Guido Wallmann (50) hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Der ehemalige Leistungssportler eröffnete 1999 seinen eigenen Karateverein. Jetzt steht sein beliebter Sportclub Dokan vor dem Aus – weil die Coronahilfen seit Januar ausbleiben.

„Ich habe jeden Monat rund 30.000 Euro Fixkosten zu decken“, sagt Wallmann. „Den ersten Lockdown haben wir dank der schnell gezahlten Soforthilfe noch einigermaßen überstanden.“

Die November- und Dezemberhilfen kamen Ende März. Doch bis heute wartet er auf die beantragten Hilfen seit Januar von rund 150. 000 Euro.

Wallmann: „Meine Konten sind leer. Würden wir keine Spenden und Soli-Beiträge von Mitgliedern bekommen, gäbe es uns bereits nicht mehr. Zuletzt hat mir ein Mitglied 20.000 Euro geliehen. Ich fühle mich vom Staat verlassen.“

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Aktuell trainiert das Dokan-Team in einer Traglufthalle. Wallmann möchte auf dem Gelände der früheren Sportstätte direkt am Park am Weißensee einen Neubau errichten.

Der Geschäftsführer: „Gerade auch nach Corona ist es wichtig, dass sich die Menschen bewegen und ihnen Möglichkeiten geboten werden, um Sport zu treiben.“