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Mehr als eine Million Menschen sind weltweit an Covid-19 gestorben, Positive Tests auf Tui-Kreuzfahrtschiff in der Ägäis – die neusten Entwicklungen zum Coronavirus weltweit

Rund 33,2 Millionen Menschen sind laut der Johns-Hopkins-Universität weltweit positiv auf das Virus getestet worden. Mehr als eine Million Infizierte sind verstorben, rund 22,9 Millionen genesen.

Die neusten Entwicklungen

  • Mehr als eine Million Menschen sind an den Folgen einer Infektion mit dem Corona-Virus gestorben. Dies meldet die Johns Hopkins Universität in Baltimore. 
  • Auf dem Kreuzfahrtschiff «Mein Schiff 6» der Reederei Tui Cruises sind zwölf Besatzungsmitglieder positiv auf das Coronavirus getestet worden. «Am Montagfrüh (28.9.) haben wir von einem externen Labor positive Testergebnisse von zwölf Crew-Mitgliedern der «Mein Schiff 6» erhalten», teilte TUI Cruises in Hamburg mit. Das Schiff ist nun auf dem Weg in die Hafenstadt Piräus nahe Athen. An Bord befinden sich laut den Angaben 922 Passagiere und 666 Crew-Mitglieder. Bei der gesamten Besatzung seien in den vergangenen 14 Tagen keine Auffälligkeiten festgestellt worden, keines der zwölf Crew-Mitglieder habe Symptome gezeigt, hiess es bei Tui Cruises. Die Betroffenen seien an Bord isoliert worden und würden erneut getestet. Erste Befunde seien negativ.
  • In mehreren Gliedstaaten im Mittleren Westen der USA kommt jeder vierte Corona-Test positiv zurück. Dies geht aus Analysen der Nachrichtenagentur Reuters hervor (27. 9.). Demnach betrug der Anteil positiver Testergebnisse im Gliedstaat North Dakota in den vergangenen sieben Tagen im Durchschnitt 30 Prozent und lag damit deutlich über dem Anteil von 6 Prozent in der Vorwoche. In South Dakota stieg die Positivitätsrate im gleichen Zeitraum von durchschnittlich 17 Prozent auf 26 Prozent. In Minnesota und Montana kamen im Durchschnitt 7 Prozent der Tests mit einem positiven Befund zurück, aber am Sonntag stieg der Anteil in Montana auf 20 Prozent. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betrachtet Positivitätsraten von über 5 Prozent als besorgniserregend, weil sie nahelegen, dass es in einer Region viele unentdeckte Fälle gibt. 
  • Wegen der Pandemie wird der G-20-Gipfel der führenden Wirtschaftsmächte am 21. und 22. November in Saudiarabien virtuell abgehalten. Das teilte das Königreich, das dieses Jahr die Präsidentschaft der G-20 innehat, am Montag (28. 9.) mit. Man werde auf dem Erfolg des virtuellen Sonder-G-20-Gipfels Ende März sowie auf den Ergebnissen von mehr als 100 virtuellen Arbeitsgruppen und Ministertreffen aufbauen, hiess es weiter.
  • Trotz verschärfter Corona-Lockdown-Massnahmen haben am Samstag (26. 9.) nach Sonnenuntergang Tausende von Menschen in verschiedenen Städten in Israel gegen Ministerpräsident Benjamin Netanyahu demonstriert. Seine Kritiker werfen ihm vor, er nutze den erneuten Anstieg von Coronavirus-Infektionen aus, um einen Angriff auf Israels demokratische Grundsätze, einschliesslich des Demonstrationsrechts, zu legitimieren. Die meisten Demonstranten, die sich in Jerusalem und anderen Städten kurz vor dem wichtigsten jüdischen Feiertag, dem am Sonntag beginnenden Fest Jom Kippur, versammelten, trugen Masken und hielten Abstand.

Die weltweit bestätigten Infektionszahlen überschreiten 30 Millionen

Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle weltweit (in Millionen)

Die Entwicklungen in der Schweiz finden Sie hier.

Die Entwicklungen in Deutschland finden Sie hier.

Informationen zu den beliebtesten Feriendestinationen finden Sie hier.

