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Baustelle: DRK-Großprojekt in Pasewalk nimmt Gestalt an

Diese Baustelle ist nun wirklich nicht zu übersehen. Seit gut einem Jahr wächst direkt neben dem Prenzlauer Tor ein – für Pasewalker Verhältnisse – sehr großes Gebäude in die Höhe. Gemeint ist das derzeit größte Wohnungsbauprojekt der Stadt. Der DRK-Kreisverband errichtet hier ein Wohnhaus mit 34 Eineinhalb- bis Drei-Raum-Wohnungen und mehreren gewerblichen Einheiten.

Das ist aber noch nicht alles: Auf dem Gelände der ehemaligen Poliklinik Pasewalk eröffnete das DRK bereits im November 2020 eine Seniorenwohngemeinschaft. Eine Kindertagesstätte mit 42 Plätzen ist als dritter Schritt geplant.

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Ein paar Wohnungen sind noch zu vergeben

„Die Vermarktung läuft bereits, und wir sind dabei, die Liste von Interessenten abzuarbeiten“, sagt Jörg Bohnhoff, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes. Demnach seien noch sieben Wohnungen zwischen 45 und 70 circa Quadratmetern frei. „Bislang besteht noch eine gewisse Wahlmöglichkeit. Es sind noch alle Größen in nahezu jedem Geschoss zu haben“, wirbt der Vertreter des Bauherren. Sämtliche Wohnungen verfügen über Fußbodenheizung, einen Balkon oder eine Terrasse und sind barrierefrei gestaltet. Das bedeutet, dass sie gegebenenfalls über einen Aufzug erreichbar und die Türen etwas breiter ausgeführt sind. „Es handelt sich um seniorengerechtes Wohnen. Da passt es gut, dass in eine der zur Prenzlauer Straße im Erdgeschoss liegende Gewerbeeinheit eine DRK-Sozialstation einziehen wird“, so Bohnhoff.

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Zudem werde ein Beratungsbüro im medizinischen Bereich eröffnen. „Eine Gewerbeeinheit, die sowohl als Einzel- oder Doppelpraxis eingerichtet werden kann, ist noch frei. Neben einer Arztpraxis ist aber ebenso eine Physiotherapie, Logopädie oder ein Friseur denkbar.“ Außerdem gehöre zu jeder Wohneinheit ein Pkw-Stellplatz. Geplant ist, dass die ersten Mieter gegen Ende Oktober einziehen können. Offiziell soll die Vermietung ab dem 1. November starten.

Ende August beginnen die Arbeiten an den Außenanlagen

Doch noch ist es nicht soweit. Im Augenblick rattern auf der Rückseite des langgestreckten Gebäudes die Baumaschinen, und Arbeiter tragen Kartons hinein. Der Innenausbau läuft auf Hochtouren. „Derzeit wird Estrich eingebracht. Danach kommt der Trockenbau, und Ende Juni sind Malerarbeiten geplant“, erläutert Richard Troge, der für die Bauüberwachung verantwortlich ist. Die drei Gebäudeteile A, B und C sollen in umgekehrter Reihenfolge fertiggestellt werden. „Die Fassade wird voraussichtlich Ende des Monats fertig, und danach wird das Gerüst auf der Innenseite abgebaut.“ Der Baufachmann verrät zudem, dass Ende August die Arbeiten an den Außenanlagen starten würden.

Von bis zu 750.000 Euro Mehrkosten war die Rede

Was Bauzeit und Kosten betreffe, liegen die Arbeiten voll im Plan. Beim Rundgang um das Gebäude macht Jörg Bohnhoff darauf aufmerksam, dass die straßenseitige Fassade mit Klinkern verkleidet wird. „Direkt neben dem Prenzlauer Tor soll so die Stadtmauer symbolisiert werden. Wobei wir uns für eine andere Farbe entschieden haben.“

Dass bei so vielen positiven Nachrichten auch ein Wermutstropfen dabei sein muss, ist klar. „Wir haben die Kita, also den dritten Bauabschnitt des Quartiers, gestoppt. Die Finanzierungskosten haben sich in den letzten drei Monaten verdreifacht. Bis zu 750.000 Euro Mehrkosten standen im Raum. Wegen des Ukraine-Krieges ist schwer zu kalkulieren“, bedauert Jörg Bohnhoff. Das Projekt sei aber nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. „Die Planungs- und Ausschreibungsunterlagen sind fertig. Und die Baugenehmigung hat eine Gültigkeit von drei Jahren. In dieser Zeit hoffen wir, das Projekt umsetzen zu können.“

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