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Saudiarabien zerschlägt Terrorzelle - Vorwürfe an den Iran

(dpa)

Saudiarabien hat nach eigenen Angaben eine vom Iran mit gebildete Terrorzelle zerschlagen. Zehn Menschen seien vergangene Woche festgenommen worden, teilte eine saudische Geheimdienstbehörde am späten Montagabend der Nachrichtenagentur SPA zufolge mit. Drei von ihnen hätten 2017 an Stätten der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) «militärisches Training und Gelände-Ausbildung erhalten, auch im Bau von Sprengkörpern». Die weiteren Festgenommenen stünden ebenfalls in Verbindung zu der Eliteeinheit.

Bei den Ermittlungen hätten saudische Sicherheitskräfte Sprengstoff, Schwarzpulver, Chemikalien und militärische Uniformen gefunden. Zudem hätten sie Abhörtechnik und Computer sowie Waffen und Munition sichergestellt. Die Namen der mutmasslichen Terroristen, die vor Gericht gestellt werden sollen, wurden nicht genannt. Dadurch sollten weitere Ermittlungen im In- und Ausland geschützt werden.

Die Revolutionsgarden sind die Eliteeinheit der iranischen Streitkräfte und seit mehr als drei Jahrzehnten weitaus wichtiger als die klassische Armee. Gegründet wurden die IRGC gleich zu Beginn der islamischen Revolution vor 40 Jahren von Ajatollah Ruhollah Khomeiny. Dann wurden sie offiziell zu einer strukturierten Armee-Einheit. Die USA haben die IRGC als Terrororganisation eingestuft.

Das sunnitische Saudiarabien betrachtet den schiitischen Iran als Erzfeind. Die beiden Staaten tragen ihre seit Jahrzehnten laufende politische und wirtschaftliche Rivalität heute vor allem durch Stellvertreterkriege im Jemen, in Syrien und anderen Staaten in der Region aus. Riad machte Teheran vor einem Jahr unter anderem für die Angriffe auf wichtige saudische Ölanlagen verantwortlich.

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