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Angeklagter verspricht besseres Leben und erhält Alkoholverbot

Bewährung und Sozialstunden für vorbestraften 29-jährigen aus Gemünden, der eine Frau übelst bedroht und beleidigt hatte. Gericht stellt ihm Bewährungshelfer zur Seite.

Das Amtsgericht in Gemünden.
Das Amtsgericht in Gemünden. Foto: Michael Mahr

Bei manchen Menschen ist es so: Man schlägt sich, man verträgt sich. Gegenseitige Beleidigungen und Bedrohungen sind dabei nicht ausgeschlossen. Strafrichterin Laura Paczesny nannte das, was dabei herauskommt, eine "konfliktbeladene Situation". Eine solche brachte jetzt einen 29-Jährigen wegen Beleidigung und Bedrohung auf die Anklagebank des Amtsgerichts Gemünden.

In zahlreichen Whats App-Sprachnachrichten soll der junge Mann aus Gemünden in der Nacht zum 29. März 2019 eine Freundin als Hure, Nutte und zahnlose Schlampe bezeichnet haben. Was er ihr und ihren Kindern zudem androhte, war äußerst übel und bleibt hier unerwähnt. "Davon weiß ich nichts mehr", sagte der Angeklagte vor Gericht, schloss diese Straftaten aber auch nicht aus, da er an diesem Abend viel getrunken hatte.

Polizei löste Feier am Mainufer in Gemünden auf

Am Main in Gemünden habe man etwas gefeiert, bis eine Polizeistreife die Zusammenkunft aufgelöst hat. Die beleidigte und bedrohte Frau war aber nicht dabei. Mit ihr hatte der Angeklagte "Stress", weil er kurz zuvor ihren Sohn mit Schlägen "ausgeschaltet" hatte, weil dieser eine schwangere Frau geschlagen habe. Bis zu diesem Zeitpunkt "waren wir noch cool miteinander", schilderte er das Verhältnis zu der Frau.

Als Zeugin zur Verhandlung geladen hat das Opfer es vorgezogen, nicht vor Gericht zu erscheinen. Sie habe kurzfristig zu einem Arzttermin nach Würzburg gemusst. Wie der Angeklagte ist die Frau bei den Polizeibeamten in der Region keine Unbekannte und auch nicht ganz einfach im Umgang, wie die als Zeugen geladenen Beamten aussagten. Zum Angeklagten wussten sie, dass eine in der fraglichen Nacht vorgenommene Atemalkoholmessung einen Wert von 1,4 Promille ergeben hat und er wegen seines Lallens nur schwer zu verstehen war.

Erst im Oktober 2019 war der Angeklagte wegen Bedrohung rechtskräftig zu drei Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Somit war eine neue Verurteilung als Gesamtstrafe möglich. Für die neuerlichen Taten beantragte der Staatsanwalt eine Gesamtstrafe von fünf Monate, die wiederum für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden sollen. Zusätzlich sollen ihn insgesamt 180 Sozialstunden an seine Taten erinnern.

Regelmäßige Kontrollen sollen Alkoholverzicht bestätigen

Der beantragten Freiheitsstrafe schloss sich Richterin Paczesny vollumfänglich an, machte aber Abstriche bei den Arbeitsstunden. Diese legte sie zusammen mit der Vorverurteilung auf 150 Stunden fest. Zudem erhält der Verurteilte einen amtlichen Bewährungshelfer an die Seite. Ein Jahr lang darf er keinen Alkohol konsumieren. Dies soll durch Kontrollen beobachtet werden.

"Ich verspreche, dass ich hier nie wieder sitzen werde", betonte der Angeklagte, der nach eigenen Angaben seit zwei Monaten überhaupt keinen Alkohol mehr getrunken und auch keinen Kontakt mehr zu seinem bisherigen Umfeld hat. Dafür treibe er jetzt viel Sport und habe zwei Trainer an seiner Seite, die ihm auch außerhalb des Sports Halt gäben. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

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