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Beliebtes Fotomotiv geschändet: Robin-Hood-Baum in England illegal gefällt

Nachdem der mächtige Berg-Ahorn illegal gefällt wurde, ermittelt die Polizei am Tatort.

Nachdem der mächtige Berg-Ahorn illegal gefällt wurde, ermittelt die Polizei am Tatort.

(Foto: picture alliance / empics)

Nach seinem Auftritt neben Kevin Costner im Film "Robin Hood" von 1991 mutiert der mächtige Berg-Ahorn im englischen Northumberland zum Touristenmagnet. Nun holzen Kriminelle den Baum einfach ab. England trauert um sein grünes Wahrzeichen. Die Polizei ermittelt.

Ein berühmter Baum am Hadrianswall in Nordengland, der durch den Hollywood-Film "Robin Hood - König der Diebe" mit Kevin Costner bekannt wurde, ist illegal gefällt worden. Es handele sich um einen Fall von Vandalismus, teilte die Naturschutzorganisation National Trust, die den Nationalpark verwaltet, mit. Die Polizei sei eingeschaltet worden. "Wir wissen, wie beliebt dieser ikonische Baum in der Region, national und bei allen Besuchern war. Wir ermitteln gemeinsam mit unseren Partnern, was passiert ist und was getan werden kann", betonte National Trust.

Auf Bildern war zu sehen, dass der mächtige Berg-Ahorn, der im Englischen "Sycamore Tree" genannt wird, mit einem sauberen Schnitt kurz über dem Boden abgetrennt worden war. Der Baum stand in einer Senke - der sogenannten Sycamore Gap - und war ein beliebtes Fotomotiv. Nun lag der Stamm über den Hadrianswall gestreckt. Die Mauer war von den Römern im zweiten Jahrhundert nach Christus gebaut worden, zum Schutz vor Angriffen aus dem Norden sowie zur Kontrolle von Handelswegen. Überreste ziehen sich durch die hügelige Landschaft nahe der englisch-schottischen Grenze und gelten als beliebtes Wanderziel.

Der Berg-Ahorn war auch als Robin-Hood-Baum bekannt. In einer Szene aus dem bekannten Film von 1991 verteidigt Robin Hood, gespielt von Kevin Costner, einen Jugendlichen, der sich vor Häschern in den Baum geflüchtet hatte.

Im Film sei der jahrhundertealte Baum am Hadrianswall laut Kurier so gelungen inszeniert worden, dass er in den darauffolgenden Jahren selbst eine echte Sehenswürdigkeit wurde, die viele Touristen in die Grafschaft Northumberland zog. 2016 wurde der 36 Meter hohe Baum sogar zu Englands Baum des Jahres gewählt.

Der örtliche Parlamentsabgeordnete Guy Opperman bezeichnete den Baum als Symbol von Nordostengland, das "auf der ganzen Welt verehrt und geliebt" werde. Es handele sich ohne Frage um einen kriminellen Akt. "Selbst, wenn die Polizei den Schuldigen schnappt - der Baum ist für immer verloren", sagte der konservative Politiker.