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Großes Defizit Bremen: Sachsen ist Spitzenreiter im Bildungsmonitor

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Die Verwendung von interaktiven Tafeln ist ein gutes Beispiel für den Einsatz digitaler Ressourcen in Schulen.

(Foto: picture Alliance/dpa)

Forschungsauftrag arbeitgeberfreundlicher Initiativen Die neue Soziale Marktwirtschaft Als Vorreiter das deutsche Bildungssystem in Sachsen, Bayern und Thüringen folgt, Bremen hinkt hinterher. Beim Thema Digitalisierung haben wir einen Überraschungssieger.

Sachsen hat nach der wirtschaftsnahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) das beste Bildungssystem in Deutschland. Im Bildungsmonitor, einer Vergleichsstudie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (IW) im Auftrag der von der Metall- und Elektroindustrie geförderten INSM, belegten die Freistaaten den ersten und Bremen den letzten Platz. Dabei wurde, so die Autoren, „explizit eine bildungsökonomische Perspektive berücksichtigt“, die bewertet, inwieweit Bundesländer Bildungsarmut reduzieren, zur Fachkräfteverfügbarkeit beitragen und Wachstum fördern.

Auf den Plätzen zwei und drei folgen Sachsen, Bayern und Thüringen. Der Stadtstaat Bremen ist hinter den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt gewachsen. „Das Fazit lautet: In fast der Hälfte der Bundesländer hat sich das Bildungssystem seit 2013 verschlechtert“, sagt Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM. Nach Ansicht der Autoren sollten schulübergreifende Vergleichsarbeiten durchgeführt werden, "um den Grad des Lernverlustes systematisch zu ermitteln". Außerdem müssen wir unsere Förderinfrastruktur ausbauen und mehr Lehrkräfte in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) ausbilden.

Schulen brauchen 20.000 IT-Jobs

Auch die Digitalisierung wurde erstmals im Bildungsmonitor berücksichtigt. Die Bedeutung digitaler Kompetenzen werde in den nächsten Jahren deutlich zunehmen, sagte er. Ebenso relevant ist die Digitalisierung im Bildungsbereich. Hier belegte Gesamtsieger Sachsen im Bundesvergleich den 12. Platz. Bremen hingegen führt hier die Liste an. Deshalb bildet Bremen die meisten Informatiker in Ausbildung und Hochschule aus.

Laut der Initiative sollen bundesweit 20.000 zusätzliche IT-Arbeitsplätze an Schulen geschaffen werden. „Neue Laptops und Tablets sind seit Monaten nicht mehr einsatzbereit, weil sich niemand für die Installation von Programmen verantwortlich fühlt oder Datenschutzprobleme im Weg stehen“, sagte Perengar. „Unser Bildungsföderalismus hat viele Vorteile. Die Initiative versteht sich als überparteilicher Zusammenschluss von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie wird vom Verband der Anwender der Metall- und Elektroindustrie gefördert.