Die wichtigsten Antworten zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus finden Sie hier.

Die Todesfälle in ausgewählten europäischen Ländern

Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), Schweiz, Österreich, Deutschland, sowie fünf europäische Länder mit den meisten Todesfällen

Die Todesfälle in ausgewählten europäischen Ländern - Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), Schweiz, Österreich, Deutschland, sowie fünf europäische Länder mit den meisten Todesfällen

Nachdem die Infektionsraten vielerorts zunächst gesunken waren, wurden die Beschränkungen schrittweise gelockert. Dadurch sind die Infektionsraten in vielen Ländern wieder gestiegen. Fast alle Grenzen sind für Reisende innerhalb des Schengenraums wieder offen. Die meisten Regierungen versuchen mit Maskenpflicht, Massentests, Apps und anderen Gegenmassnahmen einen weiteren Lockdown zu verhindern.

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Deutschland ist nach Einschränkungen des öffentlichen Lebens schrittweise auf dem Weg zurück in die Normalität. Nach den Sommerferien liessen Ferienrückkehrer aber die Ansteckungszahlen wieder in die Höhe schnellen. In einzelnen Städten werden daher die Massnahmen angepasst. So gilt in München seit dem 24.9. eine Maskenpflicht für bestimmte öffentliche Plätze und Strassen in der Innenstadt. Zudem dürfen sich nur noch fünf Personen bzw. zwei Haushalte privat und auch öffentlich treffen.

Genaueres zur Situation in Deutschland erfahren Sie hier.

Künftig müssen Demonstrierende in Berlin Masken tragen, wenn mehr als 100 Personen an einer Kundgebung teilnehmen.

Künftig müssen Demonstrierende in Berlin Masken tragen, wenn mehr als 100 Personen an einer Kundgebung teilnehmen.

Christoph Hardt / Imago

In Frankreich dürfen Restaurants und Cafés wieder öffnen, auch Touristenunterkünfte sind fast alle wieder zugänglich. Im öffentlichen Raum sowie in Unternehmen gilt eine Maskentragpflicht. Seit August steigen die Fallzahlen wieder stark an. Bisher blieben nationale Beschränkungen aus, am 11. 9. bestätigte die Regierung, weiter auf regionale Massnahmen setzen zu wollen.

In Österreich gilt die zunächst weggefallene Maskentragpflicht seit dem 24. Juli wieder in Supermärkten, Banken und Postfilialen. Bei privaten Feiern in Gebäuden sind zudem nur noch maximal zehn Personen erlaubt.

In Italien hat die Regierung den Notstand bis zum 15. Oktober verlängert. Laut einer Studie des Gesundheitsministeriums und des Statistikamtes Istat vom 3. August haben knapp 1,5 Millionen Menschen im Land Antikörper entwickelt, also rund 2,5 Prozent der Bevölkerung.

In ganz Spanien gilt seit Ende Juli eine umfassende Maskentragpflicht. Der Schutz muss nicht nur in geschlossenen öffentlichen Räumen, sondern auch im Freien angezogen werden – ausser auf den Kanaren.

Grossbritannien hat durch die Corona-Pandemie eine der höchsten Todeszahlen in Europa zu beklagen, es litt im zweiten Quartal zudem am stärksten unter den Folgen des Lockdowns. Mitte September hat die Regierung hohe Geldstrafen für Verstösse gegen die Quarantäne-Regeln eingeführt. Wer positiv auf das Virus getestet wird oder nach Kontakt zu Infizierten von den Gesundheitsbehörden zur Selbstisolierung angehalten wird, muss sich künftig zwingend in Quarantäne begeben. Wird diese Pflicht missachtet, drohen Geldstrafen zwischen 1000 und 10 000 Pfund. Die neue Vorschrift trat in England am 28. September in Kraft und soll möglicherweise auf ganz Grossbritannien – also auch Schottland, Wales und Nordirland – ausgedehnt werden.

