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American Football im Steigerwaldstadion: Der Tag der blauen Finken

Erfurt. Tief in den Katakomben des Steigerwaldstadions warteten die Gladiatoren auf ihren „Kampf“. Sie konnten ihre Energie kaum noch bändigen, wollten endlich raus und ihr Können auf dem Feld zeigen. „Seit heute morgen kribbelt es extrem“, beschrieb Diego Castillo Tristán sein Gefühl in der Magengegend. Der Wide Receiver der Erfurt Indigos konnte es wie seine Teamkameraden kaum erwarten, zum ersten Mal als Spieler die Arena betreten zu dürfen – 3537 Fans warteten schon.

Sie sollten ihr Kommen nicht bereuen. Es wurde der Tag der blauen Finken – seit nunmehr zehn Jahren das Wappentier der Erfurt Indigos. Zu seinem Geburtstag wollte der Verein sich, seinen Spielern und seinen Fans mit der American-Football-Premiere im Steigerwaldstadion etwas ganz Besonderes schenken. Drei Stunden später war ihm das mehr als gelungen, waren die Jenaer Hanfrieds, immerhin in der vergangenen Saison noch Regionalligist, in der Oberliga Ost mit 40:14 deklassiert worden.

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Zu Beginn war da noch etwas Nervosität: Erfurts Punt Returner Victor Wrobel ließ gleich mal den Ball fallen, Quarterback Steven Gössinger warf eine Interception in die Hände der Jenaer, die aber wegen deren Regelverstoßes nicht zählte. Der Startschuss für eine Demonstration der Blauen: An der Mittellinie setzte Gössinger zum tiefen Pass an – und fand seine Lieblingsanspielstation, Wide Receiver Andy Groß. Der hatte sich blitzschnell vom Verteidiger gelöst und fing den Ball – Touchdown Indigos! Kurz darauf das gleiche Szenario – aber nein, Groß hatte gefoult. „Schiebung, Schiebung“, raunte es von den Rängen. „Nein, es wurde geschoben“, wischte Sprecher Martin Schulz, der den Zuschauern jeden Spielzug erklärt, den Einwand humorvoll vom Tisch.

Dann eben ein paar Minuten später: Diesmal narrte Groß auf der linken Seite die Passverteidigung der Jenaer – und wurde wieder von Gössinger

„Das ist mein bestes Spiel für die Indigos – und das vor so einer Kulisse“, stammelte Groß später, beim Halbzeitgang in die Kabine. „Andy ist eine Rakete, der schnellste Spieler, den ich kenne“, lobte Spielmacher GössingerMichael Götz einen Pass des indisponierten Jenaer Ersatz-Quarterbacks Robert Barczyk abgefangen und in die Endzone getragen hatte und auch die Hanfrieds einmal scoren konnten. Erinnerungen ans Hinspiel, als es nach ähnlichem Verlauf nach der Pause noch knapp wurde?

Die ließen die Indigos nicht aufkommen. In der Defense konzentriert und in der Offense immer wieder mit Highlights – etwa Yasar Celiks mit einer Hand heruntergefischter Ball – machten sie diesen Tag zu ihrem. Zum Tag der blauen Finken.

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