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Böse Pharmaindustrie? Es ist an der Zeit, dankbar zu sein

Keine Frage: Weltweit stehen in diesem Winter wegen der Corona-Pandemie noch einmal harte Wochen bevor – gesundheitlich und wirtschaftlich. Trotzdem gibt es Anlass zur Hoffnung. Es ist mittlerweile nur noch eine Frage von Tagen, allenfalls wenigen Wochen, bis der erste Impfstoff die Freigabe bekommen wird. Damit rückt das Ende der Pandemie mit all ihren schlimmen Folgen endlich in Reichweite.

Nie zuvor ist es gelungen, derart schnell den Erreger einer tödlichen Seuche zu identifizieren und im Verlauf nur eines Jahres wirksame Waffen in Form von Impfungen zu entwickeln und bis zur Zulassung zu bringen.

Dass dieser Rekord möglich wurde, ist vor allem ein Sieg der Wissenschaft. Um Sars-Cov-2 möglichst schnell auf die Schliche zu kommen, haben sich Forscherteams rund um den Globus miteinander vernetzt. Insgesamt 212 Impfstoffkandidaten zählt die Weltgesundheitsorganisation mittlerweile, keine elf Monate nach dem offiziell verkündeten Ausbruch der Seuche.

Und auch die Pharmaindustrie, der sonst gern die Rolle des klassischen Bösewichts zugeschrieben wird, ist in diesem Corona-Ausnahmejahr bisher über sich hinausgewachsen. Konzerne, die sonst erbittert miteinander konkurrieren, entwickeln Produkte gemeinsam und verzichten bewusst auf Gewinne.

Ein besonderer Erfolg für Deutschland

Astra Zeneca beispielsweise – trotz des jüngsten Rückschlags um eine missglückte Dosierung im klinischen Massentest immer noch eines der führenden Unternehmen im Rennen – will seine Impfung gegen Covid-19 für die Dauer der Pandemie zum Preis von nur wenigen Dollar auf den Markt bringen.

Andere, wie das Mainzer Unternehmen Biontech mit dem US-Partner Pfizer oder der US-Hersteller Moderna, verlangen zwar deutlich mehr, bewegen sich mit ihren Preisen aber immer noch im Rahmen dessen, was für eine gewöhnliche Grippe-Impfung aufgerufen wird.

Dass gerade diese beiden Impfungen ganz vorn liegen, lässt zudem darauf hoffen, dass mit der mRNA-Technologie als neu etabliertem Verfahren auch in Zukunft sehr schnell Impfungen gegen alte und neue Krankheitserreger entwickelt werden können.

Für Deutschland ist die Spitzenstellung des Mainzer Biotechunternehmens bei der Suche nach dem Impfstoff gegen Covid-19 ein besonderer Erfolg. Seinen Ruf als Apotheke der Welt hat das Land schon vor vielen Jahrzehnten eingebüßt.

Antworten auf große medizinische Herausforderungen

Der Erfolg von Biontech zeigt aber, dass es hierzulande nach wie vor viele exzellente Wissenschaftler gibt, die jede Förderung wert sind. Es ist in diesem konkreten Fall ein Glück, dass die einstigen Hexal-Gründer Thomas und Andreas Strüngmann das Potenzial rechtzeitig erkannt und langfristig gefördert haben.

Es sollte eine der Lehren dieser Pandemie sein, neue Technologien und innovative Gründer auch seitens des Staates systematischer und nachhaltiger zu fördern als das bisher der Fall war.

Zumal der pharmazeutische Fortschritt einer der wichtigsten Gründe für die deutlich gestiegene Lebenserwartung in der westlichen Welt ist. Rund zwei Drittel der seit 1980 zusätzlich gewonnenen Lebensjahre führen Forscher wie der US-Ökonom Frank Lichtenberg auf medizinische Innovationen zurück.

Neue, gerade biotechnologische Verfahren, könnten Antworten liefern auf viele andere medizinische Herausforderungen, etwa im Kampf gegen Krebs und Alzheimer. Es ist im Interesse Deutschlands und Europas mit ihren alternden Gesellschaften, gerade auf diesem Gebiet führend dabei zu sein, statt zögernd am Seitenrand zu stehen.

Wenn der schnelle Erfolg der Impfentwickler mit dazu beigetragen haben sollte, Vorbehalte abzubauen, dann wäre das ein Lichtblick für die Zukunft. 2021 würde dann nicht nur das Jahr, in dem die schlimmste Pandemie seit einem Jahrhundert hoffentlich besiegt werden wird. Sondern vielleicht auch das Jahr, in dem sich eine wachsende Zahl von Menschen mit den pharmazeutischen Fortschritten der Pharmaindustrie versöhnt.

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