Bestätigte Fälle des Coronavirus in europäischen Ländern, nach Status der Patienten (in Tausend)

020040060080010001200RusslandSpanienFrankreichGrossbritannienItalienDeutschlandUkraineRumänienBelgienNiederlandeSchwedenPolenWeissrusslandPortugalTschechienSchweizMoldauÖsterreichIrlandSerbien

In den Niederlanden wurden am 20. September in Amsterdam, Rotterdam und weiteren grossen Städten die Schutzvorkehrungen wieder verschärft. In insgesamt sechs besonders betroffenen Regionen dürfen Gaststätten künftig ab Mitternacht keine Gäste mehr einlassen und müssen um 1 Uhr schliessen. Feiern mit mehr als 50 Personen sind verboten.

Die Einwohner Belgiens dürfen nur fünf Personen treffen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören. An Veranstaltungen im Freien dürfen künftig maximal 200, im Inneren 100 Personen teilnehmen. An privaten Feiern wie Hochzeiten dürfen nur noch zehn Personen teilnehmen.

In Dänemark haben die Einwohner die Möglichkeit, sich bescheinigen zu lassen, dass sie das Coronavirus nicht haben, um mit einem negativen Test Quarantänen nach Auslandsreisen zu umgehen.

Schweden wird wegen hoher Fallzahlen von den meisten Nachbarn und EU-Ländern weitgehend isoliert, mit Ausnahme von Dänemark. Der viel kritisierte Sonderweg Schwedens führte zu viermal mehr Todesfällen als im restlichen Skandinavien.

Russland hat Mitte August den weltweit ersten Corona-Impfstoff zugelassen. Die Massenproduktion sollte daraufhin bald gestartet werden können, wie Präsident Putin ankündigte. Der Impfstoff wurde nach weniger als zwei Monaten Erprobung am Menschen zugelassen. Bereits Anfang September wurde im Rahmen der Phase-III-Studie für den Corona-Impfstoff «Sputnik V» mit ersten Impfungen an Freiwilligen begonnen.

Ungarn hat nach einem rekordhohen Anstieg der Infektionen am 1. September die Grenzen geschlossen. Ausser Diplomaten, Geschäftsleuten und Studierenden, die jeweils negative Testresultate vorlegen müssen, dürfen keine Ausländer mehr einreisen.

Tschechien hat aufgrund steigender Fallzahlen die landesweite Maskenpflicht wieder eingeführt. Zudem will die Regierung wieder den Ausnahmezustand verhängen, wie sie Ende September ankündigte.

In der Türkei gilt eine generelle Maskenpflicht. Es ist verboten, in öffentlichen Verkehrsmitteln stehend mitzufahren, sollten die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können.

In Serbien nehmen die Fälle nach einem zweiten Höhepunkt im Juli wieder ab. Es herrscht eine Maskenpflicht, wenn in der Öffentlichkeit kein Abstand gehalten werden kann und nicht mehr als 10 Personen dürfen sich zugleich treffen.

In Rumänien werfen die Medien der Regierung vor, aus wahlkampftaktischen Gründen verfrüht Mitte Mai die Vorsichtsmassnahmen gelockert zu haben. Seitdem sind die Zahlen rasch gestiegen, weit über jene der «ersten Welle». Auch hier gelten Beschränkungen, unter anderem eine allgemeine Maskenpflicht.

Bulgarien hebt wegen stark steigender Infektionszahlen die Lockerungen wieder auf. So dürfen Bars und Klubs nur noch im Freien öffnen, Fussballspiele müssen ohne Publikum stattfinden. In geschlossenen, gemeinschaftlich genutzten Räumen gilt eine Maskenpflicht.

Auch in Griechenland steigen die Fallzahlen erneut. Daher verlangen die Griechen negative Corona-Tests von Einreisenden aus Schweden, Belgien, Spanien, den Niederlanden und der Tschechischen Republik. Am 17. August ist diese Regelung in Kraft getreten. Zudem müssen alle auf dem Landweg einreisenden Personen seit dem 17. August einen maximal 72 Stunden alten, negativen Corona-Test vorlegen, egal aus welchem Land sie stammen. Auch in Flüchtlingslagern gab es Corona-Ausbrüche. Die Isolation des Lagers Moira auf Lesbos trug wohl mit zu den Unruhen bei, die zum Abbrennen des Lagers in der Nacht zum 9. September führten.

