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„Bin aus Flieger gesprungen”: Absturz in Pakistan: Mann spricht über letzte Sekunden

Islamabad -

Es ist der Tag nach dem schrecklichen Absturz der Pakistan International Airlines (PIA), Flug PK-8303 (hier lesen sie mehr).

Das Wohngebiet Jinnah Garden gleicht einem Trümmerfeld, durch das Viertel geht eine Schneise der Verwüstung. In den engen Straßen liegen die Trümmer zerstörter Häuser, Flugzeugteile sind überall verteilt. Militär und Polizei haben das gesamte Gebiet zwei Kilometer vom Flughafen entfernt abgesperrt.

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Saeed Ghani (2.v.r), Provinzminister von Pakistan, spricht mit Muhammed Zubair (l.), einem Überlebenden des Absturzes.

Die Zahl der Toten ist mittlerweile auf 97 gestiegen. Behörden arbeiten mit Hochdruck an der Identifizierung der Leichen.

Es ist die drittschlimmste Katastrophe in der Geschichte des Landes.

Karte_Pakistan_Flugzeugabsturz

Aufnahmedatum unbekannt: Eine Satellitenansicht von Karatschi in Pakistan und der umliegenden Region. Dort ist am Freitag (22. Mai) ein Passagierflugzeug abgestürzt. 

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Nur zwei Menschen überlebten den Absturz: der eine ist der Geschäftsführer der „Bank of Punjab“. Der andere ein junger Ingenieur namens Mohammad Zubair. Wie er es geschafft hat, das Wrack zu verlassen und dem Tod zu entkommen, hat er nun in einem Interview mit dem Sender „Geo TV“ erklärt. Er gibt einen Einblick in die letzten Sekunden der Katastrophe.

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Am Tag nach dem Flugzeugabsturz in ein Wohnviertel in Pakistan gleicht das Gebiet einem Trümmerfeld.

Zubair erinnert sich an den plötzlichen Abstieg des Flugzeuges und erklärte, der Pilot habe zunächst eine Landung angekündigt. Anschließend seien  plötzlich zwei heftige Stöße durch die Kabine gegangen, der Ruck habe die Passagiere ordentlich durchgeschüttelt.

Überlebender über letzte Sekunden: „Leute begannen, inbrünstig zu beten”

Anschließend erklärte Zubair, wie das Flugzeug die Landebahn kurz berührt habe, bevor es wieder durchstartete und nach oben geflogen sei. „Die Leute begannen dann, inbrünstig zu beten“, sagte der Ingenieur.

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Angehörige identifizieren den Leichnam eines Verwandten in einem Leichenhaus.

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Zubair erklärte, ihm sei es vorgekommen, als habe der Pilot irgendwo einen Platz zum Landen gesucht. Einen Freiraum, der es ihm ermöglichte, das Flugzeug auf die Erde zu bringen. Das nächste, an das sich der junge Mann dann erinnerte, war der Absturz. Er sah die komplette Kabine „in Flammen“ aufgehen, konnte „Schreie von Erwachsenen und Kindern gleichermaßen hören“.

Überlebender Zubair: „Bin drei Meter aus dem Flugzeug gesprungen”

Anschließend habe er seinen Sicherheitsgurt gelöst und irgendwo in der Ferne ein Licht gesehen. Er ging durch das zerstörte Wrack, sei zehn Fuß (etwa drei Meter) aus den Überresten des Fliegers auf den Boden gesprungen, so Zubair.

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Shahid Ahmed zeigt auf seinem Smartphone das Bild seiner Mutter Irshad Begum, die bei dem Absturz ums Leben kam.

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„Sie brachten mich dann ins Jinnah-Krankenhaus, von dort wurde ich in ein anderes Krankenhaus gebracht“, sagt Zubair. Auf die Frage, wie viel Zeit zwischen dem Landeversuch und dem Absturz vergangen sei, schätzte Zubair: „zehn bis 15 Minuten“. Er sagte, als der Pilot das zweite Mal zur Landung ansetzte, stürzte das Flugzeug zwei bis drei Minuten nach der Durchsage ab.

Pilot gibt keine Vorwarnung: „Passagiere hatten keine Ahnung”

Die Passagiere hätten keinerlei Ahnung gehabt, dass sie abstürzen würden, so der Ingenieur. Es habe keine Vorwarnung gegeben. „Es schien so, als würden wir nur eine routinemäßige Landung durchführen“, erinnert er sich.

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Rettungskräfte bergen eine Leiche aus den Trümmern der abgestürzten Maschine.

Zubair hatte Glück: Er erlitt Verbrennungen, sei aber in einem stabilen Zustand, sagte ein Beamter des Gesundheitsministeriums. Währenddessen ist noch immer die genaue Ursache für das Unglück nicht ganz klar.

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Die Maschine war im Landeanflug auf den Flughafen von Karatschi, sie stürzte in ein Wohngebiet.

Kurz vor dem Absturz habe der Pilot dem Tower technische Probleme der Maschine gemeldet, sagte PIA-Chef Arshad Malik. Funksprüche deuteten auf ein Versagen eines Triebwerks der Maschine hin. Augenzeugen berichteten lokalen Fernsehsendern, dass sie das Flugzeug um den Flughafen kreisen sahen, bevor es in dem Wohngebiet abstürzte. (mg/dpa)

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