Switzerland

Schon vier Sprengungen diese Woche – von den Tätern keine Spur: Raubzug auf Bancomaten immer unheimlicher

Schon viermal hat es diese Woche bei Bancomaten geknallt. Am Montag in Utzenstorf BE und Vicosoprano GR, am Mittwoch in Büren an der Aare BE und gestern in Rothrist AG (BLICK berichtete). Unheimlich: Die Täter konnten immer entwischen. Und ob es sich dabei um eine Bande von Serienbombern handelt, ist auch noch unklar.

Laut der Bundespolizei (Fedpol) nimmt diese Art Anschläge stark zu. 2017 waren es ganze zwei, 2018 nur vier und 2019 bereits 22. «Es handelt sich um ein europaweites Phänomen», heisst es auf BLICK-Anfrage. Und: «Die Täter agieren in kleinen Gruppen.» Oft stammen diese aus Osteuropa und französischen Banlieues. Dennoch: Eine Serie wie in dieser Woche sei aussergewöhnlich.

Die Anschläge passieren nachts

Erfolgreich waren die Gangster in Utzenstorf. Um 3.25 Uhr explodierte am Montag der Raiffeisen-Bancomat. Die Täter flüchteten auf einem Roller. In derselben Nacht um 2 Uhr wurde ein Automat in Vicosoprano gesprengt. Sachschaden: mehrere Zehntausend Franken. Auch am Mittwoch in Büren an der Aare nutzten die Bomber einen Roller zur Flucht. Hier wurde der UBS-Bancomat um 3.20 Uhr gesprengt, aber nicht aufgebrochen.

Beim blossen Versuch ohne Explosion blieb es gestern in Rothrist. Die Täter flüchteten um 3.30 Uhr. Das Forensische Institut Zürich untersucht nun die Bombe. Laut Kantonspolizei Aargau ist noch nicht bekannt, um welchen Sprengstoff es sich handelt. Doch Methoden gibt es mehrere. Anleitungen findet man sogar auf Youtube.

Grillgas, Plastiksprengstoff oder rohe Gewalt

Viele Täter verwenden normales Grillgas, das sie mit Plastikschläuchen in die Automaten leiten und zünden. Auch Plastiksprengstoff ist beliebt. Andere reissen den ganzen Automaten aus der Wand – mit einem Seil, das sie an ein Fahrzeug binden.

Peter Villiger kennt das Phänomen. Er ist CEO der Villiger Security Solutions AG in Sins AG. Seit 33 Jahren konstruieren sein Team und er Sicherheitssysteme für Geldautomaten. Die Schweizer Firma liefert weltweit. Eine Sicherheitslösung, auf welche Villiger schwört, sind Tintensysteme. Diese verschmieren die Banknoten bei einem Diebstahlversuch. «Kriminelle werden dadurch abgeschreckt, da die Beute unnütz wird.» Er nennt ein Beispiel: «2013 gab es in Chile jährlich rund 600 Überfälle auf Automaten. Nachdem Tintensysteme eingeführt worden waren, ging die Zahl gegen null.»

«Auch das Image der Bank nimmt Schaden»

In der Schweiz sind viele Automaten bloss mit einem Alarm ausgestattet. Für den Security-Experten gibt es klares Verbesserungspotenzial, denn: «Bei einem Raub entsteht neben dem materiellen auch ein Imageschaden bei der betroffenen Bank.» Die Banken seien in der Pflicht, etwas zu tun. Auch damit die Schweiz nicht zum Hotspot für Kriminelle werde. Laut Villiger sind andere Länder in Europa besser ausgerüstet – was die Verbrecher natürlich wüssten. Der Sicherheitsmann warnt: «Solche Anschläge bergen auch Risiken für Unbeteiligte.»

Serie auch im Süden

Siebenmal in nur elf Monaten schlug eine Bancomat-Bande im Tessin zu. Bei vier Gelegenheiten (Novaggio, Monteggio, Stabio und Comano) wurde dabei auch Sprengstoff verwendet. Die Serie beginnt am 23. November 2018 – mit einem Riesenknall! Der Bancomat der Raiffeisenbank in Coldrerio ist gut gefüllt. Die Räuber fahren im gestohlenen Lieferwagen vor, jagen den Bancomaten mit Wucht in die Luft und entkommen mit 400'000 Franken Beute. Bislang ging der Polizei nur eine Bande ins Netz. Sie hatte zweimal versucht, im Einkaufszentrum von Sant'Antonino einen Bancomaten zu leeren. Myrte Müller

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