München – Die Infektionszahlen steigen und die bayerischen Theater fürchten wieder um ihre Existenz.

München meldete gestern eine 7-Tage-Inzidenz von 86,8. Augsburg hatte 136. Ab einer Zahl von 100 hat Ministerpräsident Markus Söder die Stufe „dunkelrot“ eingeführt und schärfere Maßnahmen erklärt.

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Nikolaus Bachler, Chef der Staatsoper, darf im Moment 500 Zuschauer in den 2000-Sitze-Saal lassen. Sie müssen Maske tragen

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Zehn Intendanten und Direktoren von Theatern fordern jetzt von Söder, dass er auf keinen Fall erneut die Zuschauerzahl beschränken solle. „Das käme einem zweiten Lockdown gleich und bedeutet eine Existenzbedrohung“, schreiben sie in einem offenen Brief an Söder.

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Volkstheater-Intendant Christian Stückl musste schon die Passionsspiele in Oberammergau aufgeben. Jetzt kämpft er für 200 Besucher im Theater

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Ihre Erklärung: „Wir haben nachweislich greifende Hygienekonzepte für den laufenden Spielbetrieb für diese sehr besondere Situation. Es besteht keine Infektionsgefahr, da der Mindestabstand von 1,50 Metern imd der Frischluftaustausch im Zuschauerraum bei uns allen gewährleistet ist.“

Sie bestehen deshalb darauf, dass sie auch bei einem hohen Inzidenzwert von 100 oder mehr der Spielbetrieb „mit 200 beziehungsweise 500 Zuschauern aufrecht erhalten dürfen“.

Unter den Theater-Chefs sind: Nikolaus Bachler (Staatsoper), Andreas Beck (Residenztheater), Jens Daniel Herzog (Staatstheater Nürnberg), Christian Stückl (Volkstheater), Barbara Mundel (Kammerspiele) und Till Hofmann (Lustspielhaus).