Switzerland

LVMH und Tiffany haben sich auf einen neuen Preis geeinigt – Übernahme findet nun doch statt

Die Rechnung des LVMH-Chefs Bernard Arnault ist aufgegangen. Mit seiner überraschenden Ankündigung vom September, die Übernahme von Tiffany aus politischen Gründen nicht durchführen zu können, konnte er den Preis drücken.

Der CEO von LVMH, Bernard Arnault, hat Tiffany zu einem Preisnachlass gebracht.

Der CEO von LVMH, Bernard Arnault, hat Tiffany zu einem Preisnachlass gebracht.

Benoit Tessier / Reuters

Nach knapp zwei Monaten dicker Luft und harschen Worten haben sich die Brautleute zusammengerafft und einen kostspieligen Gang vor Gericht verhindert. Der französische Luxusgüterkonzern LVMH (Louis Vuitton – Moët Hennessy) wird den amerikanische Juwelier Tiffany übernehmen, wie das bereits vor knapp einem Jahr angekündigt worden war. Allerdings haben die Franzosen einen Preisnachlass ausgehandelt. Statt 135 $ zahlen sie nur noch $ 131.50 pro Aktie – insgesamt also 15,78 Mrd. $.

Politik vorgeschoben?

Die Ereignisse der letzten Monate lassen erahnen, dass genau dies das Ziel von Bernard Arnault gewesen war, als sein Unternehmen im September ankündigte, man sehe sich unter den gegebenen Umständen nicht in der Lage, das Geschäft wie vereinbart abzuschliessen. Als Grund nannte LVMH einen Brief des französischen Aussenministeriums, in dem angeblich darum gebeten wurde, den Deal bis ins kommende Jahr aufzuschieben.

Begründet wurde das Anliegen mit der Drohung der USA, wegen der französischen Digitalsteuer zu Jahresbeginn 2021 neue Steuern auf französischen Waren – darunter auch explizit Luxusprodukte – zu erheben. Das verunmögliche es, das Geschäft bis Ende November abzuschliessen, wie es vorgesehen gewesen wäre, hiess es von LVMH. Allerdings kamen in der Folge auch Vorwürfe auf den Tisch, das Tiffany-Management habe – gerade angesichts der Corona-Pandemie – schwere Fehler begangen, in dem es Dividenden und Boni in der Höhe von insgesamt 240 Mio. $ gutgeheissen habe. Zudem hat die Corona-Pandemie die gesamte Luxusgüterbranche arg in Mitleidenschaft gezogen; die Umsätze brachen überall ein.

Grünes Licht von den Behörden

Der Preis, den LVMH im vergangenen November geboten hatte, war unter den damaligen Bedingungen schon relativ hoch. Umso kleiner wirkt nun der erreichte Preisnachlass von 2,6%. LVMH zahlt immer noch deutlich mehr, als es im Herbst 2019 zunächst geboten hatte (120 $ pro Aktie). Doch die Einigung verhindert vor allem einen kostspieligen Gerichtsprozess, den Tiffany gegen LVMH angestrengt hatte. Angesichts der Unsicherheit, die wegen der sich wieder rasch ausbreitenden Pandemie über dem Weihnachtsgeschäft liegt, kann keine Seite ein Interesse daran haben.

An der Tatsache, dass die Akquisition die Franzosen im Schmuckbereich strategisch stärkt, hat sich zudem nichts geändert: Einerseits, weil Tiffany in Amerika und Asien stark ist, wo LVMH bisher weniger vertreten ist, andererseits, weil Tiffanys Angebot im Vergleich zu anderen Schmuckmarken im Besitz von LVMH eher erschwinglich ist.

Mit dem zusätzlichen Umsatz könnte LVMH ausserdem dem Schweizer Konzern Richemont dessen Führungsposition streitig machen. Offiziell zeigten sich beide Seiten zufrieden mit dem neuen Preis, den der Verwaltungsratspräsident von Tiffany am Donnerstag in einer Mitteilung als «attraktiv», LVMH-Chef Arnault als «ausgeglichen» bezeichnete.

Schliesslich bleibt bei dem Geschäft nun auch die Fassade der Geschichte mit dem Aussenministerium erhalten. Der Deal wird nicht vor Anfang Januar abgeschlossen sein, da die Aktionäre von Tiffany noch zustimmen müssen. Die nächste Generalversammlung ist für Anfang Jahr anberaumt. Diesen Zeitpunkt hatte der Aussenminister angeblich in seinem Brief an Bernard Arnault genannt, als er um einen Aufschub des Geschäftes bat. Ausgeräumt ist inzwischen auch ein mögliches Veto der europäischen Wettbewerbshüter. Die Kommission hat bereits am Dienstag grünes Licht für die Übernahme gegeben.

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