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BVB setzt Bayern mit 2:0 in Wolfsburg unter Druck - Sorge um Hummels

Nach 78 Minuten wurde kräftig durchgeschnauft im schwarzgelben Lager. Als Achraf Hakimi jubelnd abdrehte, war klar, dass das Spitzenspiel gegen Bayern München nun wirklich kommen kann. Borussia Dortmund erledigte seine Hausaufgaben beim 2:0 (1:0)-Sieg in Wolfsburg letztendlich souverän. Auf eine dominante erste Hälfte folgte eine Drangphase der Hausherren, doch die Dortmunder Führung hielt - und in den letzten zehn Minuten des Spiels konnte der BVB sogar noch ein bisschen Kraft für das anstehende Topspiel sparen. Dienstagabend wartet im leeren Signal Iduna Park ein echter Showdown im Kampf um die Deutsche Meisterschaft.

Favre schickt die BVB-Elf aus dem Revierderby ins Rennen

Dabei waren Michael Zorc und Lucien Favre im Vorfeld dieser Partie nicht müde geworden zu betonen, dass das Duell gegen den Rekordmeister noch keine Rolle in den Köpfen spielen dürfe. Es gehe ganz allein darum, die Aufgabe beim VfL Wolfsburg erfolgreich zu lösen, so der Tenor des Sportdirektors und des Trainers. Vielleicht verzichtete Favre auch deswegen auf Wechsel in seiner Startelf. Es begannen dieselben elf Spieler, die in der Vorwoche den überzeugenden 4:0-Sieg im Derby gegen den FC Schalke 04 herausgeschossen hatten. Für den genesenen Emre Can und auch für Jadon Sancho blieb also nur ein Platz auf der Ersatzbank. Spielpraxis vom Anpfiff weg für zwei Leistungsträger mit Blick auf das Bayern-Spiel? Fehlanzeige. Voller Fokus auf das Hier und Jetzt.

Der Plan ging in Durchgang eins auf. Der BVB brannte kein fußballerisches Feuerwerk ab, aber er trat dominant auf und präsentierte sich vor dem Wolfsburger Tor äußerst effizient. Die einzige hochkarätige Torchance reichte dem Tabellenzweiten zur verdienten Pausenführung. Nach einer guten halben Stunde, in der bis auf zwei Halbchancen durch Thorgan Hazard (16.) und Wout Weghorst (25.) nichts Nennenswertes passiert war, schickte Achraf Hakimi Hazard in den Strafraum der „Wölfe!, Erling Haaland verpasste dessen gute Hereingabe, weil er am Ball vorbeitrat, doch am zweiten Pfosten bedankte sich Raphael Guerreiro aus kurzer Distanz mit seinem dritten Tor nach der coronabedingten Bundesliga-Pause - 1:0 für Borussia Dortmund (32.).

BVB gegen Wolfsburg mit viel Ballbesitz und Spielkontrolle

Danach das immer selbe Bild: Der BVB hatte viel Ballbesitz und Spielkontrolle, aber wenig Zug zum gegnerischen Tor. Ein Schüsschen von Hazard aus der Distanz kurz vor der Pause (43.), das war’s. Unter dem Strich standen 67 Prozent Ballbesitz für die Männer von Favre, die defensiv nichts anbrennen ließen und offensiv sehr dosiert zu Werke gingen. Es war ein souveräner Auftritt des BVB, um es mal so zusammenzufassen.

Doch die Souveränität der Schwarzgelben bröckelte zu Beginn der zweiten Hälfte bedenklich. Emre Can ersetzte Abwehrchef Mats Hummels im Zentrum der Dreierkette. Hummels blieb mit Achillessehnenproblemen in der Kabine. „Er hat schon länger Probleme aus dem Training heraus, aber wir hoffen, dass er am Dienstag wieder spielen kann“, sagte Sportdirektor Michael Zorc. Die defensive Sicherheit jedenfalls ging dadurch verloren. Renato Steffen tauchte völlig frei vor Roman Bürki auf, traf aber nur die Oberkante der Latte (48.). Eine gute Minute später zielte Daniel Ginczek etwas zu hoch, danach schoss Maximilian Arnold einen Freistoß aus aussichtsreicher Position in die Mauer (56.).

BVB gibt Spielkontrolle nach Hummels-Auswechslung aus der Hand

Es wurde ein anderes Fußballspiel in Durchgang zwei. Die handzahmen „Wölfe“ fletschten plötzlich die Zähne, der BVB musste deutlich mehr verteidigen, als ihm lieb sein konnte. Die Dominanz war weg, die Dortmunder Führung wackelte. Favre brachte Jadon Sancho nach einer guten Stunde für Julian Brandt. Das brachte zumindest ein wenig Entlastung. Guerreiro feuerte nach 71 Minuten den ersten Dortmunder Torschuss nach der Halbzeitpause ab.

Der BVB bekam die Partie in der Folge wieder besser in den Griff, und nach 78 Minuten brachte ein zielstrebig zu Ende gespielter Konter die Entscheidung: Sancho trieb den Ball schnell durchs Mittelfeld, bediente den mitgelaufenen Hakimi perfekt, Abschluss ins lange Eck – 2:0, Deckel drauf. Als Felix Klaus wenig später die Rote Karte sah, war der zweite BVB-Sieg im zweiten Spiel nach der Bundesliga-Unterbrechung endgültig in trockenen Tüchern. Die letzten zehn Minuten waren Schaulaufen für die große Show am Dienstag. Borussia Dortmund ist bereit für den FC Bayern München.

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