650 Polizisten waren am Sonntag allein in Mitte und Friedrichshain mit Demos und Kundgebungen von Corona-Gegnern und dazugehörigen Gegendemonstrationen beschäftigt.

Die Bilanz: Insgesamt wurden 50 Personen, darunter 39 Männer und elf Frauen, festgenommen. Die Einsatzkräfte leiteten 64 Strafermittlungsverfahren unter anderem wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, wegen Landfriedensbruchs, Tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie wegen versuchter Gefangenenbefreiung ein.

Randale bei der Corona-Demo am Alexanderplatz (Foto: Til Biermann)
Randale bei der Corona-Demo am Alexanderplatz (Foto: Til Biermann)

Darüber hinaus stellte die Polizei 71 Ordnungswidrigkeits-Anzeigen wegen Verstoßes gegen die geltende Infektionsschutzverordnung.

18 Einsatzkräfte wurden bei den Einsätzen verletzt. Ein Mitarbeitender musste seinen Dienst vorzeitig beenden.

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Hier war die Polizei im Einsatz

► Die Polizei war am Sonntag besonders bei Demonstrationen am Alexanderplatz und in der Karl-Marx-Allee gefordert. Am Alexanderplatz hatten sich laut Polizei mehrere Hundert, an der Karl-Marx-Allee bis zu 1600 Menschen versammelt. Hier passierten ein Großteil der Festnahmen.

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► Die mit 10.000 Personen unter dem Motto „Wir für unsere Grundrechte, Aufhebung aller Corona Maßnahmen“ angemeldete Kundgebung am Großen Stern in Tiergarten wurde durch den Anmeldenden abgesagt und fand nicht statt.

Demo vor dem „Kosmos“ (Foto: Jörg Bergmann)
Demo vor dem „Kosmos“ an der Karl-Marx-Allee (Foto: Jörg Bergmann)

► Mehrere Hundert Menschen versammelten sich auch am Brandenburger Tor. Die Versammlungsteilnehmenden trugen eine Mund-Nase-Bedeckung und hielten die geltenden Abstandsregelungen ein. Die Veranstaltung wurde gegen 15.40 Uhr mit einem Aufruf, sich am Tempelhofer Damm vor dem Landeskriminalamt zu versammeln, vom Anmeldenden beendet.

► Der Aufforderung, sich vor dem Gebäude des Landeskriminalamts Berlin zu versammeln, folgten laut Polizei Teilnehmer „im mittleren bis oberen zweistelligen Bereich“. Da die Abstands- und Hygieneregelungen überwiegend nicht eingehalten wurden, wurden Ordnungswidrigkeits-Verfahren wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet. Während der Bearbeitung kam es zu Widerstandshandlungen.