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Alte Obstbäume in Waldzeller Baugebiet werden erhalten

Am Nordende der Sonnenstraße in Waldzell soll ein Neubaugebiet mit 14 Bauplätzen entstehen. Die in diesem Bereich vorhandenen alten Obstbäume sollen alle erhalten bleiben.
Am Nordende der Sonnenstraße in Waldzell soll ein Neubaugebiet mit 14 Bauplätzen entstehen. Die in diesem Bereich vorhandenen alten Obstbäume sollen alle erhalten bleiben. Foto: Wolfgang Dehm

Das geplante neue Wohnbaugebiet im Bereich Herrlesgarten-Speyerlesbaum am Nordende der Sonnenstraße in Waldzell rückt langsam näher: In seiner jüngsten Sitzung stimmte der Gemeinderat geschlossen dem von Bauingenieur Thomas Harth (Marktheidenfeld) erstellten Bebauungsplan zu und beschloss die in diesem Zusammenhang notwendige Flächennutzungsplanänderung.

Vorgesehen sind in dem rund 10 000 Quadratmeter großen Neubaugebiet 14 Einzelhaus-Bauplätze, die mit einer Stichstraße erschlossen werden sollen. Die einzelnen Baugrundstücke sollen zwischen 614 und 681 Quadratmeter groß sein. Um den Bauwilligen möglichst viel Gestaltungsfreiraum zu geben, soll vom Flachdach bis zum 45-Grad-Dach alles möglich sein, auch die Firstrichtung ist frei wählbar. Vorgegeben wird lediglich die Wandhöhe mit maximal sieben Metern über der Oberkante des vorhandenen natürlichen Geländes.

Umweltgutachten nötig

Die Erschließung des Neubaugebietes soll laut Bürgermeister Günter Koser (CSU) in mehreren Bauabschnitten erfolgen. Dass die Sache bislang länger gedauert hat, als ursprünglich gedacht, liegt daran, dass das Landratsamt einer Bebauungsplanerstellung im vereinfachten Verfahren nicht zustimmte. Dies wiederum bedeutete, dass ein Umweltgutachten nötig wurde. Da ein solches Gutachten eine komplette Vegetationsperiode abbilden muss, dauerte es nach den Worten des Bürgermeisters ein Jahr, bis die beauftragte Planungsgesellschaft Natur und Umwelt mbh (Frankfurt am Main) die Ergebnisse im Januar vorlegen konnte.

Laut Koser ergab das Gutachten, dass im Bereich des geplanten Neubaugebietes keine besonders schutzwürdigen Vögel, Insekten, Reptilien und Fledermäuse vorhanden sind. Allerdings handele es sich, unter anderem wegen der dort vorhandenen alten Obstbäume, um potenziellen Lebensraum für schutzwürdige Tierarten. Vor diesem Hintergrund habe man nun so geplant, dass sämtliche Obstbäume in diesem Bereich erhalten blieben, sagte Koser. Nach der neuen Planung solle das Baugebiet zwischen zwei Obstbaumzeilen entstehen, sodass die allermeisten Obstbäume aus dem Bebauungsplan herausfielen.

Lösung weicht von urprünglicher Planung ab

Die wenigen im Baugebiet vorhandenen Obstbäume befänden sich alle am Rande der einzelnen Baugrundstücke; im Grünordnungsplan werde vermerkt, dass diese bis zu ihrem natürlichen Ableben erhalten werden müssten. Auch wenn diese Lösung von der ursprünglichen Planung abweicht, zeigte sich der Bürgermeister dennoch zufrieden. Ein Baugebiet, umgeben von alten Obstbäumen, das habe schon was, meinte er. Auch zweite Bürgermeisterin Marion Gröbner und Florian Dittrich (beide CSU) sprachen von einer "sehr guten Lösung".

Jeweils einstimmig gab das Gremium grünes Licht für den Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage an der Pfarrer-Seufert-Straße, die Dachgeschosserneuerung und Errichtung eines Anbaus und eines Carports an einem bestehenden Haus an der Würzburger Straße und den Bau einer Gartenhütte am Wiesenfelder Weg.

In Sachen einer Bauvoranfrage zur Errichtung eines Carports an der Sterngasse herrschte Konsens im Gemeinderat, dass man dem Vorhaben vom Grundsatz her zustimmen will. Dennoch möchte der Bürgermeister dem Bauwerber vorschlagen, das vorgesehene Pultdach durch ein Spitzdach zu ersetzen, wodurch das Vorhaben voraussichtlich über die Altortsanierungssatzung steuerlich abgesetzt werden könne.

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