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Chemie-Unglück: Leverkusens Umweltamt soll sein Schweigen zum Explosionsbericht brechen

Leverkusen -

Umweltdezernent Alexander Lünenbach war dabei, Dörte Hedden aus dem Umweltamt weiß auch, was im „Begleitkreis“ besprochen wurde. Dieses Gremium hat sich unter Leitung des Chemie-Sicherheitsexperten Christian Jochum ein Bild von der Katastrophe vom 27. Juli 2021 gemacht – sein Abschlussbericht ist ein überaus wichtiger Baustein auf dem Weg, zunächst einen Drehrohr-Ofen in Bürrig wieder in Betrieb zu nehmen und ein Sortiment von 31 Chemie-Abfällen zu verbrennen.

Am Dienstag hat Jochum den Entwurf des Abschlussberichts in dem nicht öffentlich tagenden Gremium vorgestellt. Binnen sechs Tagen – die Frist läuft also am Montag ab – sollen nun nicht nur die Anwohner von Currentas Entsorgungszentrum Stellung nehmen. Auch von der Stadtverwaltung könnte eine Äußerung zu dem Bericht kommen: Immerhin attestiert er Currenta, nunmehr genügend Sicherheiten in den Prozess der Giftmüll-Entsorgung eingebaut zu haben, dass der Wiederinbetriebnahme nichts entgegensteht.

Lünenbachs Dezernat soll Stellung beziehen

Ob und wie sich die Stadtverwaltung äußert, möchte Erhard Schoofs wissen. Der Fraktionschef der Bürgerliste erwartet, dass sich das Umweltdezernat in den Prozess einbringt, bevor der havarierte Ofen in Bürrig wieder in Betrieb geht.

Schoofs will außerdem, dass sich der Umweltausschuss schnell mit dem 100-seitigen Entwurf des Jochum-Berichts befasst. In einer Sondersitzung: Der Ausschuss hat nämlich gerade erst getagt, wäre also erst in einigen Wochen wieder dran. Zusätzlich soll die Stadtverwaltung den Entwurf des Abschlussberichts unverzüglich allen Mitgliedern des Stadtrats zur Verfügung stellen. Bisher haben ihn nur diejenigen, die im „Begleitkreis“ mitgearbeitet haben. Das waren nur sehr wenige Leverkusener Politiker.