Wer in diesen Tagen die Sicherheitsschleuse des Berliner Kammergerichts passiert, betritt ein Krisengebiet. Einen Ort, der, wenn schon nicht persönlich, am ehesten per Fax und Brief erreichbar ist. Computer stehen dort zwar auch herum, aber die sind derzeit nur eingeschränkt brauchbar. Deshalb hat Petra Dörre, Registratorin der Geschäftsstelle des 4. Zivilsenats, wieder den alten Karteikasten herausgeholt. Dort notiert sich die Gerichtsmitarbeiterin Aktenzeichen und Streitparteien. Dörre, 63, hat schon einmal so gearbeitet: bis in die Neunzigerjahre. Dann stellte ihr jemand einen PC ins Büro. Seitdem war auch das höchste ordentliche Gericht Berlins im Computerzeitalter angekommen, in dem ohne E-Mail und Internet kaum etwas funktioniert.