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Birkland: Wichtiges Radweg-Projekt nimmt letzte Hürde - Lob für Bürgermeister

Der geplante Radweg entlang der Staatsstraße in Birkland hat nun auch die letzte Hürde genommen. Am Dienstag segnete der Marktgemeinderat die nötige Vereinbarung mit dem Staatlichen Bauamt ab, das die Verbindung baut. Viel Lob erntete der Bürgermeister, der das lang ersehnte Projekt vorangetrieben hatte.

Peiting – Schon vor vier Wochen hatte Peitings Rathauschef Peter Ostenrieder die gute Nachricht vermeldet, dass der ersehnte Bau des Radwegs entlang der Staatsstraße in Birkland in trockenen Tüchern sei und das Vorhaben im Detail vorgestellt (wir berichteten). Lange hatte es bis dahin gedauert.

Immer wieder war der Wunsch der Birkländer nach einer sicheren Rad- und Fußwegverbindung zwischen dem eigentlichen Ort und dem Sägewerk in der Vergangenheit am nötigen Grunderwerb gescheitert. So verschwand auch die 2019 vorgelegte Planung des Staatlichen Bauamts erst einmal wieder in der Schublade. Dass es Ostenrieder nun in den vergangenen Monaten gelungen war, die Grundstücksbesitzer zu überzeugen, die nötigen Flächen zu verkaufen (wir berichteten), nahm man im Gemeinderat nun anerkennend zur Kenntnis.

Rechtlich nur als reiner Radweg

Michael Deibler (CSU) sprach von einer „sehr erfreulichen Geschichte“. Bei jeder Bürgerversammlung in Birkland sei die Verbindung ein Thema gewesen, erinnerte er. Bei seiner Frage, ob der Weg als Rad- und Fußweg beschildert werde, musste ihn Ostenrieder allerdings enttäuschen. Aus rechtlichen Gründen werde die Verbindung nur als reiner Radweg ausgewiesen, sagte er. „Aber wenn jemand auf dem Weg läuft, wird nicht gleich die Polizei kommen.“

Auch Hans Schleich, bedankte sich beim Rathauschef. „Das waren sicher keine einfachen Verhandlungen“, sagte der BVP-Rat, der genau wie Ostenrieder aus Birkland stammt und daher die Situation vor Ort bestens kennt. Besonders freute den Landwirt, dass mit der geplanten Aufweitung der Kurve im Bereich der Anhöhe eine „Gefahrenstelle entschärft wird“.

Leitplanken aus mehreren Gründen nicht möglich

Dass ein paar Meter vorher der geplante Radweg dicht an die Staatsstraße heranrückt, weil es wegen eines dort stehenden Stadels an Platz fehlt, sah Thomas Elste (Grüne) kritisch. Sein Vorschlag, dort eine Leitplanke anzubringen, um für mehr Sicherheit der Radler zu sorgen, erteilte Ostenrieder jedoch eine Absage. Dies sei aus mehreren Gründen nicht machbar. Zum einen müsse die Zufahrt zum Stadel sichergestellt bleiben, zum anderen bekäme man ein Problem mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen, die dann bei Gegenverkehr nicht mehr ausweichen könnten.

„Das sind ja heutzutage regelrechte Atom-U-Boote, sagte er mit Blick auf die riesigen Güllefässer. Ein Vergleich, der Landwirt Andreas Barnsteiner allerdings sauer aufstieß. Große Fahrzeuge gehörten nun mal heutzutage zur modernen Landwirtschaft, monierte er. Da könne man nicht von Atom-U-Booten reden, ärgerte sich Barnsteiner, der sich an der Stelle einen Seitenhieb auf den Rathauschef nicht verkneifen konnte. „Es ist ein Unterschied, ob man aus der Landwirtschaft kommt oder in der Landwirtschaft arbeitet.“

Hinweisschild für gefährliche Hofeinfahrten

Zurück zur Gefahrenstelle: Ob man nicht wenigstens ein Tempolimit anordnen könne, wollte Elste wissen. Auch das habe keine Aussicht auf Erfolg, weil dort ohnehin nicht schneller als 70 gefahren werden könne, erklärte Ostenrieder. „Das wurde schon einmal untersucht.“ Was man aber machen werde, sei, Hinweisschilder aufzustellen, die auf gefährliche Hofeinfahrten hinweisen.

Elste, der den Radweg als „wichtigen Lückenschluss“ bezeichnete und von „gut investiertem Geld“ sprach, hatte allerdings noch weitere Nachfragen. So wollte der Grünen-Rat wissen, ob an eine Querungshilfe für die Radler im Ort gedacht sei und an eine Zu- und Abfahrt an der Abzweigung Richtung Forst. Erstere sei wegen des geringen Verkehrs nicht nötig, „das schaffen die Radler auch so“, sagte Ostenrieder. Für die Anbindung Richtung Forst werde es entsprechende Absenkungen geben. Bewusst war sich der Rathauschef auch, dass der Radweg Richtung Herzogsägmühle im weiteren Verlauf nicht durchgängig ist. Doch auch hier liefen im Staatlichen Bauamt bereits entsprechende Planungen, konnte der Rathauschef vermelden.

Blieb noch die Frage nach der Bauzeit. Andreas Schmid (BVP) hatte da einen Wunsch. 2023 erscheine eine neue Radkarte des Landkreises. „Ich hoffe, dass der neue Radweg dann da schon drin ist.“ Eine Hoffnung, die auch Ostenrieder teilte, nachdem der Gemeinderat einstimmig grünes Licht gab. Alles hänge davon ab, wann die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. „Prinzipiell kann das Bauamt sofort loslegen.“

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