Die Todesfälle in Nordamerika

Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), nordamerikanische Länder

Die Todesfälle in Nordamerika - Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), nordamerikanische Länder

Die USA verzeichnen rund 7 Millionen bestätigte Infektionen – das ist ein Rekord. Mit nur 4 Prozent der Weltbevölkerung stellen die Vereinigten Staaten mehr als einen Viertel der Infektionen. Die Zahlen für Infektionen, Hospitalisierungen und Tote liegen weit über denjenigen anderer moderner Industriestaaten. Zum 27. September meldeten die USA rund 204 500 Personen, die infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind.

In Kanada bleiben die Neuansteckungen bisher auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Je nach Region ist das Tragen von Masken in öffentlichen Innenräumen und Verkehrsmitteln Pflicht. Ministerpräsident Justin Trudeau warnte allerdings in einer seltenen nationalen Fernsehansprache am 23. September, dass in den vier grössten Provinzen eine «zweite Welle» begonnen habe.

Diese fünf lateinamerikanischen Länder verzeichnen die meisten Toten

Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), fünf mittel- und südamerikanische Länder mit den meisten Todesfällen

Diese fünf lateinamerikanischen Länder verzeichnen die meisten Toten - Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), fünf mittel- und südamerikanische Länder mit den meisten Todesfällen

Das Coronavirus breitet sich in Lateinamerika wie ein Lauffeuer aus, ein baldiges Ende ist nicht in Sicht. Trotz monatelanger Quarantäne haben viele Länder den Höhepunkt der Pandemie noch nicht erreicht. Regionale Charakteristiken geben Erklärungen dafür: Mehr als die Hälfte der Beschäftigten arbeitet in Lateinamerika im informellen Sektor. Es handelt sich um Hausangestellte oder Strassenhändler. Ausgangssperren sind für sie keine Option. Sie müssen das Haus verlassen, um Geld zu verdienen und essen zu können. Viele Menschen leben in den Armenvierteln von Ballungszentren auf engem Raum, was die Verbreitung des Virus begünstigt.

Die Ausbreitung des Coronavirus in Peru, Chile und Ecuador hat im Gegensatz zu Brasilien lange wenig internationale Aufmerksamkeit erhalten. Brasilien weist in absoluten Zahlen zwar am meisten Infizierte und Todesfälle in der Region auf. Doch im Verhältnis zur Bevölkerungszahl sind Peru und Chile inzwischen stärker vom Virus betroffen.

Brasilien ist nach den USA und Indien das Land mit den drittmeisten Infizierten. Brasilien testet sehr wenig, weshalb von einer weit höheren Dunkelziffer auszugehen ist. Wissenschaftliche Studien und Schätzungen legen nahe, dass sich mindestens sieben Mal so viele Menschen infiziert haben. Besonders betroffen sind indigene Volksgruppen. Trotz den hohen Ansteckungszahlen sind die Grenzen für Flugreisende aus dem Ausland wieder geöffnet, die Einreise auf dem Landweg ist beschränkt. Auch viele lokale und regionale Einschränkungen wurden wieder gelockert. Der weltberühmte Karneval in Rio de Janeiro, der normalerweise im Februar von Millionen von Menschen gefeiert wird, wurde Ende September jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben.

Neben den Ländern mit dramatischem Verlauf gibt es in Lateinamerika einen Staat, der die Pandemie bisher erstaunlich gut überstanden hat: Uruguay.

Diese fünf asiatischen Länder verzeichnen die meisten Toten

Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), fünf asiatische Länder mit den meisten Todesfällen

Diese fünf asiatischen Länder verzeichnen die meisten Toten - Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), fünf asiatische Länder mit den meisten Todesfällen

China galt Anfang des Jahres als das Zentrum der Pandemie. Durch einschneidende Massnahmen hat das Land das Virus unter Kontrolle bekommen – wie viele andere asiatische Länder auch. Allerdings steigen in vielen Regionen Asiens die Infektionszahlen wieder. Mehrere Länder kämpfen darum mit neuen Massnahmen gegen eine zweite Welle.

Wenige aktive Fälle in China

Bestätigte Coronavirus-Fälle in China, nach Status der Patienten (in Tausend)

1 Zwischen dem 12. und dem 18. Februar wurden in der Provinz Hubei nicht nur Fälle gezählt, die durch Tests bestätigt worden waren, sondern auch solche aus klinischen Diagnosen.

