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Amoklauf in Michigan: 15-Jähriger wegen Terrorismus und Mord angeklagt

Washington -

Nach der Schusswaffenattacke eines 15-Jährigen an einer Schule im US-Bundesstaat Michigan ist die Zahl der Todesopfer auf vier gestiegen. Wie der Sheriff des Landkreises Oakland County am Mittwoch mitteilte, erlag ein 17-jähriger Schüler der Oxford High School seinen Verletzungen.

Der Angreifer hatte am Vortag an der Schule der rund 65 Kilometer nördlich von Detroit gelegenen Kleinstadt Oxford mit einer halbautomatischen Handfeuerwaffe das Feuer eröffnet. Die Polizei sprach am Dienstag zunächst von drei Toten und acht Verletzten, von denen einer jetzt verstarb. Die anderen Todesopfer waren 14, 16 und 17 Jahre alte Mitschüler des Angreifers. Der mutmaßliche Täter ließ sich nach den Schüssen widerstandslos festnehmen.

„Der schlimmste Alptraum aller Eltern“

Sein Motiv war zunächst unklar. „Der Verdächtige hat um einen Anwalt geben und keine Erklärungen über ein Motiv abgegeben“, erklärte die Polizei nach der Festnahme des Teenagers. So war zunächst unklar, ob er seine Opfer gezielt tötete oder wahllos um sich schoss. Nach der Tat wurde das Elternhaus des 15-Jährigen von der Polizei durchsucht. Die Schusswaffenattacke sorgte für entsetzte Reaktionen. „Das ist der schlimmste Alptraum aller Eltern“, sagte die Gouverneurin von Michigan, Gretchen Whitmer.

Auch Präsident Joe Biden äußerte sich erschüttert über die Tat und sprach den Familien der Opfer sein Mitgefühl aus. Sie müssten „den unvorstellbaren Schmerz ertragen, einen geliebten Menschen zu verlieren“. An Schulen in den USA kommt es immer wieder zu Angriffen mit Schusswaffen oder gar zu Massakern mit vielen Toten. Der Angriff an der Oxford High School war nach Angaben der Organisation Everytown For Gun Safety der bislang tödlichste Schusswaffenvorfall an einer US-Schule in diesem Jahr.

Der erst 15 Jahre alte Tatverdächtige soll als Erwachsener angeklagt. Staatsanwältin Karen McDonald sagte am Mittwoch, dem Verdächtigen würden unter anderem Terrorismus mit Todesfolge und vierfacher Mord ersten Grades vorgeworfen. Nach der Rechtslage in Michigan könnten Jugendliche bei solchen besonders schweren Straftaten als Erwachsene angeklagt werden. „Mord ersten Grades ist das schwerste all dieser Verbrechen.“ Sie sei sich nach Sichtung der Beweise sicher, dass es sich um eine vorsätzliche Tat gehandelt habe. (dpa, afp)