Switzerland

Nach Costanzos Frust-Abrechnung: Jetzt reden die St. Galler Bosse Hüppi und Sutter

Nach seinem Rücktritt schiesst Moreno Costanzo scharf gegen den FC St. Gallen. «Von Anfang an be­handelte man mich so, wie wenn man mich nicht wollte», klagt Costanzo. «Ich konnte nicht beweisen, dass ich es noch kann.»

Besonders enttäuscht ist Costanzo von Espen-Sportchef Alain Sutter, weil er sich im letzten Heimspiel nicht von den Fans verabschieden konnte und keine Spielminute erhalten hat.

Aufgebot gegen YB

Jetzt reagieren die Espen auf Costanzos mediale Schelte: «Beim Spiel gegen Xamax wurde auf eine Verabschiedung unserer Spieler verzichtet, da der Match von hoher sportlicher Relevanz war.»

Für das letzte Meisterschaftsspiel auswärts gegen die Young Boys sei der ehemalige Nationalmannschaftsspieler hingegen aufgeboten worden, Costanzo habe aber darauf verzichtet.

Costanzo fühlt sich nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz unfair behandelt. Der FC St. Gallen betont dagegen, dass der Staff, rund 150 Personen, ein Tag nach dem YB-Spiel zum Brunch versammelt wurde, um unter anderem Spieler zu verabschieden, die den Verein verlassen.

Es sei eine hoch emotionale Ver­abschiedung ge­wesen, sagt FCSG- Präsident Matthias Hüppi. Tränen seien gar geflossen. Und zu Costanzo heisst es: «Er hat sich für diesen internen Anlass abgemeldet.» Zu viel Enttäuschung und wohl auch Frust scheinen dem Familienvater die Lust am gemein­samen Brunchen verdorben zu haben.

Costanzo ist allerdings nicht der Einzige, der den Espen ungenügende Wertschätzung vorwirft. Vor zwei Wochen machte Ex-Co-Trainer Ioannis Amanatidis seinem Unmut Luft. Man habe ihm einen Einjahresvertrag angeboten, in dem auch der Nachwuchs eine Rolle spielte. Dieses Angebot lehnte der Grieche jedoch ab.

Freie Meinungsäusserung

Wie erklärt sich der FC St. Gallen, dass gleich zwei Ausgemusterte sich öffentlich beklagen? «Allen Spielern und Mitarbeitern des FC St. Gallen 1879 steht es jederzeit frei, ihre Meinung zu äussern. Sei dies im positiven wie auch im kritischen Kontext. Der FC St. Gallen steht für eine freie Meinungsäusserung.»

Wichtiger sei im Moment ohnehin die Zukunft. Wer ersetzt die Topskorer Cedric Itten und Ermedin Demirovic, die vergangene Saison 33 Tore erzielten? Wie überlebt der FC St. Gallen die finanziellen Verwerfungen, die Corona mit sich bringt?

Das primäre Ziel sei es, wieder Leute ins Stadion hereinzulassen, sagt Präsident Hüppi. «Wir arbeiten mit Hochdruck und in enger Zusammenarbeit mit den kantonalen Gesundheitsbehörden daran, die Auflagen dazu zu erfüllen.» Darauf richte sich die ganze Konzentration des Vereins, betont Hüppi, nur so könne man seine Zukunft sichern.

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