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Switzerland

Tennis-Politik und Rivalität: Deshalb sind Federer und Djokovic keine Freunde

Roger Federer (37) und Novak Djokovic (32) sind auf dem Platz Konkurrenten. Pflegt der Schweizer zu anderen Spielern daneben ein freundschaftliches Verhältnis, ist das zum Serben auch abseits des Courts von Rivalität geprägt.

Spielen Roger Federer und Rafael Nadal (33) gegeneinander, werden beide vom Publikum unterstützt. Ganz anders sieht das bei Novak Djokovic aus. Nicht erst seit dem Halbfinal in Wimbledon kämpft der Serbe um die Gunst der Zuschauer. Und das, obwohl er auf dem heiligen Rasen schon viermal triumphiert hat. Immer wieder muss er erfahren, dass seine Gegner besonders euphorisch unterstützt werden. So auch am Freitag im Halbfinal. Mit einem glücklichen Netzroller macht Roberto Bautista Agut den Sack im zweiten Satz zu – und löst Jubelstürme auf den Rängen aus. Sichtlich angefressen ist die Reaktion von Djokovic darauf. Er fordert ironisch dazu auf, noch mehr zu applaudieren. 

Damit macht sich der Serbe keinen Gefallen. Während Federer mit seinen Gegnern stets respektvoll umgeht, provoziert er gerne. Mit Videos, in denen er seine Kontrahenten imitiert oder indem er behauptet, mit dem inzwischen als ATP-Funktionär zurückgetretenen Justin Gimelstob, der wegen schwerer Körperverletzung zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, ein freundschaftliches Verhältnis zu pflegen.

Ein von Rivalität geprägtes Verhältnis

Ein Verhalten, mit dem auch Federer nicht viel anfangen kann. Versteht er sich mit Nadal auch neben dem Court, ist das Verhältnis zur aktuellen Weltnummer 1 von Rivalität geprägt. Im März diesen Jahres war Spielerrats-Präsident Djokovic die treibende Kraft hinter der Absetzung von ATP-Direktor Chris Kermode. Am Stichtag hätte Federer deshalb gerne mit ihm gesprochen. «Doch leider hatte er keine Zeit. Das ist für mich... schwer verständlich», sagte der Maestro damals. Eine ungewohnte Aussage vom sonst stets um Diplomatie bemühten Schweizer.

Andere Spieler gehen viel offener mit ihrer Kritik um und zeigen, was sie von gewissen Spielern halten. Bad-Boy Nick Kyrgios (24) macht keinen Heel daraus, dass er kein Freund von Novak Djokovic ist. Das zeigt er auch mit einem Tweet, den er am frühen Sonntagmorgen veröffentlicht. «Federer bitte gewinne», schreibt der Australier.

Auch anderen fällt auf, dass das Verhältnis zwischen Federer und Djokovic nicht das beste ist. So sagte der frühere Schweizer Tennisspieler Claudio Messadri im März zu BLICK: «Roger gefallen emphatische Menschen, die sich gegenseitig schätzen, diesbezüglich hat er etwas Mühe mit Djokovic.» Der Maestro habe ihm selber gesagt, dass «Novak zwar nett und witzig sei, es ihm aber nicht gelinge, ihn einzuordnen.»

Lieber Rafa als Nole am Laver Cup

Ein weiteres Indiz dafür, dass sich die beiden neben dem Platz nicht so gut verstehen, ist das diesjährige Line Up des Laver Cups. Nachdem Federer den Serben letztes Jahr erstmals zu seinem Turnier eingeladen hatte, verzichtet er 2019 wieder auf ihn. Stattdessen holt er bei seinem Heimspiel in Genf lieber Nadal zurück ins Boot. Wie gut sich Roger und Rafa verstehen, zeigt der Spanier auch unmittelbar nach der Halbfinal-Niederlage. Er twittert: «Ich hatte Chancen, aber Roger war besser. Viel Glück für den Final».

Heute jedenfalls dürften die Sympathien des Publikums einseitig verteilt sein. Der achtfache Champion Federer ist der Liebling der Fans und nur zu gerne würden sie sehen, wie er die Trophäe ein neuntes Mal in die Höhe stemmt. Ob sich Djokovic deshalb einmal mehr zu genervten Gesten hinreissen lässt? Diese widerspiegeln laut Mezzadri jedenfalls für Roger die dunkle Seite seines Charakters. «Deshalb dominiert die Rivalität zwischen ihnen – während mit Rafael Nadal neben der Intensität auf dem Court viel Respekt und Sympathie besteht.»

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