2 Die Behörden korrigieren die Zahl der Toten in Wuhan um 1290 nach oben.

Indien liegt mit über 5,8 Millionen bekannten Infektionen weltweit auf Platz zwei der meistbetroffenen Länder. Trotzdem lockert das Land die Einschränkungen, da Millionen von Menschen arbeitslos geworden sind und Angst haben zu verhungern. Laut einer Erhebung im Auftrag der indischen Regierung hat hochgerechnet fast jede dritte Person in der Hauptstadt Delhi Antikörper gegen das Coronavirus im Blut.

Südkorea gilt wegen seiner Test- und Quarantänemassnahmen als Vorbild. Das Land hat die Pandemie trotz gelegentlicher Ausbrüche insgesamt gut unter Kontrolle.

Nordkorea hat die Abriegelung der Grossstadt Kaesong an der innerkoreanischen Grenze wegen eines Corona-Verdachtsfalls nach drei Wochen wieder aufgehoben. Die Regierung hatte Ende Juli für fast 300 000 Personen Quarantäne angeordnet. Das Land zählt zu den wenigen Ländern weltweit, die bisher keine Coronavirus-Infektionen bestätigt haben. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt Nordkorea Tests durch, die Schulen sind geschlossen, im öffentlichen Leben gilt eine Maskenpflicht.

Japan verzeichnete Anfang August die höchsten Infektionszahlen seit Beginn der Pandemie. Nach einem Coronavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff «Diamond Princess» Mitte Februar schloss Japan Anfang März die Schulen und rief von Anfang April bis Ende Mai den Notstand aus. Nach dessen Aufhebung begannen die Fallzahlen langsam wieder zu steigen. Seit Anfang September sinkt die Zahl der Infizierten wieder.

Auch Australien verzeichnete Anfang August einen Höhepunkt der Fallzahlen. Nach diesen Ausbrüchen, die sich vor allem auf den südlichen Gliedstaat Victoria und die Millionenstadt Melbourne konzentrierten, sind in verschiedenen Teilen des Landes wiederholt weitreichende Einschränkungen verhängt worden. Seitdem sinken die Fallzahlen wieder. Für Besucher aus dem Ausland bleiben die Grenzen bis mindestens 17. Dezember geschlossen.

In Neuseeland galt das Coronavirus nach drei Monaten ohne lokale Übertragung als eliminiert. Im August hat die Regierung von Jacinda Ardern angesichts eines neuen Clusters in der Millionenstadt Auckland die Vorkehrungen zur Eindämmung des Virus wieder verschärft. Wegen der Pandemie wurde die Parlamentswahl um vier Wochen auf den 17. Oktober verschoben.

Fidschi und andere Inselstaaten im Südpazifik haben internationale Flüge gestrichen und weisen Kreuzfahrtschiffe ab. Dort gibt es vereinzelte Fälle.

Personen mit Maske stehen in der Stadt Kalkutta im indischen Gliedstaat Westbengalen an, um sich testen zu lassen.

Personen mit Maske stehen in der Stadt Kalkutta im indischen Gliedstaat Westbengalen an, um sich testen zu lassen.

Suraranjan Nandi / Imago

Diese fünf Länder im Nahen Osten verzeichnen die meisten Toten

Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), fünf Länder aus dem Nahen Osten mit den meisten Todesfällen

Diese fünf Länder im Nahen Osten verzeichnen die meisten Toten - Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), fünf Länder aus dem Nahen Osten mit den meisten Todesfällen

Iran und Israel gehören zu den am stärksten vom Coronavirus betroffenen Ländern der Welt. Die Region läuft Gefahr, hart getroffen zu werden, wenn sich das Virus weiter stark ausbreiten sollte. Einige wohlhabende Länder, vor allem Israel und die Golfstaaten, können ihre Gesundheitssysteme wohl vorbereiten. Ärmere Länder, jene unter Sanktionen, im Kriegszustand oder mit riesigen Flüchtlingsbevölkerungen stehen vor einer Tragödie.

