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Bisher bis zu sechs Opfer: Polizei sucht nach Serienmörder in Kalifornien

Wie ein Phantom bewegt sich ein Serienmörder durch die kalifornische Stadt Stockton. Wenn die Gelegenheit günstig ist, ermordet er scheinbar wahllos Menschen, zumeist Obdachlose. Doch ihm ist womöglich ein Fehler unterlaufen. Eine Videokamera zeichnet seine Gestalt in der Nähe eines Tatorts auf.

In Kalifornien sucht die Polizei nach einem oder mehreren mutmaßlichen Serienmördern, die zwischen Juli und Ende September mindestens fünf Morde im kalifornischen Stockton begangen haben sollen. "Es entspricht auf jeden Fall der Definition eines Serienmörders", sagte Joe Silva von der Polizei Stockton. Ein sechster Mord, der vergangenes Jahr im nahegelegenen Oakland verübt wurde, wird nun auch untersucht und könnte mit den Fällen in Stockton im Zusammenhang stehen, wie es in Medienberichten hieß.

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Viel ist auf dem Fahndungsbild der Polizei nicht zu erkennen.

(Foto: Stockton Police Department)

In Stockton gibt es laut Polizei eine Reihe von Ähnlichkeiten zwischen den Fällen in Bezug auf die ballistischen Untersuchungen, wobei die Ermittler keine Details nannten. Die tödlichen Schüsse fielen zwischen dem 8. Juli und dem 27. September jeweils abends oder in den frühen Morgenstunden in einer Gegend von Stockton. Mindestens drei Opfer waren Obdachlose. Auch eine Frau, die im April in Oakland angeschossen, aber nicht getötet wurde, war obdachlos. Die Polizei ermittelt derzeit noch, ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt. Stockton mit rund 350.000 Einwohnern liegt südlich von Sacramento im US-Bundesstaat Kalifornien.

US-Ermittler veröffentlichten Bilder von einem Mann, den sie wegen der Morde in der Stadt Stockton befragen wollen. Allerdings zeigen das Foto und ein Video nur einen Ausschnitt aus der Aufnahme einer Überwachungskamera, das einen in schwarz gekleideten Mann von hinten zeigt. Die Polizei räumte ein, dass der gezeigte Mann nicht bei einer der Taten gefilmt worden sei, es handele sich lediglich um eine Person von besonderem polizeilichem Interesse.

"Wahrscheinlich 'jagt' er regelmäßig"

Wie der US-Nachrichtensender CNN berichtete, lobte die Polizei eine Belohnung für Hinweise aus, die zur Aufklärung des Falles führen, es seien 115.000 US-Dollar ausgesetzt. Die obdachlose Frau, die den Angriff in Oakland überlebte, beschreibt den Mann als 1,78 bis 1,82 Meter groß und in Schwarz gekleidet. Bei der Tat trug er ihren Angaben zufolge eine Covid-Schutzmaske und war daher nicht näher zu erkennen.

Ein Experte von CNN erklärte, die Taten deuteten darauf hin, dass der oder die Täter mit viel Geduld günstige Gelegenheiten für die Morde abgewartet hatten. "Es ist wahrscheinlich, dass er häufiger 'auf die Jagd' geht, als er dann tatsächlich mordet", sagte John Miller. Und weiter: "Wahrscheinlich 'jagt' er regelmäßig und schlägt zu, wenn alles stimmt: ein einzelnes Opfer, keine Zeugen in der unmittelbaren Umgebung, eine Gegend ohne Videoüberwachung."