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Germany

Benatelli spielt nie - Das Pauli-Phantom

Das Musical „Phantom der Oper“ gilt in Hamburg als echte Erfolgsgeschichte. Das „Phantom von St. Pauli“ gibt es mittlerweile auch – doch das steht eher für ein Missverständnis.

Seit Sommer steht Rico Benatelli (27) beim FC St. Pauli bis 2022 unter Vertrag, wurde von Ex-Trainer Markus Kauczinski und Ex-Sportchef Uwe Stöver ablösefrei aus Dresden geholt. Doch zu sehen ist er eigentlich nie.

Trainer Jos Luhukay (56) schenkte bisher 30 Spielern in der Startelf das Vertrauen – nur Benatelli durfte bisher nicht eine einzige Pflichtspiel-Sekunde ran.

Pauli-Phantom Benatelli.

Er erträgt die Situation tapfer: „Natürlich hätte ich gerne mal eine Chance bekommen. Jeder Spieler möchte spielen. Im Bremen-Spiel (1:0 im Test-Kick, d. Red.) durfte ich ran und habe eine gute Leistung abgeliefert.“

Änderte nichts. Mit Luhukay gab es einen Austausch („Wir hatten Gespräche“), mehr möchte Benatelli nicht verraten.

Ein Wechsel oder eine Ausleihe im Winter ist aktuell keine Option.

Benatelli: „Ich konzentriere mich voll und ganz auf meine Aufgabe. Wenn ich das Training bewerte, denke ich, dass ich dort gute Leistungen zeige. Von daher hoffe ich auf eine Chance.“

Sobota nur noch im Training gut

„Waldi war nicht so frisch und zwingend, wie er sein möchte. In den letzten Wochen war er meistens unser bester Spieler auf dem Platz. Wenn er wegfällt, fehlt auch ein Stück Kreativität in unserem Spiel nach vorne.“

Nach dem 0:1 gegen Hannover fand St. Paulis Trainer Jos Luhukay deutliche Worte Richtung Waldemar Sobota (32). Sein Mittelfeldmotor stottert – und damit das ganze Offensivspiel.

Sobota einsichtig: „Ich weiß auch, dass vielleicht die zwei letzten Spiele meine schwächsten der Saison waren. Aber ich lass mich davon nicht runterziehen, bin weiter hochmotiviert.“

Von einer Leistungs-Delle will der Oldie nichts wissen: „Wenn das so wäre, würden mir auch im Training keine Dinge gelingen. Aber das ist nicht der Fall. Ich mache meinen Job weiter gut im Training. Die Kunst ist es, das auf den Platz beim Spiel zu bringen.“

Als Führungsspieler muss er das Spiel vorantreiben. Sobota: „Auf jeden Fall ist das meine Aufgabe. Am besten übernimmt jeder, der auf dem Platz steht, Verantwortung. Und die Spieler auf der Bank müssen die anderen voll nach vorne pushen. Bei uns ist das so.“

Moralische Hilfe bekommt er von Freundin Denise und seinem Vater Frank Benatelli (57/früher Bochum-Profi): „Wir haben ein enges Verhältnis, telefonieren regelmäßig.“ Seine Tipps? „Ich soll mich nicht hängen lassen. Meine Chance wird kommen und dafür soll ich bereit sein.“

Zuletzt machte Benatellis Wade Probleme. Doch er gibt nicht auf: „Ich war drei Wochen verletzt, kämpfe mich wieder ran. Dann werden wir sehen, was in den nächsten Wochen noch passiert.“

Spätestens für das Heimspiel gegen Bielefeld (21.12.) hofft Benatelli, wieder eine Alternative zu sein: „In den drei Wochen hatte ich keine Ruhe-Phase, weil die Verletzung nicht allzu schwer war. Wir konnten trotzdem weitertrainieren. Ich habe so gesehen wenig verloren.“

Streng genommen kann er bei St. Pauli derzeit eh nur gewinnen.


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