Zahl der aktiven Fälle steigt in Iran an

Bestätigte Coronavirus-Fälle, nach Status der Patienten (in Tausend)

Iran hatte sich kurz nach Beginn der Pandemie zu einem der am stärksten betroffenen Länder weltweit entwickelt. Schiitische Pilger trugen das Virus auch in Nachbarländer wie den Irak, Bahrain und Kuwait, die mit Abschottungsmassnahmen reagierten.

Die Menschen in Israel müssen sich seit dem 18. September erneut mit starken Einschränkungen in der Corona-Krise arrangieren. Ein von der Regierung verhängter Lockdown startete am frühen Nachmittag und soll mindestens drei Wochen andauern. Die Massnahme soll die Zahl der Corona-Fälle in dem Land eindämmen – die täglichen Neuinfektionen waren zuletzt wiederholt auf Rekordwerte gestiegen.

Israel verhängt schon zum zweiten Mal einen Lockdown: Besucher eines Testzentrums in Jerusalem.

Israel verhängt schon zum zweiten Mal einen Lockdown: Besucher eines Testzentrums in Jerusalem.

Abir Sultan / EPA

Diese fünf afrikanischen Länder verzeichnen die meisten Toten

Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), fünf afrikanische Länder mit den meisten Todesfällen

Diese fünf afrikanischen Länder verzeichnen die meisten Toten - Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), fünf afrikanische Länder mit den meisten Todesfällen

In Afrika ist die Todesrate relativ niedrig, was mit den frühen Beschränkungen sowie der mehrheitlich jungen Bevölkerung (60 Prozent sind jünger als 25 Jahre alt) zu tun haben könnte. Insgesamt sind seit Ausbruch der Pandemie über 1,3 Millionen Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden (Stand: 13. September).

Zahlreiche Länder haben Reisebeschränkungen oder Ausgangssperren erlassen. Viele Regierungen in Afrika sind autoritär. Beschränkungen wurden zum Teil unreflektiert verhängt, obwohl viele Menschen von der Hand in den Mund leben. Versicherungen gibt es kaum, versprochene Staatshilfen kommen – wenn überhaupt – zu spät an. Dies führte zu Revolten wie in Kamerun, Simbabwe oder Niger. Die Sicherheitskräfte haben diese bisher gewalttätig niedergeschlagen.

Ägypten lässt ausländische Reisende ins Land. Der Tourismus bleibt jedoch auf drei Küstenprovinzen beschränkt.

Das grosse Rennen ist eröffnet. Viele verschiedene Forschergruppen beteiligen sich am Wettlauf. Bis Ende Jahr könnten nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein oder zwei Impfstoffe gegen das Coronavirus vorliegen und bis Ende 2021 zwei Milliarden Impfdosen. An rund 200 möglichen Impfstoffen wird geforscht, ein knappes Dutzend wird bereits an Menschen getestet.

Russland hat indessen den ersten Covid-19-Impfstoff schon bewilligt. Nach weniger als zwei Monaten mit Tests an Menschen hätten die Behörden dem weltweit ersten Corona-Impfstoff die Genehmigung erteilt, erklärte der russische Präsident Wladimir Putin am 11. August. Der Schritt ebne den Weg für eine Massenimpfung, auch wenn die letzten Phasen der klinischen Studien zur Prüfung der Sicherheit und der Wirksamkeit noch fortgesetzt würden. Bereits Anfang September soll mit ersten Impfungen begonnen werden. Es gibt allerdings Bedenken, dass Russland das nationale Prestige vor Wissenschaft und Sicherheit stelle. Die Zulassung in einem so frühen Stadium widerspricht internationalen Kriterien. Inzwischen hat Russland die Zulassung eines zweiten potenziellen Impfstoffes angekündigt, der vom sibirischen Vector Institute entwickelt wurde. Die Zulassung soll demnach bis zum 15. Oktober erfolgen.

