Switzerland

Neue Infektionsherde in Italien, Kroatien und Spanien: Bringt die Reiseflut im Sommer den Corona-Tsunami?

Der Bund hat rechtzeitig zum Beginn der Sommerferien reagiert. Ab dem 6. Juli gilt: Wer in der Schweiz lebt und seine Sommerferien unter anderem in Schweden, Serbien, Kosovo, Israel, Russland oder den USA verbringt, muss die ersten zehn Tage nach der Rückreise in Selbstisolation verbringen.

Die Regeln sind klar und streng, und doch dürfte es eine Reihe von im Auto reisenden Schlaumeiern geben, die diese Schutzmassnahmen auszutricksen versuchen und eine Rückkehr aus einem europäischen Risikogebiet nicht melden wollen. Dies, obschon darauf saftige Strafen stehen. Laut Epidemiengesetz droht eine Busse von bis zu 10'000 Franken.

Der Bund vertraut ganz auf Selbstverantwortung. Betroffene Personen hätten sich nach der Einreise bei den kantonalen Behörden zu melden, halten die Reiseempfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit BAG fest.

Schneller Anstieg von Neuinfektionen in Kroatien

Relativ einfach per Auto zu erreichen sind die Risikogebiete Schweden und Serbien. Dabei hat jetzt auch Kroatien, das nicht auf der BAG-Liste steht, eben den «schlimmsten Tag» seit dem Corona-Ausbruch verkündet. Die Zahl der Neuinfektionen zeigt seit Mitte Mai wieder steiler nach oben. In 24 Stunden wurden 96 neue Fälle bestätigt. So viele Neuansteckungen gab es im Land seit dem Beginn der Pandemie nur am 1. April.

Jetzt hat auch Nachbar Slowenien reagiert und zählt Kroatien nicht länger zu den Corona-sicheren Ländern. Neu dürfen Kroaten nur nach Slowenien einreisen, wenn sie einen negativen Corona-Test vorweisen können, der nicht älter als 36 Stunden ist.

Auch Österreichs Reisehinweise für Kroatien sprechen von einem «hohen Sicherheitsrisiko im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus». Von nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Kroatien wird abgeraten.

Verschärfungen in Italien und Spanien

Auf Montag hat auch die norditalienische Region Venetien verschärfte Covid-19-Sicherheitsmassnahmen angekündigt. Auslöser ist ein neuer Infektionsherd in Vicenza nahe Venedig, nachdem ein dortiger Unternehmer erkrankt aus Bosnien zurückkehrte. Das berichtet die Zeitung «La Repubblica».

Der Reproduktionsfaktor in Venetien ist von 0,43 auf 1,63 gestiegen. «Wir sind von einem niedrigen Risiko zu einem hohen Risiko übergegangen», sagte am Freitag der Gouverneur von Venetien, Luca Zaia (52).

Auch die spanische Region Katalonien gleich an der Grenze zu Frankreich hat am Samstag angesichts eines neuerlichen deutlichen Anstiegs von Infektionsfällen wieder strenge Ausgangsbeschränkungen für mehr als 210'000 Menschen verhängt. Nicht-Anwohner wurden dazu aufgefordert, das vorab landwirtschaftliche Gebiet Segria westlich von Barcelona zu verlassen. (kes)

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