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Börsen schließen fester: US-Anleger atmen etwas auf

Die Stimmung an der Wall Street hebt sich.

Die Stimmung an der Wall Street hebt sich.

(Foto: IMAGO/Xinhua)

Zum Ende einer von Zinssorgen geprägten Woche wagen sich die Anleger aus der Deckung. Angesichts robuster Konjunkturdaten drehen die US-Börsen ins Plus. Vor allem Tech-Werte wandern zurück in die Depots. Die Rally am Anleihenmarkt ist dagegen unterbrochen.

US-Anleger haben am Donnerstag ihre Zinssorgen beiseite geschoben und sich zurück an den Aktienmarkt getraut. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent höher auf 33.666 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,8 Prozent auf 13.201 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,6 Prozent auf 4299 Punkte zu.

Die jüngsten Konjunkturdaten zeigten sich robust. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im zweiten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 2,1 Prozent. Allerdings dürfte ein drohender Regierungsstillstand in den USA die Aussichten für den Rest des Jahres trüben, sagten Börsianer. Ab dem 1. Oktober droht den Regierungsbehörden ein Shutdown. Die Anleger warteten nun auf weitere Abstimmungen des von den Demokraten kontrollierten Senats über eine parteiübergreifende kurzfristige Ausgabenmaßnahme, hieß es. "Da die Bundesausgaben fast sieben Prozent des US-BIP ausmachen, wird ein Shutdown das BIP-Wachstum verlangsamen", sagte Philip Marey von der Rabobank.

Am Devisenmarkt gab der US-Dollar-Index um 0,5 Prozent auf 106,13 Punkte nach. An den Anleihemärkten unterbrachen die Renditen ihre rasante Aufwärtsfahrt. Die zehnjährigen US-Treasuries rentierten mit 4,620 Prozent unter dem Vortagesniveau.

Die zuletzt deutlich angestiegenen Ölpreise, die die Inflationssorgen genährt hatten, sanken ebenfalls. Die Nordseesorte Brent verbilligte sich um 1,5 Prozent auf 95,14 Dollar je Fass. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl WTI sank um 2,1 Prozent auf 91,72 Dollar. Das machte die anfänglichen Gewinne von Ölkonzernen teils zunichte. Papiere von Chevron gaben 0,3 Prozent nach, Exxon Mobil verloren 0,6 Prozent.

Papiere von Workday sanken um mehr als acht Prozent, nachdem das Personalsoftware-Unternehmen seine Prognose für das Wachstum der Abonnementeinnahmen für die nächsten drei Jahre gesenkt hatte. Im Chipsektor stachen Micron mit einem Abschlag von über vier Prozent heraus. Der Speicherchiphersteller hatte für das erste Quartal ein größeren Verlust prognostiziert als erwartet.

Papiere des Gebrauchtwagenhändlers CarMax stürzten um mehr als 13 Prozent ab. Das Quartalsergebnis blieb hinter den Erwartungen zurück. Anteilsscheine großer Techkonzerne wie Meta, Tesla, Alphabet und Nvidia wanderten hingegen zurück in die Depots und legten zwischen 1,4 und 2,4 Prozent zu.