Die amerikanische Regierung hat Ende August eine Notfallbehandlung von Covid-19 mit Blutplasma, das Antikörper gegen das Coronavirus enthält, erlaubt. Im Rahmen einer klinischen Sondergenehmigung hätten bereits rund 70 000 Menschen Plasma erhalten, wie die führende Mayo Clinic auf ihrer Webseite erklärt (24. 8.). Bei der sogenannten Immunplasma-Therapie bekommen Patienten Plasma von Menschen, die nach einer natürlichen Infektion Antikörper gebildet hatten. Plasma wird seit über 100 Jahren genutzt und gilt als sicher für Patienten. Bisher ist jedoch noch unklar, wie wirksam Plasma tatsächlich ist, um die Covid-Sterblichkeitsrate zu senken. Zu dem Verfahren laufen weltweit Studien.

Über 150 Länder wollen sich an der weltweiten Corona-Impfstoffinitiative «Covax» unter Führung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beteiligen, darunter 64 wohlhabende Staaten (21. 9.). Unter ihnen seien die Schweiz, Deutschland, Japan und Norwegen, teilte ein Vertreter der Impfstoffallianz GAVI Anfang September mit. Die WHO hatte zur Teilnahme aufgerufen, um sicherzustellen, dass auch ärmere Länder Zugang zu einem Covid-19-Impfstoff bekommen. Die USA beteiligen sich nicht.

Die Europäische Union hat sich Mitte September 300 Millionen Impfdosen von den Herstellern Sanofi und GSK gesichert. Schon früher hatte die EU einen entsprechenden Vertrag mit dem Hersteller AstraZeneca geschlossen. Weitere Abnahmeverträge sind geplant.

Die wichtigsten Antworten zur Entwicklung eines Impfstoffs finden Sie hier

Die neuesten Erkenntnisse aus aktuellen Studien finden Sie hier.

Das Virus hat das Wirtschaftsleben rund um den Globus zeitweise fast zum Erliegen gebracht. Die Folgen sind dramatisch – auch für die grossen Industrieländer.

Analytiker gehen von unterschiedlichen Entwicklungen in Europa und den USA aus. Im ersten Vierteljahr war die amerikanische Wirtschaft aufs Jahr hochgerechnet bereits um 5 Prozent geschrumpft. Die Zuspitzung der Corona-Pandemie ab Mitte März stürzte die USA dann in eine schwere Wirtschaftskrise. In der zweiten Maihälfte und im Juni gab es bereits Zeichen einer Erholung. Seit Ende Juni hat die Zahl der Neuinfektionen aber wieder dramatisch zugenommen, was zu neuerlichen Einschränkungen des Wirtschaftslebens geführt hat und das Wachstum erneut ausbremsen dürfte. In der Euro-Zone hingegen gehen Ökonomen davon aus, dass mit dem Konjunktureinbruch im zweiten Quartal der Tiefpunkt erreicht ist.

Um die Konjunktur zu stützen, wurden grosse Hilfspakete geschnürt. So haben sich die Mitgliedstaaten der EU auf ein Hilfspaket in Höhe von 540 Milliarden Euro geeinigt. Zudem haben sich die Staats- und Regierungschefs auf einen Aufbaufonds von 750 Milliarden Euro und ein Sieben-Jahre-Budget von 1074 Milliarden Euro geeinigt. Viele Notenbanken haben ebenfalls ihre Leitzinsen reduziert und auch die übrigen geldpolitischen Instrumente praktisch ausgeschöpft, um Kredite zu verbilligen sowie Investitionen und den Konsum anzukurbeln.

In der Corona-Krise verändert sich die Wirtschaftslage fast im Wochenrhythmus. Wir zeigen mit neuartigen Daten den Verlauf der Krise

Anfang Januar teilte die WHO mit, dass eine mysteriöse Lungenerkrankung in der zentralchinesischen Metropole Wuhan durch ein neuartiges Coronavirus verursacht werde. Laut verschiedenen Studien sind die ersten Fälle von Covid-19 in Wuhan Ende November oder Anfang Dezember aufgetreten. Gleichzeitig gibt es auch Hinweise darauf, dass das neue Coronavirus schon Wochen oder Monate früher in Südchina zirkuliert haben könnte, möglicherweise sogar im August. Der Stammbaum des Virus lässt sich über die Veränderungen in seinem Genom nachvollziehen (Details hier).

