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Bachhauser Feuerwehr: Platz fürs neue Fahrzeug und ein WC

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 Das Farchacher Feuerwehrhaus und die Dorflinde.
 Das Farchacher Feuerwehrhaus und die Dorflinde. © Dagmar Rutt

Für die Bachhauser Feuerwehr wird es langsam ernst: Ihr schon lange geplanter Anbau rückt in greifbare Nähe. Kommandant Markus Doll stellte die Planung im Gemeinderat vor und wie das Gebäude künftig aussehen soll. Unter anderem ist endlich ein Damen-WC geplant.

Farchach – Nächstes Jahr bekommt die Feuerwehr Bachhausen einen Anbau an ihr Feuerwehrhaus in Farchach. Wie das Haus danach aussehen soll und welche Neuerungen geplant sind, stellte Kommandant Markus Doll am Dienstag dem Berger Gemeinderat vor. Der genehmigte die Planung und den Umbau, der rund 270 000 Euro kosten wird.

Doll nannte auch noch mal den Grund für den Umbau: „Die Anschaffung eines zweiten Fahrzeugs.“ Das sei deshalb nötig, weil die Bachhauser Feuerwehr über 40 aktive Mitglieder habe. „Bei uns fahren die Leute mit dem Privatfahrzeug zum Einsatz, weil wir sie sonst nicht rausbringen“, berichtete er. Das sei auch rechtlich bedenklich. Umso mehr freuen sich die Freiwilligen auf den neuen Mannschaftswagen, in dem neun Feuerwehrmänner und -frauen Platz finden. Apropos Frauen: Bei dem Umbau bekommt das Feuerwehrhaus auch endlich eine Damentoilette. „Ohne ist es im Jahr 2021 nicht mehr zeitgemäß“, stellte der Kommandant fest.

Doll beschäftigt sich schon lange und intensiv mit dem Anbau und hat verschiedene Varianten durchgespielt. Die seiner Ansicht nach beste sieht eine Verlängerung des bestehenden Hauses um fünf Meter vor. Der Anbau springe um 1,30 Meter nach vorne im Vergleich zur Bestandsfassade, beschrieb er. „Damit bekommen wir mehr Platz, auch für die Verkehrswege innerhalb des Gebäudes“, sagte er. Das sei auch deshalb nötig, um den Vorschriften Genüge zu leisten. Nach einer baulichen Veränderung wie der hier geplanten gebe es den Bestandsschutz nicht länger. „Wir müssen die Verkehrswege einhalten“, unterstrich er. Das bedeute zum Beispiel, dass auch die Umkleiden ausreichend Platz bekämen und vor allem die Wege zu ihnen. Deshalb werde das neue Fahrzeug auch im Anbau stehen.

Im Obergeschoss, im Schulungsraum der Feuerwehr, gibt es auch eine Umgestaltung. Dort sind Gauben geplant. Die Küche wird in den Hauptraum integriert. An ihrer Stelle erhalten die Damen ein eigenes WC.

Für den Anbau müssen bekanntlich die Dorflinde gefällt und der Dorfbrunnen versetzt werden. Letzterer war dank des Engagements des früheren Farchacher Gemeinderats Wolfgang Reiser als Treffpunkt geschaffen worden. Und nun soll er an den 1,30 Meter langen Vorsprung zwischen Alt- und Neubau gezwängt werden? Darüber wunderte sich QUH-Gemeinderat Harald Kalinke. „Wollen das die Farchacher?“, fragte er. Er habe bisher nichts Gegenteiliges gehört und auch Reiser habe nichts gegen den neuen Standort, antwortete Doll.

Katrin Stefferl-Wuppermann (Grüne) fragte nochmals nach der Linde: „Kann man sie umsetzen?“ Das könne er sich nicht vorstellen, antwortete Doll. Kalinke, der sich von Berufs wegen mit solchen Dingen auskennt, pflichtete ihm bei: „Das ist sehr teuer, und es gibt keine Garantie, dass der Wurzelballen anwächst. Besser wir pflanzen einen neuen Baum.“

Die Kosten für den An- und Umbau sind im Haushalt für kommendes Jahr eingestellt. „Und 20 000 Euro im Folgejahr, zur Sicherheit“, antwortete Kämmerer Florian Bendele auf eine Anfrage von Jonas Goercke (QUH). edl

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