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«Ich habe mit Trump gar nicht so gesprochen – ich geb' dir dies - du gibst mir das»

«Ich habe mit Trump gar nicht so gesprochen – ich geb' dir dies - du gibst mir das»

Selenskyj und Trump. Was haben sie besprochen? Bild: EPA UKRAINE PRESIDENTIAL PRESS SERVI

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bestritten, dass es zwischen ihm und US-Präsident Donald Trump Absprachen über Ermittlungen gegen den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden gegeben hat.

«Ich habe mit US-Präsident Trump gar nicht in dieser Haltung gesprochen - ich geb' dir dies - du gibst mir das», sagte Selenskyj in einem am Montag im deutschen Magazin «Spiegel» veröffentlichten Interview. Darin beklagte der Staatschef einen Imageschaden, den sein Land durch die Ukraine-Affäre des US-Präsidenten erlitten habe.

«Die Vereinigten Staaten sind so etwas wie ein Signal für die Welt - für den Internationalen Währungsfonds und die Weltbank, für Europa», sagte Selenskyj. Wenn die USA sagten, die Ukraine sei korrupt, dann sei das «ein sehr hartes Signal», betonte der Präsident. «Ich möchte, dass die Vereinigten Staaten verstehen: Das hier ist jetzt ein anderes Land, wir sind völlig andere Leute.»

Trump, Selenskyj und das Telefonat

Die sogenannte Ukraine-Affäre des US-Präsidenten war von Enthüllungen um ein brisantes Telefonat zwischen Selenskyj und Trump vom Juni ausgelöst worden. Die US-Demokraten werfen Trump Amtsmissbrauch vor, weil er von der Ukraine Ermittlungen gegen seinen möglichen Kontrahenten im Präsidentschaftswahlkampf 2020 Biden gefordert hatte. Als Druckmittel soll der Präsident unter anderem eine Militärhilfe von fast 400 Millionen Dollar an Kiew benutzt haben, die wochenlang zurückgehalten wurde.

Gedämpfte Erwartungen an Putin-Treffen

Selenskyj äusserte sich im «Spiegel» auch zum bevorstehenden Ukraine-Gipfel im sogenannten Normandie-Format in Paris, bei dem er erstmals auf Kreml-Chef Wladimir Putin treffen wird. Hoffnungen auf eine weitgehende Entschärfung des Konflikts mit Moskau dämpfte Selenskyj. Er werde sich bei dem Gipfel auf die Fragen eines Gefangenenaustauschs und der Waffenruhe konzentrieren.

Trump: Die Beschwerde des Whistleblowers

Die Ukraine werde sich überdies «niemals» auf Wahlen in den Separatistengebieten einlassen, solange «illegale militärische Einheiten» von dort nicht abgezogen seien, betonte Selenskyj. Wahlen gehören zu den Forderungen der prorussischen Rebellen, die Teile der Ost-Ukraine kontrollieren.

An dem Ukraine-Gipfel in Paris nehmen auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron teil. Es ist der erste Vierer-Gipfel in diesem Format seit 2016.

Zuletzt hatte es Anzeichen für eine Entspannung zwischen Kiew und Moskau gegeben. Beide Seiten einigten sich auf einen Gefangenenaustausch sowie einen Truppenteilabzug aus drei Orten entlang der Front. Ausserdem gab Russland drei ukrainische Marineschiffe zurück, die es vor einem Jahr beschlagnahmt hatte.

Selenskyj hatte im Präsidentschaftswahlkampf eine Beendigung des Kriegs in der Ostukraine zur obersten Priorität erklärt. Seit dem Beginn des Konflikts 2014 wurden bereits 13'000 Menschen getötet. (aeg/sda/afp)

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Impeachment: Ein neuer Zeuge gegen Trump ist aufgetaucht

Ein Mitarbeiter der US-Botschaft in Kiew war zufällig bei einem «verräterischen» Telefongespräch mit Donald Trump anwesend. Damit gibt es erstmals einen Zeugen, der den Präsidenten direkt in Verbindung bringt mit der Erpressung der ukrainischen Regierung.

Die Szene könnte aus einem sehr schlechten Film stammen: Ein amerikanischer Botschafter verhandelt in einem Restaurant in Kiew mit dem Präsidenten der USA am ungeschützten iPhone ein Gespräch, das er zuvor mit dem Präsidenten der Ukraine geführt hat. «C’mon», pflegt der Amerikaner zu so einer Geschichte zu sagen, «give me a break.»

Nun, die Geschichte hat sich genau so abgespielt. Erzählt hat sie William Taylor, provisorischer US-Botschafter in der Ukraine. Taylor ist alles andere als ein …

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