Switzerland

ZSC-CEO Peter Zahner warnt vor Grossveranstaltungsverbot bis Ende März: «400 Millionen Kosten pro Jahr allein im Hockey»

Am Mittwoch trifft sich der Bundesrat zur ersten Sitzung nach den Sommerferien. Dabei geht es auch um den Entscheid, ob das Verbot von Grossveranstaltungen von über 1000 Personen verlängert werden soll.

Konsequenzen wären fatal

Der Entscheid wird von Profi-Sportklubs und anderen Eventveranstaltern mit grosser Spannung und einem mulmigen Gefühl erwartet. Denn sollte der Bundesrat das Verbot, im Extremfall gar bis Ende März, verlängern, wären die Konsequenzen fatal.

Mit diesem Worst-Case-Szenario hat sich Peter Zahner, der CEO der ZSC Lions, auseinandergesetzt. Er hat ein Papier erstellt, indem er die Ausgangslage und die Konsequenzen feinsäuberlich aufgelistet hat. «Eine Weiterführung des Verbotes von Grossveranstaltungen mit über 1000 Zuschauern über den 31. August hinaus, gefährdet Zehntausende von Arbeitsplätzen», so Zahner.

«Es droht eine massive Welle von Konkursen»

Davon betroffen ist nicht nur der Sport selbst, sondern auch die Betriebe im Umfeld. Zum Beispiel die Gastronomie mit all ihren Zulieferern, Techniker, Hallenbetreiber oder Ticketing-, Sicherheits- sowie Reinigungsfirmen.

Direkt im Eishockey seien gemäss Zahner 4000 Arbeitsplätze in Gefahr, wenn man den Nachwuchsbereich, der vom Profisport mitfinanziert wird, einrechnet. Sollten bis Ende März 2021 weiterhin nur bis 1000 Personen pro Spiel zugelassen sein, «würden die meisten dieser Arbeitsplätze nicht gehalten werden können», erklärt Zahner, «weil über die nächsten sieben Monate die Erträge grösstenteils bis komplett wegfallen würden und dies ein kompletter Saisonausfall bedeuten würde.»

Der Lions-Boss warnt: «Es droht eine massive Welle von Konkursen, die Arbeitnehmer würden in die Arbeitslosigkeit fallen. Es würden allein im Eishockey geschätzte Kosten von circa 400 Millionen Franken pro Jahr entstehen.» Zahner rechnet mit einem volkswirtschaftlichen Schaden von mehreren Milliarden.

Bei der Lions-Organisation rechnet der 59-Jährige den Schaden überschlagsmässig auf gegen 15 Millionen Franken hoch. Da der ZSC im Hallenstadion nur Mieter ist und die Gastronomie nicht selber betreibt, trifft es ihn gar weniger hart als andere Klubs – allen voran Zuschauer- und Gastro-Krösus SC Bern.

2,18 Millionen Tickets weniger

Letzte Saison kamen in der National League im Schnitt über 8000 Fans, wenn man die Geisterspiele in den letzten zwei Runden nicht berücksichtigt. Somit könnten die Klubs pro Spiel nun 7000 Tickets weniger verkaufen. Das wären in der Quali insgesamt 2,18 Millionen Eintritte weniger.

Wenn die Stadien mit Hilfe von Schutzkonzepten (nur nummerierte Sitzplätze, Maskenpflicht, Hinterlassen der Kontaktdaten, keine Gästefans, Fiebermessen vor dem Einlass) wenigstens zu 50 Prozent gefüllt werden könnten, würden den Klubs zwar auch Einnahmen fehlen. Dieser Schaden könnte wohl aber durch Sparmassnahmen, namentlich durch Lohnverzichte der Spieler, noch abgefedert werden.

13'000 Unterschriften für Fan-Petition

Nicht nur die Profi-Klubs stemmen sich gegen das Verbot von Grossveranstaltungen, sondern auch die Fans machen mobil. Einige haben auf Change.org/SaveSwissSports eine Online-Petition für Verantwortungsvolle Sportevents lanciert. «Wir appellieren an den Bundesrat, das Verbot für Veranstaltungen mit mehr als tausend Teilnehmenden durch allgemeine Verhaltensgrundsätze und spezifische Schutzkonzepte zu ersetzen», heisst es da. Die Forderung findet Anklang. So haben sie auch Stars wie Leonardo Genoni, Denis Hollenstein oder Melvin Nyffeler auf Social Media geteilt. Bisher haben sie rund 13'000 Leute unterzeichnet.

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