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Bei „Markus Lanz“: AfD-Chefin Weidel geht auf Distanz zu Querdenkern

Alice Weidel, Co-Chefin der AfD-Fraktion im Bundestag, hat sich am Dienstagabend in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ für eine konsequente Maskenpflicht in Innenräumen ausgesprochen. Sie ging außerdem deutlich auf Distanz zur Querdenker-Bewegung, mit der große Teile ihrer Partei sympathisieren. Im Vorfeld der Aufzeichnung des Gesprächs war es zu Protesten gegen Weidels Auftritt vor dem Fernsehstudio in Hamburg gekommen.

Konsequente Maskenpflicht, aber Zweifel an Maßnahmen

Ihre Partei setze in der Bekämpfung einer „wahrgenommenen Krankheit“ und der damit verbundenen Wirtschaftskrise grundsätzlich auf Eigenverantwortung, so Weidel. Mit Blick auf Betriebe sagte sie aber auch: „Warum hat man nicht von Anfang an gesagt: Maskenpflicht in geschlossenen Räumen?“ Das mache durchaus Sinn. Unter freiem Himmel gebe es aber keinen Grund, das Tragen von Masken vorzuschreiben. Sie kritisierte explizit eigene Fraktionskollegen, die etwa die Maskenpflicht im Bundestag nicht ernst genommen hatten.

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Weidel zweifelte allerdings auch daran, dass die ergriffenen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie einen Einfluss auf die Inzidenzen habe. Es handle sich lediglich um „Schein-Korrelationen“, so Weidel. Das weckte deutlichen Widerspruch des Virologen Timo Ulrichs. „Da wir in Hamburg, aber auch in vielen anderen Ländern Maßnahmen miteinander kombiniert haben – zum Beispiel in Frankreich oder Großbritannien – ist es schwierig die Wirkung auf einzelne Maßnahmen zurückzuführen. Aber Simulationen und Erfahrungswerte zeigen, dass ein Lockdown kombiniert mit einer Ausgangssperre sehr effektiv sein kann.“

Steuerzahler sollen Tests in Unternehmen finanzieren

Einer Testpflicht in Unternehmen gegenüber zeigte Weidel sich ebenfalls offen. „Wenn eine Testpflicht eingeführt würde, also noch mehr Administration, noch mehr Bürokratie, dann soll aber bitte der Staat diese Tests bezahlen“, so Weidel. Das kürzlich beschlossene Infektionsschutzgesetz sieht vor, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern in Präsenz einen Test pro Woche anbieten müssen, eine Pflicht diesen auch durchzuführen, besteht allerdings nicht.

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Distanz zur Querdenker-Bewegung

Weidel verwahrte sich gegen die Behauptung, ihre Partei sympathisiere mit der Querdenker-Bewegung oder sehe sich als deren Arm im Parlament. „Wir haben als Partei und als Fraktion mit den Querdenkern gar nichts zu tun“, erklärte sie. Dass viele Abgeordnete der AfD an Demonstrationen der Gruppierung teilgenommen hatten, habe nichts mit einer Unterstützung der Positionen zu tun. „Die Abgeordneten nehmen ihren Mandatsauftrag extrem ernst. Sie gehen dahin auf eine Demo und erkundigen sich, was die Belange dieser Bürger sind.“

Auf Argumente, dass es auch Demo-Aufrufe und öffentliche Solidarisierungen zu solchen Demos aus ihrer Fraktion gab, ging die Vorsitzende nicht ein.

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Weidel will Spitzenkandidatin werden

Mit Blick auf die Bundestagswahl kündigte Weidel erstmals explizit an, sie wolle als Teil einer Doppelspitze für die Bundestagswahl antreten. Ihr Plan sei „die Spitzenkandidatur mit Tino Chrupalla. Das werde ich wohl machen.“ Chrupalla ist einer der beiden Bundessprecher der Partei. Bis Mittwoch (5. Mai) 12 Uhr müssen potentielle Spitzenkandidaten ihre Bewerbung einreichen. Die Entscheidung über die Doppelspitze soll in einer Urwahl unter AfD-Mitgliedern bis zum 24. Mai erfolgen.

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