Seinen Ursprung soll das Virus auf einem Tiermarkt in Wuhan haben. Dort soll es von einer noch nicht identifizierten Tierart auf den Menschen übergesprungen sein. Die am engsten mit ihm verwandten Viren sind Fledermausviren, was darauf hindeuten könnte, dass Fledermäuse an der Infektionskette beteiligt sind.

Es kursieren Verschwörungstheorien, wonach das Virus in einem Labor in Wuhan gezüchtet worden ist. Auch der amerikanische Präsident Donald Trump äusserte sich dieserart. Diese Vorwürfe wies Yuan Zhiming, Chef des Instituts für Virologie in Wuhan, zurück. Auch die WHO ist der Ansicht, das Virus sei tierischen Ursprungs.

Anfang Mai hat die WHO alle Länder dazu aufgefordert, Fälle von Lungenentzündungen von Ende 2019 zu überprüfen. Damit reagierte die WHO auf einen Bericht aus Frankreich, wonach Covid-19 bereits am 27. Dezember bei einem Mann in einem französischen Spital behandelt worden ist, fast einen Monat bevor die französische Regierung die ersten Fälle bestätigte. Die später als Covid-19 identifizierte Krankheit wurde der WHO von den chinesischen Behörden zum ersten Mal am 31. Dezember gemeldet.

Sars-CoV-2: Die WHO gab dem neuartigen Coronavirus den Namen Sars-CoV-2 («severe acute respiratory syndrome coronavirus 2»). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss.

Covid-19: Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegskrankheit wurde Covid-19 («coronavirus disease 2019») genannt. Covid-19-Patienten sind dementsprechend Menschen, die den Erreger Sars-CoV-2 in sich tragen und Symptome zeigen.

Ein ausführliches Glossar mit den zwanzig wichtigsten Begriffen in Zusammenhang mit der Pandemie finden Sie hier.

Mitarbeit: toc., wej., ran., kus., ni., slz., koe., gam., nyf., bso., esb., kkl., nbe., tsm., lat., ela., koa., nth., joe., cke. ful., nad., ebl., lat., wde., fma., med., vmo., bet., ann., win. mit Agenturmaterial

Football news:

Bartomeu antwortete Piqué: es sei nicht Wahr, dass Barcelona Geld für die Kritik der Spieler in den sozialen Netzwerken ausgegeben habe. Der Präsident des FC Barcelona, Josep Bartomeu, hat die Aussage von Verteidiger Gerard Piqué widerlegt, dass der Klub negative Rückmeldungen von Spielern in den sozialen Medien bezahlt habe
Raphael Leau über das 3:3 gegen Roma: Milan hat alles für den Sieg getan, ich bin enttäuscht. Ibra ist ein Vorbild für uns alle
Son Hyn Ming führte das Rennen der Torschützen der APL mit 8 Toren in 6 spielen. 7 von Ihnen-mit einem Transfer von Kane
Conte über Bergmanns Niveau: es ist Unmöglich, versehentlich drei Tore für Real zu erzielen. Das ist ein starkes Team
Barça-Fans glaubten an einen frühen Abgang von Bartomeu (wegen der Kontroverse um den referendumstermin). Vergebens: es gab keine rücktrittsgedanken, die Trophäen sind irgendwo in der Nähe. Oktober war ein historisches Ereignis für die Fans des FC Barcelona geplant: am morgen berichtete Diario Sport, dass Josep Bartomeu nach der Sitzung des Board of Directors zurücktreten könnte, wenn die katalanische Regierung die Abstimmung über das Misstrauensvotum der Führung des Klubs (es ist für 1-2 November geplant) nicht verschieben würde. Die Abstimmung wurde nicht verschoben-aber auch Bartomeu blieb vor Ort. Die Fans müssen also noch ein wenig warten (zur Erinnerung: wenn das Votum genehmigt wird, geht die gesamte Führung in den vorzeitigen Rücktritt). Im Anschluss an den Vorstand Sprach Bartomeu auf einer Pressekonferenz alle wichtigen Fragen an
Josep Bartomeu: ich hatte auch keine Gedanken, zurückzutreten. Barça wird in dieser Saison Trophäen haben
Zinedine zidane: Hazard ist bereit. Wir sind glücklich, das ist eine gute Nachricht