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Corona: Fast ganz Österreich im roten Bereich - Kurz zögert mit Lockdown - Kommt der große Knall am Samstag?

Die Corona-Zahlen in Österreich steigen weiterhin rasant an. Sebastian Kurz plant offenbar einen „Lockdown light“. Am Donnerstag lädt er zum Gipfel im Kanzleramt.

Update vom 29. Oktober, 14.28 Uhr: Kanzler Kurz dementiert, dass die Regierung nur abwarten würde. „Es ist ein transparenter Prozess.“ Deshalb sei auch zusammen mit den Experten diskutiert worden. Aber erst bei 6000 Infektionen am Tag sei eine kritische Lage erreicht. Eine solche Situation werde Österreich jedoch nicht zulassen. „Wir bereiten gut vor“, so der Kanzler. Es entwickle sich eine Phase, in der entgegengesteuert werden müsse. Deshalb sei dieser Prozess gestartet worden. Am Samstag werde die Öffentlichkeit dann informiert werden. 

Corona in Österreich: „Die Zahl der Erkrankten wird rasant mehr“

Update vom 29. Oktober, 14.24 Uhr: Ein weiterer Experte, Klaus Markstaller, erklärt: „Die Intensivmedizin in Österreich ist sehr gut ausgestattet. Die Auslastung ist aber auch ohne Corona zu 90 Prozent ausgelastet. Kleine Spitzen können wir jederzeit abfangen. Für eine Pandemie ist dieses System aber nicht vorbereitet.“ Man könne die Kapazitäten aber nicht kurzfristig schnell erweitern.

Update vom 29. Oktober, 14.24 Uhr: Gesundheitsexperte Ostermann erklärt, dass von 100 infizierten Personen innerhalb von 7 Tagen auf einer Intensivstation und bleibe dort 12 Tage. Zwar seien im Moment „nur“ 250 Personen dort untergebracht, aber bei dem exponenziellen Wachstum werde sich dass schnell ändern. „Die Zahl der Erkrankten wird rasant mehr“, so der Experte.

Update vom 29. Oktober, 14.19 Uhr: Gesundheitsminister Anschober warnt vor einer „dramatische Situation“. Es seien immer mehr alte Menschen infiziert: „Wir haben eine Verschiebung der Altersstruktur“. Die neusten Zahlen seien alarmierend. Er rechne mit 5.800 Neuinfektionen bis Ende nächster Woche. „Wir müssen diesen Trend stoppen“, wird Anschober deutlich.

Corona: Kurz warnt vor Entwicklung wie in anderen Ländern

Update vom 29. Oktober, 14.15 Uhr: Er warnt davor, dass wichtige Operationen verschoben werden müssten, wenn die Kapazitäten knapp werden. „Man muss nur den Blick auf andere Länder richten.“ Am Freitag komme es zu einem Treffen mit den Sozialpartnern, am Samstag mit den Landeshauptleuten. Erst dann wird wohl ein „Lockdwon light“ verkündet.

Update vom 29. Oktober, 14.11 Uhr: Bundeskanzler Kurz tritt nun vor die Presse. Er bedankt sich bei den bei der Sitzung anwesenden Experten. „Wir befinden uns in einer zweiten Welle, die wir erwartet hatten.“ Die Zahlen würden sich im Moment innerhalb einer Woche verdoppeln. Österreich habe zwar ein gutes Gesundheitssystem, aber auch hier werden die Kapazitäten werden irgendwann voll sein.

Update vom 29. Oktober, 14.09 Uhr: Die Sitzung soll beendet sein. Gleich soll die Pressekonferenz los gehen.

Update vom 29. Oktober, 13.56 Uhr: Die für 14 Uhr geplante PK von Bundeskanzler Sebastian Kurz wird sich voraussichtlich verschieben. Die Beratung dauert noch an.

Corona: Österreich vor dem „Lockdown light“ - Kurz und Merkel mit entscheidender Absprache

Erstmeldung vom 29. Oktober 2020:

Wien - Am Mittwoch wurde in Deutschland nach einer Video-Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ein neuer Lockdown beschlossen. In unserem Nachbarland Österreich sind die Corona-Zahlen ebenfalls auf einem besorgniserregenden Niveau. Am Donnerstag berät Sebastian Kurz, der Kanzler der Alpenrepublik, gemeinsam mit Regierungskollegen und einer Expertenrunde über die nächsten Schritte in der Corona-Krise. Ein „Lockdown light“, ähnlich dem in Deutschland, steht im Raum.

Corona in Österreich: Enge Zusammenarbeit mit Deutschland wichtig - „Wollen Grenzen offen halten“

Noch am Mittwochabend sollen die Kanzler Kurz und Merkel* in einem Telefonat über die Lage in den beiden Staaten gesprochen haben, berichtet das Nachrichtenportal oe24.at. Die enge Zusammenarbeit mit Deutschland sei wichtig. „Wir wollen eng abgestimmt vorgehen und die Grenzen offen halten“, wird Kurz zitiert. Der österreichische Kanzler plane einen „Lockdown light“, vergleichbar mit den neuen Maßnahmen in Deutschland. Bereits Anfang November soll dieser in Kraft treten. Ein Regierungsinsider habe mitgeteilt: „Es wird rasch gehen.“

Österreich plant wohl einen „Lockdown light“ nach deutschem Vorbild. (Archivbild)

Corona in Österreich: Kanzler Sebastian Kurz plant wohl „Lockdown light“

Die geplanten Beschränkungen im Überblick:

Corona in Österreich: Kurz beruft Gipfel mit Expertenrunde im Kanzleramt ein

Am Donnerstag kommt die österreichische Regierung um Kanzler Kurz mit Experten zu einem Gipfel im Bundeskanzleramt in Wien zusammen. Die Expertenrunde wird die Lage bezüglich der Intensivkapazitäten in Österreichs Krankenhäusern besprechen. In einigen Bundesländern hat die stark gestiegene Zahl an Corona*-Patienten zur Befürchtung geführt, dass die regionalen Auslastungsgrenzen bald erreicht werden könnten, berichtet oe24.at. Zudem soll über die geplanten Maßnahmen in der Coronavirus-Pandemie* beraten werden. Statements im Bundeskanzleramt sind für 14 Uhr geplant.

Coronavirus: Ampel soll für fast ganz Österreich auf Rot geschaltet werden

Im Anschluss an den Gipfel tagt die österreichische Ampel-Kommission. Laut einem Bericht der Tageszeitung Der Standard steht zur Debatte, dass bis auf sieben Bezirke in Kärnten die Corona-Ampel* für ganz Österreich auf Rot schalten soll. Damit würden erstmals ganze Bundesländer auf die höchste Corona-Warnstufe gestellt. Es steht wohl auch eine generelle Rot-Schaltung für ganz Österreich im Raum. An die Schaltung der Corona-Ampel sind allerdings keine Maßnahmen geknüpft, die automatisch in Kraft treten. (ph) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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