Griller sind härter – und räumen ihren Grill darum im Herbst NICHT in Keller oder Garage, sondern brutzeln auch bei Minustemperaturen weiter draußen. Schließlich schmecken Steaks und Würstchen vom Rost auch im Winter. Damit die richtig gelingen, verrät BILD-Grillmeister Michael Quandt die elf häufigsten Fehler, die Sie beim Wintergrillen vermeiden sollten.

Das macht das Grillen im Winter fast unmöglich, da es bei kühlen Temperaturen, Wind und Wetter schwer wird, eine schöne Glut zu erzeugen.

Bei niedrigen Außentemperaturen wird deutlich mehr Kohle benötigt als im Sommer, darum sollte mindestens zehn bis 20 Prozent mehr Verbrauch eingeplant werden als im Sommer.

Grillbriketts brauchen zwar länger als Holzkohle, bis sie richtig durchgeglüht sind, dafür halten sie aber die Hitze viel länger, verbrennen langsamer und geben die Hitze gleichmäßiger ab.

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Grillbriketts sind im Winter besser geeignet als Holzkohle

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Nicht jedes Gas eignet sich für das Wintergrillen. Butangas verflüssigt sich schon ab minus einem Grad (Siedepunkt), dann ist das Grillen nicht mehr möglich. Besser geeignet ist Propangas, dessen Siedepunkt erst bei circa minus 40 Grad Celsius erreicht wird.

Auch wenn es noch kälter und ungemütlicher ist: Der Griller steht immer frontal zum Wind. Der Grund: Öffnet man den Deckel des Grills, kühlt das Grillgut auf dem Rost nicht ganz so schnell aus, da der geöffnete Deckel den Wind abhält.

Es gilt dieselbe Regel wie im Sommer: Fleisch und Fisch sollten mit Zimmertemperatur auf den Rost gelegt werden, damit das Grillgut im Kern warm werden kann, bevor es von außen verkohlt ist. Darum sollte das Grillgut bis zum Auflegen am besten in einer Styropor- oder Thermobox aufbewahrt werden, um ein Auskühlen zu verhindern. Oder Sie bringen die Zutaten erst aus der Küche in den Garten, wenn wirklich sofort losgegrillt wird.

Auch wenn es schwerfällt: nicht fünf Zentimeter dicken Steaks auf den Rost legen! Besser geeignet sind dünnere kleine Steaks oder Filets, Würstchen, Schafskäse oder Garnelen.

Die kühlen Außentemperaturen verlängern die Grillzeit. Besonders bei großen und dicken Fleischstücken kann sich das dann ziemlich lang hinziehen. Faustregel: Mindestens 20 Prozent mehr Zeit als im Sommer einplanen.

Das Bier hat beim Wintergrillen nichts zu suchen. Stattdessen heißen Tee oder Glühwein zubereiten – wärmt Griller und Gäste gleichermaßen.

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Besser als Bier: Glühwein zum Wintergrillen

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Der beste Freund des Wintergrillers ist der Heizstrahler, der hinter oder neben ihm platziert wird. Optisch schöner und uriger: Feuerschalen, um sich die Gäste platzieren können und so warmgehalten werden.

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Eine Feuerschale wärmt die Gäste und strahlt Gemütlichkeit aus

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Porzellan sieht zwar eleganter aus, aber darauf kühlt das Grillgut aus, noch bevor man den ersten Bissen abgeschnitten hat. Besser, auch wenn es nicht so schön aussieht: Pappteller. Wenn es doch unbedingt Porzellan sein muss: Unbedingt im Backofen vorheizen!