Switzerland

In Südfrankreich müssen Camper vor Waldbränden in Sicherheit gebracht werden – Feuer zerstören mehr als tausend Hektaren Wald

Mit der ersten Hitzewelle hat in Frankreich die Waldbrand-Saison begonnen; ein besonders heftiges Feuer hat sich in der Dienstagnacht westlich von Marseille entwickelt. Verschärft wird das Problem dieses Jahr durch eine aussergewöhnliche Trockenheit.

Ein Löschflugzeug im Einsatz bei Anglet, im Südwesten Frankreichs, Ende Juli.

Ein Löschflugzeug im Einsatz bei Anglet, im Südwesten Frankreichs, Ende Juli.

Bob Edme / AP

Seit rund einer Woche häufen sich die Nachrichten über Waldbrände in Frankreich: In den Pyrenäen, in der Ardèche und im Süden fallen nach und nach Hektaren von Bäumen den Flammen zum Opfer. Ein besonders grossflächiger Brand entwickelte sich am frühen Dienstagabend bei Martigues in Südfrankreich: Mehr als tausend Hektaren gingen hier bis zum Mittwochmorgen in Flammen auf.

Industriezone nicht bedroht

Aufgrund des starken Windes breitete sich das Feuer aussergewöhnlich rasch aus. Zeitweise waren 1800 Angehörige der Feuerwehr im Einsatz, unterstützt von rund zehn Löschflugzeugen. Die Bewohner von acht Campingplätzen in Martigues und Sausset-les-Pins sowie von einigen Quartieren der Gemeinden mussten in der Nacht zum Teil über das Meer evakuiert werden. Insgesamt wurden 2700 Personen vorübergehend in Notunterkünfte gebracht.

Am frühen Mittwochmorgen waren die Flammen noch immer nicht gelöscht, aber die Brände breiteten sich nach Angaben der Sicherheitskräfte nicht mehr weiter aus. Die Feuerwehr hatte fünf Brandherde ausgemacht. Der Präfekt der betroffenen Region Provence-Alpes-Côte d’Azur teilte zudem mit, die nahe gelegene Industriezone in Fos-sur-Mer sei nicht bedroht. Dort sind unter anderem zwei Dutzend Firmen tätig, die mit gefährlichen Stoffen arbeiten. Zu der vorläufigen Schadensbilanz zählt die Zerstörung zweier Campingplätze südlich von Martigues sowie einiger Häuser in dem betroffenen Gebiet. Personen kamen mit leichten Verletzungen davon.

Aussergewöhnliche Trockenheit

Schon seit vergangener Woche ist es im betroffenen Département Bouches-du-Rhône verboten, sich im Wald aufzuhalten. Das Wochenende hatte Temperaturen von bis zu 40 Grad und starken Wind mit sich gebracht. Die Prognosen sehen für die kommenden Tage Ähnliches voraus. Waldbrände sind in Frankreich im Sommer allerdings ein wiederkehrendes Phänomen. Die ans Mittelmeer grenzenden Départements sowie die Region südlich von Bordeaux sind jeweils besonders betroffen – durchschnittlich gibt es dort 100 bis 250 Feuer pro Jahr. Laut Angaben des Umweltministeriums werden 90 Prozent davon durch menschliches Handeln verursacht: sei es willentlich oder durch Unachtsamkeit bei Freizeitaktivitäten oder Bauarbeiten.

In diesem Jahr kommt allerdings eine aussergewöhnliche Trockenheit hinzu. Gemäss Angaben von Météo France ist der vergangene Juli voraussichtlich der niederschlagsärmste seit 60 Jahren. Demnach fielen nur rund 28 Prozent der saisonüblichen Niederschläge. In knapp siebzig Départements im Osten und im Zentrum des Landes haben die Behörden die Bewohner daher aufgefordert, ihren Wasserverbrauch einzuschränken.

In Anglet (Bild) wurden Ende Juli rund 100 Hektaren Wald zerstört, in Südfrankreich waren es mehr als 1000 Hektaren.

In Anglet (Bild) wurden Ende Juli rund 100 Hektaren Wald zerstört, in Südfrankreich waren es mehr als 1000 Hektaren.

Bob Edme / AP

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