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Azubi-Mangel zentrales Problem / Kommentar von Dominik Bath zu Berliner Handwerkskammer

BERLINER MORGENPOST

Berlin (ots)

Kurzform: Nicht nur die Politik ist gefragt. Auch die Wirtschaft muss sich bemühen. Vieles ist in Bewegung. Doch das nun verkündete Aus des Ausbildungsinternats der Handwerkskammer in Bernau ist das falsche Zeichen. Sicher, der Unterhalt für ein denkmalgeschütztes Gebäude ist teuer. Doch hier hätte es im Sinne aller Beteiligten bessere Lösung gegeben. Langfristig wäre sogar der Neubau einer kostensparenderen Unterkunft für Azubis möglich gewesen. Hier hat es die Handwerkskammer verpasst, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen. In erster Linie leiden darunter nun viele Gerüstbaubetriebe - eine kleine Branche im Vergleich zu Elektrikern, Mechatronikern und Tischlern. Aber dennoch wäre es dieses Gewerk fraglos wert gewesen, sich mit Alternativen zu beschäftigen.

Der vollständige Kommentar: Während der Corona-Krise, aber auch schon weit vorher, fanden Berliner Handwerker immer seltener passende Azubis. Mal war den Betrieben deren Bildungsstand nicht ausreichend genug, mal fanden Interessent und Bewerber nicht zusammen. Vielleicht, weil beide nichts voneinander wussten. Das sogenannte Matching haben dann Wirtschaft und Politik als Problem ausgemacht. Völlig richtig ist es daher auch, wenn Teile der Wirtschaft immer weiter an den Senat appellieren, die Berufsorientierung zu verbessern. Denn schon jetzt fehlen in vielen Branchen Fachkräfte. In die Ausbildung zu investieren, ist deshalb immer eine gute Entscheidung.

Doch nicht nur die Politik ist gefragt. Auch die Wirtschaft muss sich bemühen. Vieles ist in Bewegung. Doch das nun verkündete Aus des Ausbildungsinternats der Handwerkskammer in Bernau ist das falsche Zeichen. Sicher, der Unterhalt für ein denkmalgeschütztes Gebäude ist teuer. Doch hier hätte es im Sinne aller Beteiligten bessere Lösung gegeben. Langfristig wäre sogar der Neubau einer kostensparenderen Unterkunft für Azubis möglich gewesen. Hier hat es die Handwerkskammer verpasst, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen. In erster Linie leiden darunter nun viele Gerüstbaubetriebe - eine kleine Branche im Vergleich zu Elektrikern, Mechatronikern und Tischlern. Aber dennoch wäre es dieses Gewerk fraglos wert gewesen, sich mit Alternativen zu beschäftigen.

Was bleibt sind schlechtere Bedingungen für die Gerüstbau-Azubis, denn gleichzeitig hat die Kammer auch die Kooperation mit der für die übergeordnete Ausbildung vor Ort zuständigen Sozialkasse Gerüstbau beendet. Die Berliner Handwerkskammer hat sich in Sachen Nachwuchsförderung nicht mit Ruhm bekleckert.

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