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3:1-Auswärtserfolg bei Lilien: Fortuna stürmt zum Auswärtssieg in Darmstadt

Der Trainer stand mit dem Rücken zur Wand. Die Mannschaft war am Boden. Doch im Auswärtsspiel beim SV Darmstadt hat Fortuna mit einer beeindruckenden Moral sich 3:1 durchgesetzt und damit drei wichtige Punkte eingefahren. Christian Preußer überraschte mit einer taktischen Änderung.

Christian Preußer hat in dieser Saison schon an vielen Rädchen bei Zweitligist Fortuna gedreht. Doch so recht wollten die Ideen des jungen Trainers nicht zum Erfolg führen. Im Gegenteil. Die Düsseldorfer haben die zarten Aufstiegsträume weitestgehend schon zur Seite geschoben. Stattdessen geht das Abstiegsgespenst in der Landeshauptstadt um. Dementsprechend steht nun auch der 37-Jährige unter besonderer Beobachtung. Hinter vorgehaltener Hand galt als ausgemacht, dass er wohl bei einer weiteren Niederlage in Darmstadt seinen Job verlieren würde.

Vorstand Klaus Allofs hatte derartige Spekulationen vor der Partie zur Seite geschoben. „Wir brauchen diese Geduld. Wir sind in einer schwierigen Situation – sportlich, auch finanziell durch Corona.“ Der Trainer hatte die Marschrichtung deutlich gemacht. Er wollte Kampf und Leidenschaft sehen. Und er hatte sich für dieses Spiel eine besondere Premiere aufbewahrt. Zum ersten Mal in der Saison setzte er auf die schon oft geforderte Dreierkette.

In den ersten Minuten wackelte Fortuna bedenklich. Die Formation stand gerade in der Rückwärtsbewegung gehörig unter Druck. Kein Wunder, die Lilie stellen eines der offensivstärksten Teams der Liga. Ausgerechnet in dieser Krisensituation diese Änderung durchzuführen – eine mutige Entscheidung. Und sie sollte sich auszahlen. Die Führung der Rouwen Hennings (16.) war gefühlt das erste Tor durch die Mitte seit Monaten.

Das Mittelfeld konnte endlich einmal seine Stärken ausspielen, die Fehlpassquote niedrig. Es war eine konzentrierte Vorstellung, die Düsseldorfer versteckten sich nicht, sondern suchten ihr Glück in der Offensive. Statt blindes Anrennen, setzte Preußer diesmal darauf, dass konsequent die Positionen gehalten wurden. Besonders Hennings konnte dadurch endlich das ausspielen, was ihn so stark macht: nicht lange fackeln, sondern Chancen direkt abschließen. So kam es, dass erneut Hennings (41.) mit seiner Durchsetzungskraft die Führung ausbauen konnte – unklar, ob ihm oder Klaus Gjasula der Treffer zugeschrieben wird, der Darmstädter hatte entscheidend abgefälscht und wird wohl in der Statistik dementsprechend als Schütze geführt.

Wie bereits zum Auftakt des Spiels, machten die Hausherren auch zu Beginn der zweiten Halbzeit mächtig Dampf. Fortuna hatte Schwierigkeiten, die Balance in der Defensive zu finden. Obendrein lud Raphael Wolf mit einer Unachtsamkeit die Darmstädter zum Torschuss ein, Minuten später konnte er seinen kleinen Fauxpas mit einer sehenswerten Parade wieder vergessen machen.

Die Düsseldorfer konnten sich nur noch selten befreien. Die Darmstädter drängten auf de Anschlusstreffer – doch vor allem Wolf blieb standhaft vor 12.450 Zuschauern. Je länger die Partie lief, desto genervter wirkte die Hessen. Fortuna zeigte sich dagegen kaltschnäuzig – Khaled Narey (76.) sorgte für die endgültige Entscheidung. Wenngleich die Gastgeber noch durch einen berechtigen Foulelfmeter (85.) auf 1:3 verkürzen konnten.