsteiger) losgetreten haben, reinigt Wasserausläufe oder stapft neue Wege durch die Schneefelder, die bis in den Sommer liegen bleiben.

Hans Steffen hat gute Arbeit geleistet. Als wir die Schneefelder passieren, sind sie tipptopp präpariert. Inzwischen herrscht reger Betrieb auf dem Eiger-Trail. Die meisten Wanderer kommen uns allerdings entgegen. Sie sind beim Eigergletscher gestartet, was weniger anstrengend ist. Aber wir haben es auch bald geschafft. Allerdings mit einem kleinen Umweg, da derzeit Bauarbeiten für die neue V-Bahn im Gang sind. Sie wird ab Dezember den Eigergletscher direkt ab Grindelwald Grund durch die Luft erschliessen.

Oft wird die Rega zu spät gerufen

Einer, der die Gefahren der Eigernordwand besonders gut kennt, ist Christian Brawand. Allerdings nicht nur als Alpinist. Der Chef des Hotels Kirchbühl in Grindelwald, wo wir übernachtet haben, ist auch Rettungsspezialist. Seit bald zwanzig Jahren ist er regelmässig im Team der Bergretter im Einsatz und hat schon manchem aus der Wand geholfen. Meist würden die Leute die Rega zu spät alarmieren, besonders bei aufkommenden Wetterwechseln, sagt Hotelier Brawand. «Trotzdem nehmen die Einsätze zu, weil unsere Gesellschaft immer mobiler wird.»


Wir erreichen unser Wanderziel, die Kleine Scheidegg, zum Glück bei bestem Wetter und ohne Zwischenfälle. Nun gehts mit der Bahn nach Wengen, wo das Gepäck im Parkhotel Beausite wartet und wir eine willkommene Abkühlung im hoteleigenen Badeteich geniessen.

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit von Private Selection Hotels & Tours und der SonntagsZeitung

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