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Autsch, das ist gemein: Historiker macht sich im ZDF über Armin Laschet lustig

Köln/Aachen -

Autsch: Diesen ZDF-Beitrag wird NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59) sehr vermutlich gar nicht gern sehen.

Die Familie des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (59) meint nämlich, direkt von Karl dem Großen abzustammen. Laschets Bruder Patrick habe detailliert Stammbäume zusammengetragen und eine Auflistung erstellt, die von Karl dem Großen (747/748-814) in insgesamt 40 Schritten zu Laschet und seinen Brüdern führe.

Das schreiben die Journalisten Tobias Blasius und Moritz Küpper in ihrer Laschet-Biografie „Der Machtmenschliche“, die im vergangenen Monat erschien.

Doch ein Historiker war in der Nachrichtensatire „heute show“ (ZDF, Freitag, 23. Oktober, 22.30 Uhr), moderiert von Oliver Welke, nicht ganz deren Meinung.

Lutz van der Horst hat sich mit dem Aachener Historiker Prof. Dr. Harald Müller getroffen, der an der RWTH Aachen lehrt. Um „weitere Erkenntnisse zu erlangen“, wie der Moderator erklärt.

Denn Karl der Große war schließlich der mächtigste Kaiser des Mittelalters – und Aachen seine Lieblingspfalz. 

Armin Laschet (CDU) strebt wie Karl der Große nach Größerem

Der geborene Aachener Armin Laschet bewundert Karl den Großen und hat in seinem Büro in der Düsseldorfer Staatskanzlei eine goldene Karls-Büste aufstellen lassen. Auch Laschet strebt wie einst der Frankenherrscher nach Höherem. Der Politiker bewirbt sich um den CDU-Bundesvorsitz und gilt als möglicher Kanzlerkandidat.

Armin Laschet: Historiker macht sich im ZDF über NRW-Ministerpräsidenten lustig

Die drei Kandidaten für den Bundesvorsitz der CDU: Armin Laschet (M), Friedrich Merz (r) und Norbert Röttgen.

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Welche Eigenschaften von Karl dem Großen findet der Historiker denn in Armin Laschet wieder, so lautet die erste Frage an den Experten.

„Jaa“, überlegt der lange. Und haut direkt einen raus: „Was man nicht wiederfindet, ist die Körpergröße. Karl der Große ist ein stattlicher Mann gewesen, Armin Laschet ist eher der westlichen Napoleon-artigen Größe verhaftet“, erklärt er. Und meint den einstigen Kaiser der Franzosen Napoleon Bonaparte, der eher kleinerer Statur war.

Und nebenbei auch Namensträger eines Komplexes ist, geprägt vom Psychologen Alfred Adler. Der Napoleon-Komplex bezeichnet das Verhalten, eine kleine Körpergröße durch von außen sichtbare Erfolge und Statussymbole zu kompensieren. Nicht sehr schmeichelhaft.

Stammt Armin Laschet (CDU) von Karl dem Großen ab?

Aber: „Der Historiker nimmt solche Abstammungs-Dinge eigentlich gar nicht ernst“, erklärt Dr. Müller. „Wissenschaftlich ist das – im positiven Wortsinne – fragwürdig.“

Armin Laschet: Historiker macht sich im ZDF über NRW-Ministerpräsidenten lustig

Oliver Welke, Moderator der ZDF-Satiresendung „heute show”

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Der Historiker und Lutz van der Horst schauen sich anschließend eine Büste von Karl dem Großen an. „Mit viel Fantasie kann ich mir Armin Laschet da vorstellen“, unkt der Moderator. „Also ich komme mit ihrem Grad an Fantasie nicht mit“, erklärt der Historiker offen.

Markus Söder (CSU) über Armin Laschet: „Er ist ein sensibler Mensch“

Anschließend geht es für Lutz van der Horst nach Berlin, wo die Laschet-Biografie vorgestellt wird. Von niemand Geringerem als Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CDU). Natürlich bleibt auch eine Nachfrage bei Laschets Kontrahenten nicht aus: „Karl der Große hat die Selbstständigkeit Bayerns ja beendet. Sehen Sie die Gefahr auch bei Armin Laschet?“, fragt der Moderator.

„Also ich glaube, dass der Armin Laschet ein unglaublich bürgerlicher Mensch ist und da überhaupt keine Verbindungen hat zu Karl dem Großen”, antwortet Söder. „Ganz im Gegenteil: Er möchte eher Deutschland und Europa voranbringen und nicht wie Karl der Große vom Sattel aus. Denn dort regierte er sehr hart.“

Moment? Heißt das, Armin Laschet ist eher der weiche Typ? „Er ist ein sensibler Mensch“, erklärt Söder.

Armin Laschet ist Vergleich mit Karl dem Großen vor Kamera unangenehm

Am Ende überreicht der „heute show“-Reporter dem Ministerpräsidenten auch noch höchstpersönlich eine Tasse mit seinem Gesicht darauf un dem Schriftzug „Armin der Große“. Das ist Laschet sichtlich unangenehmn. „Alles gut, tschüss“, erklärt der und verschwindet ins Auto. (mg)

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